Corporate Fashion als B2B Erfolgsfaktor Warum Corporate Fashion im Employer Branding boomt

Ein Gastbeitrag von Catharina Spieckermann* 3 min Lesedauer

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Strategisch gestaltete Firmenkleidung wird zum Employer-Branding-Booster. Wie B2B Unternehmen mit Corporate Fashion Identität stärken und Bewerber beeindrucken, zeigt dieser 5-Schritte-Plan mit Praxisbeispielen.

B2B Unternehmen, die strategisch gestaltete Firmenkleidung nutzen, schaffen erlebte Identität.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
B2B Unternehmen, die strategisch gestaltete Firmenkleidung nutzen, schaffen erlebte Identität.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Ob Maschinenbau, Automobilzulieferer oder Elektrotechnik: Viele B2B Unternehmen stehen im Kampf um Talente vor denselben Herausforderungen. Employer Branding gewinnt an Bedeutung – doch was viele unterschätzen: Die Wirkung von Corporate Fashion. Firmenkleidung ist mehr als einheitlicher Look. Sie ist ein strategisches Instrument zur Identitätsstärkung, ein differenzierender Faktor in der Markenkommunikation und ein unterschätzter Hebel in der Mitarbeitermotivation.

Corporate Fashion: Sichtbare Marke, spürbare Kultur

Gerade im B2B Umfeld, in dem abstrakte Technologien, Dienstleistungen oder Prozesse schwer greifbar sind, hilft Corporate Fashion, die Marke sichtbar zu machen. Moderne, gut designte Kleidung mit Bezug zur Corporate Identity vermittelt auf Messen, im Kundenkontakt oder auf Social Media sofort ein klares Bild: „Hier weiß man, wer man ist.“

Für Bewerber entsteht bereits beim ersten Berührungspunkt ein Eindruck von Professionalität, Zugehörigkeit und Identität. Intern fördert sie den Teamspirit und gibt insbesondere neuen Mitarbeitenden Orientierung und Verbindung zum Unternehmen. Gerade in Zeiten hybrider Arbeitsmodelle kann Kleidung zur Brücke zwischen digitaler und physischer Unternehmenskultur werden.

Markenidentität zum Anziehen: Mehr als Logo auf der Brust

Corporate Fashion ist kein Werbegeschenk. Sie ist Ausdruck einer Haltung. Wenn Firmenkleidung konsequent die Corporate Identity widerspiegelt – in Farbe, Schnitt, Qualität und Passform – wird sie zu einem tragbaren Teil der Unternehmenskultur. Der Effekt: Mitarbeitende tragen die Marke nicht nur optisch nach außen, sondern leben sie sichtbar. Dies wirkt sich positiv auf das Zugehörigkeitsgefühl, die emotionale Bindung und letztlich auf die Performance aus.

Typische Herausforderungen aus der Praxis

Die Einführung von Corporate Fashion scheitert in Unternehmen oft an denselben Punkten:

  • Fehlende interne Abstimmung zwischen HR, Marketing und Einkauf
  • Sorge vor unmodernen oder unbequemen Designs
  • Aufwändige Logistikprozesse bei Bestellung und Nachlieferung
  • Unsicherheit bei der Auswahl nachhaltiger Materialien

Dabei zeigen Praxisbeispiele aus dem Mittelstand und Konzernumfeld: Wer Corporate Fashion strategisch denkt und interdisziplinär plant, erzielt messbare Effekte in der Arbeitgeberattraktivität.

Case Study: Fendt, AGCO GmbH

Einer der führenden Hersteller für Landmaschinen suchte nach Wegen, seine Employer Brand sichtbarer zu machen. Die neue Corporate Fashion-Kollektion wurde gemeinsam mit HR und Marketing entwickelt: Moderne, nachhaltige Kleidung in CI-Farben, individualisierbar für verschiedene Abteilungen. Ergebnis: Höhere Identifikation, positive Rückmeldung im Onboarding, starke Resonanz bei Bewerbermessen. Die Zahl der Bewerbungen stieg messbar. Auch intern wurde das Projekt positiv aufgenommen: Mitarbeitende fühlen sich stärker mit dem Unternehmen verbunden, die Kleidung wurde schnell zum Gesprächsthema.

Fünf Branchen, fünf Lösungen: Praxisnah umsetzbar

Auch in anderen Branchen zeigt sich: Die Herausforderungen sind ähnlich, die Umsetzung individuell.

  • Ein Automobilzulieferer entwickelte eine modulare Kollektion für verschiedene Arbeitsbereiche: Produktion, Vertrieb und Verwaltung.
  • Ein IT-Dienstleister entschied sich für recycelte Materialien und kooperierte mit einem lokalen Modelabel.
  • Ein Laborzulieferer verknüpfte Schutzkleidung mit Branding und Nachhaltigkeit.
  • Ein mittelständisches Elektrotechnikunternehmen etablierte ein Mitarbeitervoting zur Designauswahl.
  • Ein Energieversorger nutzte Kleidung gezielt für internes Change-Management.
Bildergalerie

5-Schritte-Plan zur erfolgreichen Umsetzung

Bei der Entwicklung von Corporate Fashion gibt es einiges zu bedenken. Das sind die wichtigsten Fragen:

1. Analyse & Zielsetzung: Warum wollen wir Corporate Fashion? Was soll sie bewirken? Für wen?

2. Interdisziplinäre Projektgruppe aufstellen: HR, Marketing, Einkauf, ggf. externe Designpartner

3. Design & Materialwahl: CI-gerecht, modern, nachhaltig, funktional

4. Logistik & Nachbestellung lösen: Prozesse automatisieren, Lagerung & Versand klären

5. Einbindung & Kommunikation: Mitarbeitende frühzeitig einbeziehen,

Geschichten erzählen, intern wie extern kommunizieren

Eine durchdachte Einführung kommuniziert mehr als nur „ab jetzt tragen wir Hoodies“. Erfolgreiche Projekte setzen auf eine begleitende Kommunikation – vom Kick-off-Event über interne Workshops bis hin zu Storytelling auf Social Media. Wer seine Mitarbeitenden aktiv beteiligt und die neue Kleidung nicht als Pflicht, sondern als Teil einer Haltung präsentiert, erzielt nachhaltige Wirkung.

Fazit: Corporate Fashion ist Employer Branding zum Anziehen

B2B Unternehmen, die strategisch gestaltete Firmenkleidung nutzen, schaffen nicht nur Sichtbarkeit, sondern erlebte Identität. Die Investition zahlt sich doppelt aus: in der Wahrnehmung am Markt und in der Motivation im Unternehmen. Wer das Potenzial erkennt, verschafft sich im War for Talents einen echten Wettbewerbsvorteil.

*Catharina Spieckermann ist Business Development & Marketing Manager bei der Solutions! Styling Promotion GmbH. Sie begleitet Unternehmen in Mittelstand und Industrie bei der Entwicklung und Umsetzung von Corporate-Fashion-Konzepten.

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