Social Media LinkedIn Thought Leader Ads – welches Potenzial verbirgt der Name?

Ein Gastbeitrag von Alexander Boecker* 4 min Lesedauer

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Thought Leader Ads sind ein neues Werbeformat auf LinkedIn, das sich flexibler einsetzen lässt, als es der Name verrät. Ob es um darum geht, Messen oder Launches zu begleiten – mit Thought Leader Ads eröffnen sich neue Möglichkeiten.

Mit dem Werbeformat LinkedIn Thought Leader Ads können Marketer spezifischer Personen erreichen.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Mit dem Werbeformat LinkedIn Thought Leader Ads können Marketer spezifischer Personen erreichen.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Thought Leader Ads ist der Name von LinkedIns neuem Werbeformat, das so etwas wie das Schweizer Taschenmesser der LinkedIn-Werbung sein kann. Es ist vielseitig einsetzbar und wird in Kombination mit anderen Marketingmaßnahmen erst richtig nützlich.

Um zu verstehen, warum das so ist, sollte man den Grundgedanken des Formats verstehen. Bei Thought Leader Ads werden normale Posts von einem persönlichen LinkedIn-Account von einem Unternehmen gesponsert und wie eine Single Image Campaign ausgespielt – mit allen Targeting- und Bidding-Optionen. So schlagen Thought Leader Ads eine Brücke zwischen organischem Content und Paid-Content.

Was die Magie von Thought Leader Ads ausmacht

Das Besondere ist, dass sich Thought Leader Ads nur bei genauem Hinsehen als Anzeigen erkannt werden, da sie dezent als gesponsert markiert sind. Der Vorteil davon ist, dass Menschen ein höheres Grundvertrauen entgegengebracht wird als Marken. Noch dazu haben LinkedIn-Nutzer innerhalb ihrer Netzwerke schon eine Vertrauensgrundlage, auf die mit Thought Leader Ads aufgesetzt werden kann.

Für die Praxis folgt daraus, dass Thought Leader Ads nicht nur für Thought Leadership, also für den langfristigen, strategischen Aufbau einer Personenmarke gut sind, sondern in ihnen noch sehr viel mehr Potenzial steckt.

Thought Leader Ads erhöhen den Impact von Launches, Events und Messen

Die Teilnahme an Messen kostet Unternehmen viel Geld: Tickets allein stellen schon ein Investment dar und wenn noch ein Stand dazukommt, ist es umso wichtiger, dass aus der Teilnahme ein Erfolg wird. Einladungen wie „Lasst uns bei den B2B Marketing Days treffen, wenn ihr auch da seid. Kommt an den Stand XY zum Hallo sagen”, werden auf sehr viel mehr Resonanz stoßen, wenn sie von einer Person direkt kommen. Als Thought Leader Ad ausgespielt, können so ohne Streuverluste mehr interessierte Menschen zum Stand eingeladen werden.

Auch Product Launches können gut mit Thought Leader Ads begleitet werden, denn mit Thought Leader Ads können Hintergrundinformationen gegeben werden, die sonst nicht in die reguläre Markenkommunikation passen, aber zum Storytelling rund um das Produkt beitragen. Welche Designhürden wurden zum Beispiel genommen, oder welche Herausforderungen wurden gemeistert, um nachhaltige Materialien zu beschaffen. Beiträge dazu lesen sich gut und machen Lust darauf, sich näher mit einem Produkt zu beschäftigen.

Was zur Thought Leader Ad taugt, entscheidet die Strategie

LinkedIn selbst definiert sechs Felder, für die Thought Leader Ads eingesetzt werden können:

  • 1. Share opinion
  • 2. Share knowledge
  • 3. Share achievement
  • 4. Promote product
  • 5. Share event
  • 6. Share personal update

Im Grunde lassen sich alle Posts, die auf LinkedIn veröffentlicht werden, in dieses Framework einsortieren. Die Frage ist also, was sonst einen Post zur Thought Leader Ad qualifiziert. Die Antwort ist schlicht: Es kommt darauf an, welche strategischen Ziele verfolgt werden. Ein Post zum letzten großen Team-Mittagessen kann zu einer wertvollen Thought Leader Ad werden, aber nur, wenn er in eine Employer Banding Strategie eingebettet ist. Posts ohne Strategie als Thought Leader Ad zu schalten, verschlingt Budget und wird voraussichtlich keine merklichen Auswirkungen haben.

Nicht nur für C-Level: Word of Mouth und Thought Leader Ads

Nicht nur der oder die CEO sollten für Thought Leader Ads in Betracht kommen. In vielen Fällen ist die fachliche Einschätzung der Experten aus den Teams überzeugender, denn aus dem technischen Hintergrundwissen über ein Produkt kann der jeweilige Experte im Unternehmen besser schöpfen.

Aber auch beim Employer Branding lohnt es sich, Personen zu Wort kommen zu lassen, die nicht ohnehin das Aushängeschild der Firma sind. Word of Mouth ist nämlich das, was viel auf eine Arbeitgebermarke einzahlen kann. Viele Mitarbeiter, die sich in einem neuen Job neuen Herausforderungen stellen, schreiben oft Beiträge, in denen sie die positive Arbeitskultur und die verbrachte Zeit reflektieren. Solche Beiträge geben einen persönlichen und positiven Einblick in das Arbeitsleben, was überzeugender ist als jeder Image-Film.

Nur gibt es eine wichtige Sache zu beachten: Ein Profil mit insgesamt wenig Aktivität kann mit einer Thought Leader Ad nicht belebt werden. Es wichtig, auf Profile zu setzen, die gepflegt sind und aktiv genutzt werden.

Fazit – das Schweizer Taschenmesser verstehen und nutzen lernen

Thought Leader Ads sind ein unglaublich vielseitiges Werbeformat, das in kreativen Händen erst wirklich sein volles Potenzial entfaltet. Dabei ging es in diesem Artikel noch nicht einmal um Thought Leadership – dafür eröffnen Thought Leader Ads nämlich auch neue Möglichkeiten.

Am Ende sind Thought Leader Ads die idealen Begleiter für groß angelegte Ereignisse, um mehr Aufmerksamkeit auf diese zu lenken und Hintergrundwissen für Interessierte zur Verfügung zu stellen. Wann aber ein Post auch als Thought Leader Ad geschaltet werden sollte, muss strategisch entschieden werden, da man sich schnell verzetteln kann.

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Thought Leader Ads werden den Marketing-Mix Ihres Unternehmens bereichern und sind ihr Geld wert. Probieren Sie also aus, für welche Zwecke sich Thought Leader Ads in Ihrem Unternehmen verwenden lassen – wer weiß, vielleicht finden Sie ja Wege, an die zuvor noch gar nicht gedacht wurde.

*Alexander Boecker ist der Co-Founder und Managing Director der Social First Agentur NERDS.

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