In vielen Unternehmen stellt sich für das Management und für Marketingverantwortliche aktuell die Frage: Wie können wir uns erfolgreich in schwankenden Märkten bewegen und den digitalen Wandel vorantreiben? Drei Erfolgsfaktoren sind hierbei entscheidend für eine nachhaltige Digitalisierung und ein effizientes Marketing.
Um eine zukunftsfähige Marketingstrategie aufzustellen, müssen diese drei Faktoren auf jeden Fall beachtet werden!
Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums zählen 99 Prozent der Unternehmen in Deutschland zum Mittelstand. Das ist genau die Gruppe an Unternehmen, die aktuell besonders durch die massiven Herausforderungen unter Druck steht. Die derzeitige Situation zwingt die Unternehmer zum Umdenken. Lieferengpässe, Fachkräftemangel, Inflation und neue Wettbewerber fordern ein Hinterfragen der etablierten Gewohnheiten, Abläufe und Strukturen. Denn feststeht: Rasanter Wandel ist längst zur Normalität geworden.
Warum ein Umdenken erforderlich ist
Der Mittelstand wird häufig als Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft verstanden. Diese Bedeutung kommt nicht von ungefähr. Er steht nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz für rund 61 Prozent der gesamten Netto-Wertschöpfung, stellt 55 Prozent der Arbeitsplätze bereit und beschäftigt 80 Prozent der Auszubildenden. Ein resilienter Mittelstand ist also für eine gesunde deutsche Wirtschaft und für den Wohlstand der Gesellschaft von großer Bedeutung.
Angesichts einer sich abzeichnenden Rezession hat sich die Stimmung im Mittelstand merklich verschlechtert. So leiden die Unternehmen insbesondere durch die gestiegenen Energie- und Einkaufskosten. Auch der Fachkräftemangel führt zu einer Verschärfung der angespannten Lage. So weiterzumachen, wie bisher, ist definitiv keine Option! Bereits Albert Einstein wusste: Probleme können nicht mit der gleichen Denkweise gelöst werden, wie sie entstanden. Es bedarf neuer Denkansätze, um Mittelständler krisenfest zu machen und auf die Zukunft vorzubereiten.
Bremsklotz im Wandel
Doch gerade in dieser herausfordernden Phase stehen sich viele Unternehmen selbst im Weg. Viele besitzen noch festgefahrene Strukturen längst vergangener Zeiten. Diese verlangsamen die Organisationen, bremsen den Wandel und machen anfällig für Krisen. Oftmals wird in unsicheren Phasen im Marketing gespart – dabei sollten Unternehmen genau jetzt ihre Marketingaktivitäten hochfahren. Durch Digitalisierung und Innovationen können Unternehmen sich besser in schwankenden Märkten bewegen, doch auch hier gibt es zahlreiche Hausaufgaben zu erledigen.
Erfolgsfaktoren für den Wandel
Wer im Marketing mehr Innovationen ermöglichen möchte, sollte in der Lage sein, neue Perspektiven einzunehmen – und einen ganzheitlichen Blick auf die Organisationsentwicklung werfen. Wenn Verantwortliche einen Dreiklang aus Menschenzentriertheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit wählen, können sie vielen Herausforderungen der aktuellen Krisen begegnen – und ihre Unternehmen flexibler, agiler und widerstandsfähiger machen. Im Folgenden werden drei zentralen Erfolgsfaktoren vorgestellt:
1. Der Mensch im Mittelpunkt
Im Grunde genommen geht es in der Wirtschaft um Organisationen, die die Bedürfnisse von Menschen bedienen. Hierzu sollten Unternehmen Menschen und ihre Bedürfnisse noch stärker in den Mittelpunkt stellen. Das ist für Marketing und Vertrieb wichtig, um die Wünsche der Kunden noch besser zu verstehen – aber auch für das Employer Branding, um weitere talentierte Fachkräfte anzuziehen.
Der Fachkräftemangel gilt bereits als eine der zentralen Herausforderungen für die nächsten Jahrzehnte. Neue Generationen achten verstärkt auf die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit, lassen sich weniger stark durch Gehälter motivieren und legen Wert auf alternative Arbeitsformen. So gelten das Homeoffice sowie hybrides Arbeiten für viele junge Talente bereits heute als notwendige Bedingung.
Mittelständische Unternehmen sollten also hohen Wert auf eine moderne Unternehmenskultur legen und die Bedürfnisse der jungen Talente im Employer Branding berücksichtigen. Das ist kein Sprint, den es mal eben im Unternehmen zu bewältigen gilt, sondern ein Marathon, der niemals endet. Es lohnt sich hier ernsthaft zu erarbeiten, wie das eigene Unternehmen auf diese fundamentalen Änderungen reagiert. Welche Motive treibt die junge Generation an, welchen Sinn kann die Mitarbeit im Unternehmen bieten und wie nutzt man die individuellen Stärken der Mitarbeitenden ideal.
2. Digitalisierung
Ein wesentlicher Treiber für einen schnelleren Wandel ist die Digitalisierung. Sie hilft Unternehmen, die alten Strukturen aufzubrechen und eine effizientere Verbindung mit sowohl Kunden als auch Lieferanten herzustellen. Dadurch werden Marketingprozesse effizienter sowie Informationen über die Wertschöpfungskette transparenter. Die Reaktionsfähigkeit steigt, es können mehr Leads generiert und zu Kunden konvergiert werden.
Stand: 08.12.2025
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Digitalisierung ermöglicht Unternehmen, Prozesse effizienter, transparenter und schneller zu machen. Sie bildet die Grundlage für neue Innovationen und Geschäftsmodelle. Das Marketing kann Kundenbedürfnisse beispielsweise noch stärker ansprechen, wenn Daten genauere Rückschlüsse auf die Art und Weise geben, wie Kunden mit Produkten und Dienstleistungen umgehen. Viele Mittelständler arbeiten an Geschäftsmodellen, die die Verwendung von Produkten monetarisieren, statt Produkte lediglich zu verkaufen.
Als Basis dessen sollten das Management und die Marketingverantwortlichen ein klares Bild von deren Vision, dem entsprechenden heutigen sowie zukünftigen Geschäftsmodell und den Schlussfolgerungen für die IT-Landschaft und die externe Kommunikation haben. Die Digitalisierung bietet eine wichtige Grundlage sowie schlagkräftige Werkzeuge für effizienteres Wachstum und mehr Ressourcenschonung.
Das Thema Nachhaltigkeit wird die Unternehmen immer stärker prägen – auch, um zukünftig über Employer Branding junge Talente anzuziehen und weiter attraktiv für neue Kundengruppen zu bleiben. Ein wichtiges Auswahlkriterium junger Nachwuchsführungskräfte ist der Beitrag zur Nachhaltigkeit ihres potenziellen Arbeitgebers. Auch aus Marketingsicht wird Nachhaltigkeit immer wichtiger für langfristige und erfolgreiche Geschäftsbeziehungen.
Denn: Durch gesetzliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen erwarten immer mehr Kunden eine Auskunftsfähigkeit über CO₂- Emissionen und gesellschaftliche Beiträge der Unternehmen. Unternehmen, die nachhaltig agieren, bieten dem Marketing eine ideale Themenfläche, um darüber zu berichten. Allerdings sollte kein Greenwashing betrieben werden.
Beim Begriff Nachhaltigkeit denken die meisten an ökologische Nachhaltigkeit. Hierbei sollten Unternehmen, ob durch Gesetze gefordert oder aus eigenem Verantwortungsbewusstsein, analysieren, welche Emissionen und Umweltbeeinträchtigungen sie verantworten und inwiefern diese direkt sowie indirekt reduziert werden können. Neben der ökologischen Dimension von Nachhaltigkeit gibt es auch noch die ökonomische und die soziokulturelle Dimension zu erwähnen. Die ökonomische Nachhaltigkeit bezieht sich beispielsweise auf die Optimierung von Prozessen durch Automatisierungen, Einsparung von Kosten oder die effiziente Nutzung von vorhandenem Budget.
Bei der soziokulturellen Nachhaltigkeit geht es um die soziale Verantwortung, die Organisationen übernehmen sollten. Darunter fällt unter anderem der Umgang mit den Mitarbeitenden, Chancengleichheit, Diversity, Work-Life-Balance sowie die persönliche Gesundheit.
Auf mehr Menschenfokus, Digitalisierung sowie alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit sollten mittelständische Unternehmen gute Antworten liefern können, um auch weiterhin attraktive Marketingargumente für Kunden und Talente zu bieten. Wenn es den Verantwortlichen gelingt, diese Erfolgsfaktoren miteinander zu verbinden, werden sie auch in Zukunft gut für den rasanten und stetigen Wandel aufgestellt sein.
*Julian Thoma ist Digital Transformation Manager der esentri AG.