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Gleichstellung auf dem Vormarsch
Die Kumulation treibender Mechanismen bewirkt, dass sie stärker und einflussreicher sind als die Pull-Faktoren, die die Gleichstellung erschweren – das merken auch Unternehmen. „Die gute Nachricht ist, dass wir uns an einem Punkt befinden, an dem alteingesessene Verhaltensweisen in der Diskussion über Gleichberechtigung überwunden werden und neue integrierte Ziele plötzlich greifbar sind“, so Schulz. „Die Studie zeigt, dass sich der Druck im Hinblick auf die Gleichstellung weiter ausbreitet. Eine kluge Unternehmensführung ignoriert diese Entwicklung nicht, sondern fördert Arbeitsbedingungen, bei denen Frauen integraler Bestandteil der Führungsetage sind. Ansonsten wird dies eine starke negative Unternehmensreputation nach sich ziehen.“
Gender-Forward Pioneers als Vorbilder
Etwa ein Drittel der befragten Führungskräfte halten Aktivitäten zu Diversity im Senior-Leadership für wichtig – trotz nicht formal gesetzter Ziele. Ihre Herangehensweisen sind dabei sehr aufschlussreich. Der Report Gender Equality in the Executive Ranks: A Paradox – The Journey to 2030 stellt daher neben grundlegenden Studienergebnissen auch die Aktivitäten von genderorientierten Führungskräften, sogenannten Gender-Forward Pioneers (GFPs), heraus.
Darauf aufbauend ist der Weber Shandwick GFP 2015 Index entstanden, ein Katalog für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in den Geschäftsetagen der Fortune Global 500. Die Analyse der ersten 100 Unternehmen ergab, dass nur 12,5 Prozent der hochrangigen Führungskräfte Frauen sind. Bis Ende 2015 wird der GFP Index auf die Angaben aller Fortune 500 Unternehmen erweitert.
Zur Studienerhebung:
Gender Equality in the Executive Ranks wurde 2015 von The Economist Intelligence Unit (EIU) in Zusammenarbeit mit Weber Shandwick und KRC Research erhoben. Die Resultate basieren auf einer Online-Befragung von 327 Führungskräften aus 55 Ländern der Regionen Nordamerika, EMEA, APAC und Lateinamerika. Die Hälfte der Stichprobe befindet sich dabei auf einem C-Level-Posten, einschließlich CEOs, um die Ansichten derjenigen zu reflektieren, die einen Wandel direkt beeinflussen könnten.
** Über den Weber Shandwick GFP Index: Um festzustellen, wie viele Führungskräfte in den Fortune Global 500 Frauen sind, wurden zwei Informationsquellen genutzt: 1) Die Leadership-Seite auf der Unternehmens-Website, und 2) das Senior Leadership Management, das in den aktuellsten Jahresberichten aufgeführt wurde. Wenn eine weibliche Führungskraft in einer der beiden Quellen vorkam, wurden sie auf die Liste mit aufgenommen. Anschließend identifizierten wir die Geschlechterzugehörigkeit der Führungsetage. Nach bestem Wissen und Gewissen wurde nur das aktuelle Senior-Management aufgelistet. Die Studie wurde vom 18.09. bis 01.10.2015 durchgeführt. Weber Shandwick wird die Untersuchung bis Ende des Jahres auf die Fortune Global 500 ausweiten und anschließend jährlich wiederholen.
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