Erfolgreich im B2B durch KI Die neuesten Digital Experience Trends

Ein Gastbeitrag von Dr. Oliver Bohl* 3 min Lesedauer

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Durch innovative KI-Anwendungen werden Unternehmen effizienter, verbessern ihre Kundenansprache und erzielen Wettbewerbsvorteile – das gilt auch und gerade für den B2B Bereich. Dieser Beitrag zeigt Ihnen innovative KI-Lösungen, die Kundenerlebnisse noch erfolgreicher machen.

Produkte aus dem B2B Bereich sind häufig erklärungsbedürftig. Gerade der Vertrieb muss hier viel Arbeit leisten und fachgenau beraten. Generative KI greift genau hier an: Durch entsprechendes Fach- und Branchenwissen ist sie in der Lage, komplexe Produkte automatisiert darzustellen und interaktive Erlebnisse zu schaffen.(Bild:  Pexels)
Produkte aus dem B2B Bereich sind häufig erklärungsbedürftig. Gerade der Vertrieb muss hier viel Arbeit leisten und fachgenau beraten. Generative KI greift genau hier an: Durch entsprechendes Fach- und Branchenwissen ist sie in der Lage, komplexe Produkte automatisiert darzustellen und interaktive Erlebnisse zu schaffen.
(Bild: Pexels)

Im Maschinen- und Anlagenbau, in der Fertigung oder im E-Commerce: Die digitale Transformation ist der entscheidende Faktor für den Geschäftserfolg im B2B Umfeld. Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Technologie ermöglicht es Unternehmen, mit innovativen Lösungen digitale Kundenerlebnisse individuell zu gestalten, Prozesse zu verbessern und das Geschäft zu erweitern. Der Report „Digital Experience Trends 2024: KI skalieren“ zeigt die wichtigsten Ansätze und ihren jeweiligen Nutzen für Entscheider auf:

#1: Hyperpersonalisierung für eine maßgeschneiderte Ansprache

KI ist mittlerweile in der Lage, große Datenmengen zu verarbeiten und daraus hochgradig personalisierte Inhalte und Kampagnen zu erstellen. So hat beispielsweise das Start-up Omnipeak eine KI-gesteuerte Software entwickelt, die automatisiert, aber gezielt Neukunden für B2B Unternehmen anspricht. Die Software-as-a-Service-Lösung erstellt in großem Umfang individuelle Botschaften, die das Tool zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Tonalität und über den optimalen Kommunikationskanal ausspielt. Dadurch wird der Vertriebsprozess effizienter.

Heutige KI-Lösungen lernen aus jeder Interaktion. Sie nutzen und analysieren umfangreiche Daten, erkennen individuelle Präferenzen und Verhaltensmuster. Daraus identifizieren sie Muster und Trends. Dank der sogenannten Hyperpersonalisierung lassen sich sogar Vorhersagen über das Verhalten einzelner Kunden treffen. Das erhöht die Abschlussrate.

#2: Generative KI für die virtuelle Darstellung komplexer Produkte

Maschinenbauprodukte, industrielle Softwarelösungen oder spezialisierte Dienstleistungen wie Logistik und Finanzberatung sind meist erklärungsbedürftig. Hier sind vor allem Vertrieb und Service gefordert, die in der Regel viel Energie in eine intensive Beratung stecken müssen. Generative KI schafft hier Abhilfe: Indem die Technologie auf entsprechendes Fach- und Branchenwissen sowie relevantes Know-how trainiert wird, ist sie in der Lage, diese komplexen Produkte automatisiert darzustellen – beispielsweise durch immersive und interaktive Erlebnisse. Das Softwareunternehmen Salesforce etwa nutzt generative KI in Form von Avataren, um seine Produkte auf virtuellen Messen anschaulich zu präsentieren und so den Beratungsaufwand zu reduzieren.

Die so aufbereiteten Inhalte lassen sich selbstverständlich individuell an unterschiedliche Zielgruppen anpassen.

#3: Conversational AI für bessere Interaktionen

Technologie wird immer menschlicher. Chatbots und virtuelle Assistenten beantworten häufig gestellte Fragen zu einem Produkt inzwischen flüssig und bieten grundlegende Informationen zu einer Dienstleistung – fast so, als würde man mit einem echten Menschen sprechen. KI-Lösungen, etwa von Cogito, verbessern die Leistung der virtuellen Agenten durch emotionale Intelligenz sogar noch während des Kundengesprächs. Conversational AI macht B2B Unternehmen faktisch rund um die Uhr erreichbar. Das ist vor allem für international agierende Player wichtig, die Kunden in verschiedenen Zeitzonen bedienen.

Erfolgreich zum Einsatz kommt Conversational AI unter anderem im Banking-Bereich. Etwa indem Nutzende mit einem digitalen Assistenten interagieren, um per Sprachbefehl Transaktionen durchzuführen und Konten intuitiv im Dialog zu überwachen.

#4: KI-gestützte kognitive Suche für präzisere Ergebnisse

Die kognitive KI-Suche durchsucht interne und externe Datenquellen, um den Suchenden präzise und relevante Informationen zu liefern. Ein Ingenieur nutzt etwa die kognitive Suche, um technische Spezifikationen für ein Bauteil zu finden, was Zeit und Geld spart und die Effizienz steigert. Oder ein Unternehmen steht vor einem Problem, für das eine externe Lösung gefunden werden muss. Auch hier hilft die kognitive Suche via KI – sie macht maßgeschneiderte Produktvorschläge und liefert Inhalte, die spezifische Bedürfnisse erfüllen. Dazu analysiert sie die Suchhistorie und die Präferenzen des Suchenden. Da die Technologie die Intention hinter der Suche versteht, liefert sie deutlich präzisere Ergebnisse.

#5: Inklusive KI für neue Zielgruppen

Inklusive KI richtet sich nicht nur an Menschen mit Handicap. Vielmehr passt sie Inhalte an spezifische Nutzungssituationen an, beseitigt Sprach- und Zugangsbarrieren und ermöglicht eine größere Reichweite.

Die „Live Captions“ von Google Chrome blenden beispielsweise in Echtzeit Untertitel ein und übersetzen die dargestellten Inhalte. Damit können sich B2B Unternehmen auch jenseits der gängigen Weltsprachen international verständlich machen.

Wer diese fünf KI-Anwendungsgebiete kennt, hat bereits den ersten Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit getan. Denn KI gehört die Zukunft im B2B Marketing. Entscheider sollten bestenfalls schon heute ihre Datenstrategien überdenken, KI-Kompetenzen aufbauen und verantwortungsvolle KI-Prinzipien verankern, um die Digital Experience nachhaltig zu verbessern und so langfristig im Wettbewerb die Nase vorn zu haben.

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*Dr. Oliver Bohl führt als Partner und Geschäftsführer das 60-köpfige Triplesense Reply-Team. Darüber hinaus ist er in verschiedenen Verbänden sowie als Lehrbeauftragter zu Themen des digitalen Marketings an europäischen Hochschulen aktiv.

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