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Zukunft Personal 2016 Recruiting zwischen Mensch und Maschine

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Arbeitgeber verwenden viel Zeit darauf, passende Bewerber für ihre offenen Stellen zu finden. Um die Personalsuche zu beschleunigen und zu vereinfachen, setzen Unternehmen immer häufiger automatisierte Softwareanwendungen ein: „Robot Recruiting“ gewinnt an Bedeutung.

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Um die Personalsuche zu beschleunigen und zu vereinfachen, setzen Unternehmen immer häufiger (teil)automatisierte Softwareanwendungen ein: „Robot Recruiting“ gewinnt an Bedeutung.
Um die Personalsuche zu beschleunigen und zu vereinfachen, setzen Unternehmen immer häufiger (teil)automatisierte Softwareanwendungen ein: „Robot Recruiting“ gewinnt an Bedeutung.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Wie die Personalgewinnung dennoch menschlich bleibt, beleuchtet das dreitägige Programm der Messe Zukunft Personal auf einer eigenen Bühne. In der Keynote Arena der diesjährigen Zukunft Personal spricht parallel dazu Heike Scholz, Gründerin der Onlineplattform „mobile zeitgeist“, über mobile Trends.

Intelligente Systeme basierend auf Big und Smart Data verändern die Talentsuche derzeit einschneidend. „So wie Fahrer-Assistenzsysteme Autofahrern den Weg von A nach B erleichtern, ist es auch im Recruiting: Automatisierte Softwaresysteme unterstützen Personaler zum Beispiel bei der Auswahl der Bewerber“, so Wolfgang Brickwedde, CEO des Institute for Competitive Recruiting (ICR), der die Kongressbühne „Trendforum Personalgewinnung“ der Zukunft Personal an allen drei Messetagen moderiert. Werden demnach bald Roboter das Recruiting übernehmen oder brauchen wir mehr Menschlichkeit im Wettbewerb um Talente? Diese Frage steht im Zentrum des Programms zum Thema „Recruiting zwischen Mensch und Maschine“.

Recruiter-Assistenzsysteme im Visier

In Vorträgen, Diskussionen und Streitgesprächen betrachten Experten das Spannungsfeld aus verschiedenen Blickwinkeln. Recruiter debattieren zum Beispiel über Software, die Stellenanzeigen per Knopfdruck im Netz verteilt, und über automatisierte Talentsuchmaschinen in Businessplattformen. Thema sind außerdem Robot-Telefoninterviews, die Einblicke in das Zusammenspiel von Persönlichkeit, Kommunikation und Verhalten der Bewerber liefern sollen und Software zur Erstellung einer Persönlichkeitsprofilanalyse samt passender Text-Vorschläge für die gezielte Ansprache per E-Mail. Im „HR-Battle“ treffen unter anderem Blogger und Personalberater Henrik Zaborowski und Jonas Jatsch, Personaler von der Baloise Group, aufeinander. Im Duell müssen sie sich den Fragen von „Ringrichter“ Dr. Winfried Felser, Vertreter der Zukunftsinitiative Personal (ZiP) und Geschäftsführer von NetSkill Solution, stellen.

Grenzen von Robot Recruiting

Den neuen technischen Möglichkeiten sind heute allerdings noch Grenzen gesetzt. Arbeitgeber verfügen oftmals nicht über die passenden Daten oder wissen nicht, wie sie daraus Erfolgsmuster ableiten können. Handlungshilfen bekommen sie dazu auf der Zukunft Personal unter anderem von Blogger Christoph Athanas (meta HR Unternehmensberatung), der mit einer aktuellen Studie zum Thema „Cultural Fit“ Licht ins Dunkel bringt: Er führt aus, wie Unternehmen messen können, ob Bewerber zu ihnen passen. Wie die datenoptimierte Stellenanzeige aussehen könnte, erläutert Michael Witt, Teamleiter Recruiting von Voith, anhand seiner Erfahrungen aus der Praxis. Ein Alltagsproblem steht auch in einer Podiumsdiskussion der Zeitschrift „Personalwirtschaft“ auf der Agenda: „Initiativbewerbungen: Lust oder Last für Recruiter?“, fragt Moderator und Stellvertretender Chefredakteur Cliff Lehnen.

Mobile Revolution – Kommunikation von morgen

Kommunikationsplattform, Shoppingtool oder Bezahlungsweg – mobile Geräte, allen voran Smartphones, sind aus unserem Leben kaum noch wegzudenken. Dies verändert die Art und Weise, wie Menschen Informationen aufnehmen: Die Ansprüche an mobile Kommunikation wachsen, auch im Recruiting. Die Gründerin der Onlineplattform „mobile zeitgeist“, Heike Scholz, erläutert am ersten Messetag, Dienstag, 18. Oktober, um 16.30 Uhr, in einem Vortrag in der Keynote Arena, wie es aus ihrer Sicht mit der digitalen Transformation weitergeht. An der anschließenden Diskussion rund um die mobile Revolution im Recruiting beteiligt sich Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer der Online-Jobbörse StepStone.

Ein weiterer Höhepunkt am ersten Messetag ist um 12 Uhr die Verleihung des Gütesiegels „Deutschlands Beste Jobportale“: Rund 14.000 Bewerber und über 7.000 Arbeitgeber haben im Vorfeld darüber abgestimmt, welche Online-Jobbörsen sie bevorzugen. Besucher können sich direkt auf der Messe über deren Angebote informieren, denn die einschlägigen Jobbörsen sind als Aussteller vertreten. Neue Lösungen für das Recruiting zeigen neben den Anbietern in Halle 3.1 (Bereich Recruiting & Consulting) auch viele Gründer im Start-up Village in der Halle 2.1.

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Über die Zukunft Personal 2016:

Die Zukunft Personal in Köln ist Europas größte Messe für Personalmanagement. Das Themenspektrum reicht von Recruiting und Personaldienstleistungen über betriebliche Weiterbildung, Leadership und Arbeitsrecht bis hin zu Personal-Software und der Zukunft der Arbeitswelt. Die Leitmesse für das Human Resource Management bietet ein einzigartiges Begleitprogramm auf Kongressniveau – mit Vorträgen, Diskussionen und verschiedenen interaktiven Formaten. Drei Tage lang stehen innovative Lösungen und Networking in der Personal-Community im Mittelpunkt: Geschäftsführer, Personalverantwortliche, Mitarbeiter von Personalabteilungen und Organisationsentwickler verschaffen sich auf der Zukunft Personal einen Überblick über den Markt an Produkten und Dienstleistungen und tauschen sich mit Gleichgesinnten über die Trends in der Personalarbeit aus.

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