Keynote statt SCD 2025 Entschärfung von Weltkriegsbomben verhindert Shopware Community Day

Quelle: Shopware 3 min Lesedauer

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Ursprünglich sollten die Produktneuheiten 2025 im Rahmen des Shopware Community Day vorgestellt werden. Aufgrund der Entschärfung von drei Weltkriegsbomben in Köln musste eine andere Lösung her. Shopware stellte die Inhalte als digitale Keynote zur Verfügung. B2B soll künftig eine größere Rolle spielen.

Bereits heute betreiben über 60 Prozent der Shopware-Händler ein reines B2B Geschäft oder kombinieren B2B und B2C.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Bereits heute betreiben über 60 Prozent der Shopware-Händler ein reines B2B Geschäft oder kombinieren B2B und B2C.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Der Plattformanbieter Shopware stellte jüngst seine Produktneuheiten 2025 über eine Keynote vor. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz (AI) und baut sein Engagement im stark wachsenden B2B Segment aus. Besonders das Thema „Agentic Commerce“ wird ab sofort eine zentrale Rolle spielen.

Intelligenz und Emotion

Gründer und CEO Sebastian Hamann stellte mit Shopware AI einen neuen AI-Ansatz vor, der auf einer Einordnung menschlichen Einkaufsverhaltens basiert: „Zum einen gibt es rationale Kaufentscheidungen, die auf einer bedarfs- und faktenbasierten Analyse beruhen. Zum anderen emotionale Entscheidungen, die von Gefühlen, Impulsen und unterbewussten Faktoren geleitet sind.“

Diese AI soll beide Aspekte verbinden. Künftig bündelt das Dach „Shopware AI“ alle AI-gestützten Funktionen, von Bild- und Textbearbeitung über Funktionen zur Optimierung des Einkaufserlebnisses bis hin zum neuen, chatbasierten Copiloten. Dieser unterstütze Händler im Shopmanagement bei Routineaufgaben, wodurch sie Zeit gewinnen, die sie etwa für die Kundenberatung nutzen können.

Der neue Copilot unterstützt Händler im Shopmanagement bei Routineaufgaben.(Bild:  Shopware)
Der neue Copilot unterstützt Händler im Shopmanagement bei Routineaufgaben.
(Bild: Shopware)

Mit dem AI-gestützten „Image Editor“ lassen sich Produkte visuell in neue Szenen integrieren, etwa durch Freistellen und realistische Platzierung mit Schatten und Reflexionen. So entstehen hochwertige Kampagnenbilder direkt im Media Manager – ganz ohne klassische Foto-Shootings.

Die Zukunft des digitalen Handels entsteht dort, wo AI auf echte Händlerbedürfnisse trifft.

Agentic Commerce: Von der Entscheidung zum Abschluss – in Sekunden

Shopware AI bildet auch die Grundlage für das Konzept des „Agentic Commerce“. Einkaufsentscheidungen wandern dabei von Menschen zu intelligenten Agents und verkürzen den Sales Cycle von der Angebotserstellung über die Verhandlung bis zum Kauf. Die AI verfolge dabei vier zentrale Ziele: höhere Umsätze, geringere Integrationskosten, differenzierte Einkaufserlebnisse und eine stärkere Monetarisierung im Ökosystem. Weitere AI Agents sollen bald folgen. Zudem wurde die Gründung der „Agentic Commerce Alliance“ angekündigt – einer neuen Brancheninitiative, die AI-first-orientierte Unternehmen im Commerce-Bereich zusammenbringt, um gemeinsame Standards, praxisnahe KI-Muster und gegenseitige Inspiration zu fördern. Die ersten namhaften Partner seien bereits an Bord.

Mit dem Quote Management, einer von Shopwares B2B Components, kann ein Händler Anfragen effizient verwalten, individuelle Angebote erstellen und Verhandlungen abwickeln.(Bild:  Shopware)
Mit dem Quote Management, einer von Shopwares B2B Components, kann ein Händler Anfragen effizient verwalten, individuelle Angebote erstellen und Verhandlungen abwickeln.
(Bild: Shopware)

B2B Components für jede Wachstumsphase

B2B ist mittlerweile ein zentraler Bereich für das Online-Shopsystem. Das Marktvolumen soll sich bis 2030 verdreifachen. Bereits heute betreiben über 60 Prozent der Shopware-Händler ein reines B2B Geschäft oder kombinieren B2B und B2C.

Darunter sind namhafte Unternehmen wie Toyota, Ritter Sport oder Beijer Ref. Mit neuen B2B Funktionen, den „B2B Components“, die Händler in jeder Wachstumsphase begleiten, gibt es jetzt eine Antwort auf den „Complex Commerce“: Die Plattform ist hochskalierbar, grenzenlos erweiterbar und für nahezu jeden Anwendungsfall geeignet. Gleich zwei neue B2B Components wurden vorgestellt:

  • „Organization Units“: Die Funktion ermöglicht es, für einzelne Abteilungen eines Unternehmens spezifische Parameter wie Versandadressen oder Bezahlmethoden festzulegen und somit manuelle Fehler bei dezentralen Einkaufsstrukturen zu reduzieren.
  • „Advanced Product Catalogs“: Mit dem Feature erstellen Händler individuelle Produktkataloge und beschleunigen dadurch kundenspezifische Angebotsprozesse.

Neue Schaltzentrale: Der Community Hub

Durch den Open-Source-Ansatz ist die weltweite Community ein zentraler Bestandteil der Omnichannel-Digital-Commerce-Plattform: Händler benötigen flexible, skalierbare Plattformen ohne Lock-ins. Um die Zusammenarbeit innerhalb der Community weiter zu verbessern, gibt es nun den Community Hub. Dieser verbessert:
Wissensaustausch: Es gibt interaktive technische und nicht-technische Lerninhalte, die die Lernkurve verbessern. Gamification-Elemente wie Badges, Events oder Kudos sorgen für Motivation.
Kollaboration: Der Hub ermöglicht eine Verdreifachung der Entwickler-Produktivität. Die Community hat den Hub sogar selbst mitentwickelt. Er wird von einem dedizierten Team gepflegt und weiterentwickelt.
Vernetzung: Die Plattform fördert den Austausch mit Gleichgesinnten unterschiedlicher Erfahrungslevels.

Eine weitere gute Nachricht verkündete Shopware am Ende der Keynote: der Nachholtermin für den Shopware Community Day 2025 ist der 16. September in Köln.

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