Anbieter zum Thema
Die Entkopplung von Komponenten bietet die beste Flexibilität
Allerdings führt eine vollständige Entkopplung von Backend und Frontend auch zu spürbaren Einschränkungen, denn verschiedene Frontend-Funktionalitäten, die ein CMS von Haus aus mitbringt, stehen dann den Entwicklern nicht zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise Content-Previews, Authentifizierung, Cross-Site-Scripting und Schutz vor Cross-Site Request Forgery. Eine Lösung dafür bieten Ansätze, bei denen nur einzelne Teile der Website entkoppelt werden. Hier legen Entwickler fest, welche Segmente einer Website und welche Bausteine beispielsweise vom Frontend des Open-Source-Content-Management-Systems Drupal 8 oder dem dedizierten Drupal-Rendering abgenabelt werden. Im Übrigen können auch bei einer Komponenten-gesteuerten entkoppelten Architektur das Content-Management sowie das Display- und Layout-Management weiterhin zur Verfügung stehen.
Kombination von entkoppelter Architektur und Personalisierung
Durch die Kombination aus einem zumindest teilweise entkoppelten CMS, bei der die Funktionalität einzelner Komponenten verstärkt wird, und einer Strategie zur Auslieferung personalisierter Inhalte, bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Kundenansprache. Das technische Fundament dafür stellt eine auf Komponentenebene entkoppelbare Content-Management-Plattform bereit, mit der Unternehmen Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen, aufbereiten und personalisiert bereitstellen können.
Zentrale Komponente einer derartigen Personalisierungsstrategie bildet die Erfassung der Daten, die beim Besuch von Interessenten und Kunden auf der Website anfallen. Damit entsteht die Ausgangsbasis für ein mit der Zeit immer weiter verfeinertes Kundenprofil. Eine Lösung dafür bietet beispielsweise eine Plattform wie Acquia Lift. Sind die Besucher der Website ausdrücklich damit einverstanden, dass sie weiter kontaktiert werden dürfen, können aus anonymen Surfern direkt ansprechbare Interessenten und Kunden werden.
Die erfassten Daten der anonymen User werden in Echtzeit segmentiert; handelt es sich um bekannte Kunden, können die Informationen mit anderen, bereits vorhandenen Daten aus einem CRM-System, einer Supportdatenbank oder E-Mailsystemen verknüpft werden. Im idealen Fall sollte es sogar möglich sein, dafür auch Daten von Einkäufen im stationären Handel mit heranzuziehen. Im Rahmen der auf einer Segmentierung aufbauenden Personalisierung erhalten Kunden optimal auf ihren aktuellen Kontext abgestimmte individuelle Informationen. Das können etwa Informationen zu Produkten und Services sein, die für den Kunden aufgrund seiner Branchenzugehörigkeit, seines Standorts, seiner Position im Unternehmen oder seiner Bestellhistorie interessant sind.
Fortlaufend aktuelles Kundenprofil
Letztlich geht es bei einer Personalisierungsstrategie darum, dass Interessenten und Kunden an jedem Kontaktpunkt der Customer Journey als Individuum wahrgenommen werden. Ein fortlaufend aktuelles Kundenprofil liefert in Echtzeit die neuesten Daten dazu, was den Besucher in einem konkreten Augenblick interessieren könnte. Unternehmen sind durch die Personalisierung in der Lage, die Konversionsraten zu steigern, die Kundenprofitabilität zu verbessern sowie intensivere Kundenbeziehungen über alle Kanäle hinweg in Rahmen einer Omnichannel-Strategie aufzubauen und zu pflegen.

Michael Heuer ist seit mehr als 25 Jahren in den Bereichen Managed Services, Management Consulting und IT-Vertrieb aktiv. Bei Acquia ist er als Country Manager – Central Europe (DACH) tätig.
Über Acquia
Acquia ist die Digital Experience Company. Die
(ID:44583311)