Neukundengewinnung

Mit Augmented Reality zu neuen Kunden

| Autor / Redakteur: Stefan Rost / Georgina Bott

Gedruckte Werbemittel alleine waren Gestern. Heute wird die Wirklichkeit durch die virtuelle Welt erweitert.
Gedruckte Werbemittel alleine waren Gestern. Heute wird die Wirklichkeit durch die virtuelle Welt erweitert. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Augmented Reality (AR) ist ins Geschäftsleben eingezogen. Dort unterstützt sie Unternehmen auch bei der Gewinnung von Kunden, indem sie zum Beispiel Print und Online gewinnbringend miteinander verknüpft.

Augmented Reality bezeichnet die computergestützte Erweiterung der Realität um virtuelle Aspekte. Im Falle der Verbindung von Print und Online wertet diese Technologie gedruckte Produkte verschiedenster Art mit digitalen Zusatzinformationen auf. Dafür reicht ein Scan entsprechend gekennzeichneten Contents mit dem Smartphone oder Tablet über eine App.

So können Unternehmen gedruckte Werbemittel wie Flyer oder Broschüren, die sie auf einer Messe verteilen, mit beliebigen digitalen Inhalten anreichern. Scannt der Empfänger zum Beispiel ein speziell gekennzeichnetes Bild des CEO mit dem Smartphone, erwacht dieser auf dem Bildschirm des Gerätes zum Leben und erläutert im hinterlegten Video den Nutzen der Dienstleistungen oder Produkte seiner Firma. Ebenso können Messebesucher virtuell Maschinen betrachten, die nicht physisch ausgestellt sind.

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Auf gleiche Weise gelingt es, Kataloge um Bildergalerien, Videos und weitere Produktinformationen zu erweitern. So lässt sich ein Konfigurator verknüpfen, der Produkte in verschiedenen Farben und Varianten zeigt, oder ein Onlineshop, in dem das Angebot erhältlich ist.

Darüber hinaus kann die Kommunikation verbessert werden, beispielsweise über Möglichkeiten zur unmittelbaren Kontaktaufnahme. Dazu erscheinen nach dem Scannen des Motivs in der App Kommunikations-Buttons, über die ein Telefonat ausgelöst werden kann oder sich das Fenster zum Schreiben einer E-Mail oder SMS öffnet. Interessenten können so aus der Anwendung heraus schnell und bequem mit dem Unternehmen in Verbindung treten.

Klarer Mehrwert für Kunden

Grundsätzlich bieten sich Unternehmen eine Vielzahl an Varianten, die einzelnen Elemente miteinander zu kombinieren. Dabei sollten sie darauf achten, die Customer Journeys mithilfe von AR-Elementen authentisch und zweckmäßig zu gestalten. Das bedeutet: Möchte das Unternehmen hauptsächlich die Kundenfreundlichkeit verbessern, sollte der entsprechende Mehrwert im Vordergrund stehen. Ein solcher besteht zum Beispiel darin, dass Interessenten, wenn sie mehr über ein Produkt oder eine Leistung erfahren wollen, weitere Informationen nicht mühsam über Umwege suchen müssen, sondern diese unmittelbar angezeigt bekommen.

Oder sie können mithilfe von AR eine Frage zu einem im gedruckten Prospekt gefundenen Produkt stellen, ohne die Telefonnummer für den Support zu wählen. Zudem ist es vorteilhaft, wenn sie den Onlineshop nicht extra aufsuchen müssen, sondern diesen einfach durch Antippen einer Schaltfläche erreichen.

Es geht darum, den (potenziellen) Kunden während seiner Customer Journey crossmedial so zu unterstützen, dass seine Customer Experience neue Dimensionen erreicht. Dies wiederum führt zu einer höheren Kaufwahrscheinlichkeit.

Zusätzliche positive Effekte

Es lässt sich aber noch mehr bewirken: Unternehmen erreichen ihre Zielgruppen gleichzeitig mit der angenehmen Haptik von gedruckten Produkten und mit aktuellen Informationen, die online verfügbar sind – und zwar ohne großen Aufwand. Außerdem bietet sich ihnen eine neue Chance, ihre Verkaufszahlen durch Upselling zu erhöhen, indem zum Beispiel zu den im Katalog angebotenen Artikeln passende Produkte online hinterlegt werden. Alles in allem also ist die Erweiterung von Print-Produkten um Online-Content mittels AR nicht nur attraktiv, um neue Kunden zu gewinnen, sondern auch, um bestehende Kunden zu binden.

Stefan Rost ist Geschäftsführer von ProcSet Media Solutions.
Stefan Rost ist Geschäftsführer von ProcSet Media Solutions. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Über den Autor

Stefan Rost ist Geschäftsführer von ProcSet Media Solutions, welche die Lösung PAPER.plus entwickelt hat. Der Diplom-Mathematiker hat sich auf Print-Produktion, PDF-Technologie sowie Workflow-Optimierung spezialisiert und ist für strategische Produkt- und Geschäftsfeld-Planung, Marketing und PR sowie Vertrieb verantwortlich.

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