Podcasts haben in den vergangenen Jahren stetig an Popularität gewonnen und ziehen vor allem jüngere Generationen an. So machen 18- bis 44-Jährige 67 % des weltweiten Podcast-Publikums aus. So stieg die Bedeutung von Podcasts nicht nur im Bereich des Hörens, sondern auch beim Produzieren. Weshalb auch Audio-Content in Unternehmen immer mehr in den Fokus gerückt wird.
Auch während der Pandemie ist die Bedeutung von Podcasts weiter gestiegen.
Podcast-Creator kennen und bereichern die schnelllebige Audio-Welt auf besondere Weise. Sie sind das Lebenselixier und das schlagende Herz des Podcasting, das auf zwei wichtigen Prinzipien basiert: Zum einen ist es das offene Podcasting-System, so dass die eigene Show überall verfügbar ist. Zum anderen sind es die kreativen Köpfe hinter den Podcasts. Sie sind die wichtigsten Akteure und müssen deshalb immer an erster Stelle stehen.
Bevor nun aber ein Podcast ins Leben gerufen wird, sollte auf folgende wichtige Punkte geachtet werden:
Die Zielgruppe
Zunächst sollte die Frage beantwortet werden, welche Zielgruppe der Podcast überhaupt erreichen soll. Denn je nach Zielgruppe stehen unterschiedliches Podcast-Formate zur Auswahl. Während unterhaltende Shows einen lockereren Umgang mit den Hörer*innen pflegt und ebenso gestaltet ist, steht bei einem Unternehmenspodcast die direkte Kundenansprache im Fokus. Dies erfordert einen professionelleren und strategischen Aufbau.
Zeitmanagement
Immer gilt: Qualität ist wichtiger als Quantität. Dabei gelingt es gut produzierte Podcasts, einen Mehrwert für interessierte Werbekunden und Nutzer*innen zu schaffen.
Für eine hochwertige Tonqualität ist entsprechendes Equipment - also der Mix aus einem Audio Interface, einem Studio-Kopfhörer sowie einem hochwertigen Mikrofon - als Minimalanforderung zu empfehlen. Dabei gibt es gute Mikrofone bereits ab 120 Euro, gute Audio-Interfaces sowie Studio-Kopfhörer für Einsteiger liegen in einem ähnlichen Preissegment. Von Vorteil für die Klangqualität sind natürlich kleine Studios oder schallisolierte Räume, die entsprechend ausgestattet werden.
Alleinstellungsmerkmale
Eine hohe Qualität und Authentizität können einen Podcast aus der Masse hervorstechen lassen. Wichtige und nützliche Kniffe bei der Produktion sind dabei eine angenehme Sprechstimme. Der/die Sprechende sollte zumindest in Grundzügen die Techniken der Sprech- und Atemübungen beherrschen sowie das Redetempo anpassen und Denkpausen einarbeiten können. Im Nachgang werden die Aufnahmen dann bearbeitet, um Störgeräusche - etwa lautes Atmen, Schmatzen oder Hintergrundgeräusche - zu entfernen. Natürlich sollte aber schon bei der Aufnahme darauf geachtet werden, dass diese möglichst störungsfrei erfolgt. Ebenfalls sinnvoll sind starke O-Töne oder Musik am Anfang bzw. am Ende einer Folge. Eine starke An- und Abmoderation des Podcasts bildet eine logische Klammer für die Hörer*innen.
Monetarisierung
Zur Monetarisierung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. So können Unternehmen entweder eigene Werbespots in einem Podcast schalten oder auch einzelne Folgen sponsern und so im Verlauf des Podcasts namentlich erwähnt werden.
Podcasting im B2B-Bereich
In der B2B-Industrie werden oft Produkte verkauft, die erklärungsbedürftig sind und die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt besonders spannend erscheinen (z.B. Schmierstoffe, Stoßdämpfer, Pumpen, etc.). Doch auch hier können Podcasts sehr sinnvoll sein. "Bei Acast sehen wir eine Chance für B2B-Marken, Podcasts zu nutzen, um über ihre Werte zu sprechen. Das Ziel ist es, die Zuhörer*innen für die Botschaft der Marke und die Philosophie dahinter zu begeistern”, so Yann Thebault, Regional Managing Director bei Acast. “Abhängig von der Zielgruppe, mit der man spricht, ist es aber auch möglich, bei Bedarf eine tiefergehende Erklärung des Produktes zu geben. Das Medium Podcast bietet viel Potenzial, um das Publikum zu involvieren. Am Ende kommt es darauf an, zu verstehen, mit wem man spricht, um darauf aufbauend die Botschaft an die Zuhörer*innen anzupassen."
"Open Podcasting” ist das Fundament und das Ökosystem, auf dem die gesamte Branche aufgebaut wurde. Dieses erlaubt den Creators, ihre Arbeit mit Hörer*innen über jede Podcast-Plattform weltweit zu teilen.
Das Schöne am Podcasting besteht vor allem darin, neue Sendungen zu entdecken, die man gerne mit Freunden teilen möchte. All das wird durch die offene Struktur der Branche ermöglicht. Plattformübergreifende Barrieren, wie sie etwa zwischen iOS und Android bestehen, sind quasi nicht existent. Diese Plattformunabhängigkeit erlaubt es Podcastern und Werbetreibenden auf jeder Plattform hörbar zu sein. Dies bedeutet auch, dass alle Creator viel freier bei der Gestaltung und Monetarisierung ihrer Shows sind. Nur wenige Podcaster können jedoch tatsächlich vom Podcasting alleine leben. Gerade deshalb sollten sie alle in der Lage sein, mit ihrer Arbeit auf möglichst vielfältige und einfache Weise nebenbei Geld zu verdienen ‒ sei es durch Werbung, gebrandete Inhalte, für Mitglieder vorbehaltene Funktionen oder durch werbefreie Streams.
Stand: 08.12.2025
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TDAI, die Zukunft in der Podcast Industrie
True Dynamic Ad Insertion (TDAI) für Podcasting ermöglicht es Werbetreibenden, bereits geschaltete Werbung in Podcast-Episoden nachträglich flexibel und je nach gewünschter Zielgruppe zu ändern. So können etwa neue Werbebotschaften oder Produktplatzierungen in ältere Podcasts eingebunden werden ‒ unabhängig davon, wie lange die ursprüngliche Veröffentlichung dieser Episode zurückliegt. Jedes Mal, wenn eine Person einen Podcast anhört ‒ egal, ob es sich um eine neue oder eine alte Episode handelt ‒ kann in Echtzeit eine individuell angepasste Anzeige und/oder Sponsor-Read implementiert werden. Zwei Nutzer*innen können so unterschiedliche, besser zu ihnen passende Werbespots hören, selbst wenn sie dieselbe Episode zur gleichen Zeit abspielen.
Dank TDAI können Werbetreibende ein Publikum erreichen, das verschiedenste Apps und Plattformen nutzt. Damit sind die Tage gezählt, in denen statische Integrationen eine lineare Zielgruppe auf unbegrenzte Zeit erreichen. TDAI schaltet das volle Potenzial der eigenen Shows für alle Podcast Creators frei und hilft dank innovativer Technologie bei der Monetarisierung der kreativen Arbeit.
Wenn die Kreativwirtschaft weiterhin florieren soll, ist die Beibehaltung dieses offenen Ansatzes unerlässlich. Denn ohne Creators und Hörer*innen gibt es keine Podcasts und damit auch keine daraus generierten Werbeeinnahmen für Unternehmen.
Fazit
Den Creators sollte die Möglichkeit geboten werden, ihre Kreativität auszuleben und damit Geld zu verdienen. Dabei müssen sie auch den verschiedenen Plattformen vertrauen können, auf denen sie ihre Inhalte veröffentlichen. Diese Anbieter können vor allem die Werbetrommel für Podcasts jeder Art und Größe schlagen, da diese ein elementarer Bestandteil der Monetarisierung darstellen und die verschiedenen Formen der Werbeplatzierung so für Unternehmen noch interessanter werden. Dieser offene und transparente Umgang miteinander stellt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten dar und führt letztlich zu einem möglichst vielfältigen Angebot, dass auch die Zuhörer*innen glücklich macht.
*Tobi Griebenow ist Director of Content im deutschen Acast Team