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Aufbau, Aussage und Attraktivität
Nicht selten werden Erklärvideos auch als „Sendung mit der Maus für Erwachsene“ bezeichnet, da das Storytelling ein zentraler Erfolgsfaktor ist. Besonders wichtig ist der richtige Aufbau: Gerade dem Einstieg kommt eine Schlüsselfunktion in der Geschichte zu, denn danach entscheidet sich, ob das Video bis zu Ende angesehen wird oder der User weiterklickt. Als Faustregel gilt: die ersten 20 Prozent eines Kurzfilms entscheiden über Erfolg- oder Nichterfolg.
Parallelen zwischen Erklärvideos und dem TV sind nicht von der Hand zu weisen. Auch dort finden sich in der Dramaturgie die Resultate einer sorgfältigen Quotenanalyse wieder. Das Prinzip „Best Picture, First Picture“ ist wichtig, wie auch der gesamte Aufbau der Geschichte. Beginnen wir beispielsweise aus der Ich-Perspektive des Erzählers oder aus der neutralen Perspektive? Arbeiten wir mit Figuren oder auf einer metaphorischen Ebene? Es gibt unzählige Möglichkeiten, eine Geschichte fesselnd zu erzählen. Ähnlich wie der rote Faden muss auch die Länge des Videos entsprechend der Zielgruppe gestaltet werden. In der internen Verwendung darf es schon drei bis vier Minuten dauern, im traditionellen B2C-Umfeld (Werbefilm) sollte es eher eine Minute sein. Für welchen Zweck wird der Film produziert? Wie lang sollte er sein? Dies muss von Fall zu Fall differenziert betrachtet werden.
Neben dem Storytelling ist das Design und das Zusammenspiel von Sound und Sprecher für den Erfolg eines Videos relevant. Ob 2D oder 3D, mit gezeichneten Figuren oder animierten Fotos, mit gefilmten Sequenzen oder Moderation: Die Bandbreite ist enorm und bietet B2B-Kunden die Möglichkeit, die eigene Marke in einem Erklärvideo selbst wieder zu finden. Bei weltweit tätigen Konzernen werden diese Filme meist so produziert, dass sie auf allen Kontinenten in den entsprechenden Sprachen ihre Wirkung erzielen.
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