Definition und Anwendung

Innovative Eventformate – Was ist ein Barcamp?

| Redakteur: Georgina Bott

Barcamps – Unkonferenzen als innovative Eventform.
Barcamps – Unkonferenzen als innovative Eventform. (Bild: Vogel Communications Group © Stefan Bausewein)

Barcamps sind das Workshop-Format der Zukunft. Anders als bei klassischen Konferenzen werden bei einem Barcamp keine Speaker gebucht, sondern das Programm wird von den Teilnehmern selbst gestaltet. Wie das genau funktioniert, erklären wir Ihnen hier.

Die Idee hinter den Barcamps

Barcamps sind das Workshop-Format der Zukunft. Anders als bei klassischen Konferenzen werden bei einem Barcamp keine Speaker gebucht, sondern das Programm wird von den Teilnehmern selbst gestaltet. Wie das genau funktioniert, erklären wir Ihnen hier.

Die Idee hinter den Barcamps

Das Konzept eines offenen Workshops, in dem die Agenda maßgeblich von den Teilnehmern bestimmt wird und nicht starr vom Veranstalter vorgegeben ist, entwickelte sich aus einem bestehenden Event, dem “Foocamp” der IT-Branche in Kalifornien. Das erste Barcamp fand im Jahre 2005 in Palo Alto statt, im deutschsprachigen Raum im Jahre 2006.

Seitdem hat sich das Konzept der Barcamps immer weiter entwickelt. Inzwischen ist es DIE Eventform der Wahl, wenn es um konstruktiven Austausch von Wissen und einen praktischen Ansatz geht. Durch die Mitwirkung der Teilnehmer an der Gestaltung des Programms sind Barcamps thematisch sehr dicht an den Interessen und Problemen der Teilnehmer. Gerade im B2B-Bereich können dabei wertvolle Erfahrungen ausgetauscht werden und neue Impulse entstehen. Durch diese direkte Teilnahme jedes Einzelnen an den Abläufen spricht man auch von Unkonferenzen, um den Gegensatz zu herkömmlichen Konferenzen mit fixem Ablaufplan herauszustellen.

„Es sind solche Events, die aus Kunden Fans machen“

Veranstaltungen im B2B

„Es sind solche Events, die aus Kunden Fans machen“

21.09.18 - Das Marketing wird zunehmend digital – trotzdem hat die Live-Kommunikation immer noch einen wichtigen Platz im Marketing-Mix. Wir haben mit Martin Philipp über die Bedeutung von Events im B2B-Bereich und das Konzept seiner eigenen Veranstaltungen – den Evalanche Partner Day und den User Day – gesprochen. lesen

Miteinander Ideen und Lösungen entwickeln

Da bei einem Barcamp kein vorgegebenes Programm existiert, ist jeder Besucher oder Teilnehmer selbst aktiv an der Gestaltung beteiligt. Kunden und Mitarbeiter können so perfekt in Unternehmensprozesse einbezogen werden und Neues entdecken. Auch hier wird, anders als bei klassischen Konferenzen, nicht nach dem Top-Down-Prinzip kommuniziert. Die Zusammenarbeit an den gestellten Aufgaben und Problemen erfolgt vielmehr auf Augenhöhe und profitiert von den Erfahrungen und dem Mitwirken aller Teilnehmer. Der Austausch kann sowohl bereichs-, unternehmens- als auch hierarchieübergreifend erfolgen. Dieser Transfer von Wissen, wertvollen Erfahrungen und Sichtweisen machen den Besuch eines Barcamps überaus lohnenswert.

Wie läuft ein Barcamp ab?

Normalerweise sind Barcamps mehrtägige Events, die an einem bestimmten Tagungsort stattfinden. Der Veranstalter wird einen Barcampleiter stellen, der die Workshops leitet. Am ersten Tag erfolgt eine Begrüßung und die Vorstellung der Veranstalter. Da manchmal Unsicherheit darüber herrscht, was die Teilnehmer bei dem Barcamp erwartet, werden kurz die Regeln erklärt. Bevor der eigentliche Ablauf losgeht, wird eine kurze Vorstellungsrunde initiiert. Jeder Teilnehmer stellt sich mit Namen vor und sagt ein paar Sätze über sich selbst. Dies wird im B2B-Umfeld eher berufsbezogen sein, kann je nach Ziel des Barcamps aber auch Privates umfassen. Generell wird auf Barcamps oft geduzt, das bleibt jedoch dem Anlass überlassen.

Bei der Anmeldung als Teilnehmer ist jeder angehalten, sich mit sogenannten Sessions am Ablauf zu beteiligen. Dabei kann man sich an den eigenen Kernkompetenzen, besonderen Erfahrungen oder Kenntnissen orientieren. Das Anbieten einer solchen Session ist aber kein Muss. Wer es gerne tun möchte, kann das Format selbst frei wählen: Ob Diskussionsrunde, Workshop oder Brainstorming, es bleibt dem Teilnehmer überlassen. Im Verlauf des Barcamps finden meist mehrere verschiedene Session zur gleichen Zeit statt, sodass man sich als Teilnehmer für bestimmte Themenschwerpunkte entscheiden muss. Dabei steht der Ablaufplan oft erst am Morgen des gleichen Tages fest. Damit ein Sessionvorschlag in den Tagesplan aufgenommen wird, müssen sich Interessenten finden, die diese Session besuchen wollen. Dazu werden die Sessions einzeln kurz vorgestellt und abgestimmt, ob dieses Thema für die Teilnehmer interessant ist. Die Sessions werden dann in einen Raumplan organisiert, der sowohl vor Ort als auch online einsehbar ist und den Ablaufplan darstellt. Natürlich wird in der Regel auch für das leibliche Wohl gesorgt und genug Möglichkeiten und Pausenzeit zum Essen vorhanden sein.

Nach den Veranstaltungen gibt es normalerweise eine Abschlussrunde. Hier werden Eindrücke zusammengetragen, Fotos geteilt und Feedback zur Organisation abgegeben.

Corporate Barcamp als Einstieg in die Digitalisierung

„Campen“ für den Kulturwandel

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10.08.18 - Die digitale Transformation ist mehr als ein IT-Projekt. Ohne eine Unternehmenskultur, die Mitarbeiter in Veränderungsprozesse einbindet, funktioniert die Digitalisierung nicht. Ein Corporate Barcamp kann als Einstieg in die Arbeitswelt der Zukunft dienen. lesen

Warum Barcamp?

In der heutigen Zeit ist Netzwerkkultur immer wichtiger geworden. Barcamps sind eine hervorragende Chance für den Austausch und das Netzwerken mit Gleichgesinnten sowie den Erkenntnisgewinn. Kaum ein Format bringt so einfach Menschen aus gleichen Branchen zusammen, ohne sich um Hierarchien zu kümmern. Abschließend gesagt sind Barcamps eine innovative Eventform, die für eine lebendige Themengestaltung sorgt.

B2B Marketing Events im Jahr 2019

Eventkalender

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03.12.18 - Das Jahr 2019 ist vollgepackt mit relevanten Veranstaltungen für das B2B Marketing. Zahlreiche internationale Messen, Kongresse und Konferenzen informieren über aktuelle Trends und Anwendungen. Wir stellen Ihnen die interessantesten Events für das folgende Jahr 2019 vor. lesen

Praxisbeispiel: Lead Management Summit 2018

Julia Oppelt, Head of marconomy, führte dieses Format erstmals im letzten Jahr auf dem Lead Management Summit ein und konnte bisher nur positives Feedback dafür ernten.

Die Teilnehmer schätzen die lockerer Atmosphäre und die Möglichkeit in kleinen Gruppen interaktiv werden zu können – am besten mit einer Tasse Kaffee in der Hand – so ist die Idee, das Unkonferenz-Format auf dem LMS einzubinden in der Gremiumssitzung 2017 auch entstanden.

Besonders der Know-How-Austausch unter den Teilnehmern spielt auf dem Lead Management Summit eine große Rolle. Dieser wird nicht nur in den Pausen und durch Podiumsumfragen bestärkt, sondern auch durch ein besonderes Format im Kongress-Programm: die Barcamps. In den Barcamps haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr eigenes Projekt mitzubringen und gemeinsam mit anderen Teilnehmern und Experten weiterzuentwickeln.

Am Nachmittag des ersten Kongresstages hatten die Teilnehmer dann die Chance, ihre eigenen Themen in kleineren Gruppen zu diskutieren – den sogenannten Themencamps. Insgesamt fanden sich sechs Themencamps zusammen.

  • EU-DSGVO: Welche Daten dürfen verarbeitet werden? Wie geht man mit Einwilligungserklärung und Altdaten um? Wie können die Prozesse im Verbraucherrecht aufgebaut werden?
  • Micro-Targeting: Ist das targetieren über die sozialen Medien und das Nutzen dieser Daten ein No-Go oder in Ordnung?
  • Leadgenerierung, Buyer Persona, Nurturing: Von der Persona bis zum Nurture-Prozess – wie nutzt man Lead Management für Bestands- und Neukunden?
  • Lead Management mit Vertriebspartnern: Was früher beim Reseller gelandet ist, kommt heute direkt auf die Webseite des Herstellers – wie geht man damit um?
  • Inbound Marketing, Insellösungen und Content: Wie erstellt und verbreitet man den passenden Content?
  • Lead Scoring: Wie können die richtigen Scoring-Kriterien gefunden werden? Wie wägt man ab, welche Aktionen, wie viele Scoring-Punkte wert sind?

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Noch nicht genug? Weitere informative Quellen für Sie:

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