Unternehmen, die ihre Werte authentisch und transparent kommunizieren, stärken nicht nur die Loyalität ihrer Mitarbeiter, sondern verbessern auch ihre Position als attraktive Arbeitgeber und vertrauenswürdige Geschäftspartner im B2B Sektor.
Stellen Sie den Mensch in den Mittelpunkt Ihrer B2B Unternehmenskommunikation. Employer Branding beschäftigt sich – neben aller Strategie – vor allem mit den Menschen, die für Sie arbeiten.
Die moderne Arbeitswelt ist geprägt von einem stetig wachsenden Wettbewerb um Mitarbeiter, der in sämtlichen Branchen eine Herausforderung darstellt. Neue Mitarbeiter zu finden, aber auch die Bestehenden zu halten erfordert eine durchdachte Herangehensweise. Neben den Hardfacts wie Urlaub, Lohn und Entwicklungschancen ist es heutzutage unerlässlich, sich auch verstärkt dem Thema Employer Branding zu widmen, um das eigene Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber intern sowie extern zu positionieren.
So ist laut einer aktuellen Studie von Berkeley Kommunikation für 67 Prozent der Arbeitssuchenden in Deutschland die Wertekommunikation neben der finanziellen Vergütung ein wichtiger Faktor bei der Wahl des nächsten Arbeitsplatzes.
Genauso wichtig sind Arbeitssuchenden der Purpose (Geschäftszweck), die Fortbildungsmöglichkeiten und die Sinnhaftigkeit der Arbeit. Über die Hälfte der befragten Arbeitssuchenden (53 Prozent) hat innerhalb der Studie angegeben, dass sie nicht bereit wären, in einem Unternehmen zu arbeiten, dessen Werte nicht mit ihren eigenen übereinstimmen.
Die Ergebnisse zeigen, dass für fast zwei Drittel (64 Prozent) der Angestellten und Arbeitssuchenden der Unternehmenspurpose einen wichtigen Aspekt bei der Wahl ihres aktuellen oder zukünftigen Arbeitgebers war oder ist.
Transparente Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg in Unternehmen
Gerade mit dem aktuellen Fachkräftemangel und den in allen Branchen herrschenden Überangebot an unbesetzten Stellen haben Arbeitssuchende heute mehr denn je die Möglichkeit, wählerisch zu sein und hohe Anforderungen an die Arbeitgeber zu stellen.
Beharren Unternehmen auf alteingesessene Strukturen und überholte Kommunikationsstrategien, finden qualifizierte Arbeitnehmer bei der Konkurrenz vielleicht eine für sie passendere Alternative. Insgesamt ist die Wechselbereitschaft hoch: Laut der aktuellen Studie war fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) zur Zeit der Befragung für einen Jobwechsel bereit. Übrigens nicht nur bei der Generation Z (61 Prozent), sondern auch bei den Millennials (47 Prozent).
Aber es geht nicht nur darum, einen attraktiven Unternehmenszweck zu formulieren und die Werte festzulegen, die die eigene Arbeitgebermarke definieren. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Umsetzung. Unternehmen sollten verstehen, dass Annehmlichkeiten wie ein Kickertisch im Eingangsbereich oder Obst in der Mittagspause allein nicht ausreichen, um sich als authentischer und wertschätzender Arbeitgeber zu positionieren und die Loyalität der Mitarbeiter zu gewinnen.
Eine transparente Kommunikation seitens des Managements ist auf lange Sicht deutlich hilfreicher, um eine Kultur des Vertrauens und der Offenheit zu fördern. Wenn ein Unternehmen beispielsweise im IT-Sektor tätig ist und seine Werte auf Innovation, Kundenzufriedenheit und ethische Geschäftspraktiken ausrichtet, wird dies nicht nur potenzielle Mitarbeiter ansprechen, sondern auch Geschäftspartner und Kunden beeinflussen. Unternehmen, die ihre Werte klar kommunizieren, bauen eine vertrauenswürdige Marke auf und können langfristige Partnerschaften mit anderen Unternehmen aufbauen.
Durch Storytelling eine authentische und menschliche Unternehmenskultur aufbauen
Eine klare und authentische Kommunikation der eigenen Unternehmenswerte ist also entscheidend, um das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen und eine langfristige Bindung aufzubauen. Glaubwürdigkeit ist hierbei von zentraler Bedeutung, da Mitarbeiter erwarten, dass die Unternehmenswerte nicht nur proklamiert, sondern auch gelebt werden.
Doch wie kommt man zu einer glaubwürdigen Kommunikation? Die Basis hierfür ist die Entwicklung einer guten Geschichte – oder neudeutsch Storytelling. Denn eine gute Geschichte erzählt eben genau die oben genannten, für die Mitarbeitenden wichtigen Werte und den Zweck, warum und für was ein Unternehmen existiert.
Richtig eingesetzt verleiht gutes Storytelling eine menschliche, weil emotionale Note, während gleichzeitig konsistente Botschaften über die Unternehmenskultur und -werte gesendet werden. Sender einer guten Unternehmensgeschichte sind hier im Übrigen nicht Marketing- und Presseverantwortliche, sondern auch der Vertrieb. Denn insbesondere im erklärungsbedürftigen B2B Marketing ist ein überzeugender und einheitlicher Auftritt auf Basis der Unternehmensgeschichte in Zeiten von Social Media und Co. entscheidend.
Fazit
Eine gute interne Kommunikation sorgt dafür, dass alle Mitarbeiter sich gut informiert fühlen und das Gefühl haben verstanden zu werden. Klare, verständliche und überzeugende Nachrichten, die speziell für das interne Publikum erstellt werden, können so die Bindung zum Unternehmen stärken. Regelmäßige Umfragen, Feedback-Runden und offene Diskussionen ermöglichen es den Mitarbeitenden, ihre Meinungen und Vorschläge einzubringen.
Stand: 08.12.2025
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Das trägt nicht nur dazu bei, dass sich die Mitarbeiter anerkannt fühlen, sondern unterstützt auch die fortlaufende Optimierung der internen Kommunikation. Denn eines ist klar, eine zielgerichtete Kommunikation, die auf die Mitarbeitenden eingeht, hilft dabei, die Wirkung der Botschaften zu steigern – erst bei den Mitarbeitenden selbst und im zweiten Schritt verstärkt durch die Mitarbeitenden auch nach außen.
Studiendesign
Die Umfrage wurde von Arlington Research im Auftrag von Berkeley Kommunikation im August 2023 durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 4.000 Arbeitnehmende und Arbeitssuchende zum Thema Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung befragt, davon jeweils 1.000 in Deutschland, Australien, dem United Kingdom und den USA.
Befragte Arbeitnehmende sind in Teilzeit (weniger als 30 Stunden pro Woche) und Vollzeit (30 Stunden und mehr) angestellt. Arbeitsuchende sind nicht festangestellt oder selbständig.