Sprachassistenten im B2B

So können digitale Sprachassistenten das Business modernisieren

| Autor / Redakteur: Frank Panser / Georgina Bott

Digitale Sprachassistenten sind dank Künstlicher Intelligenz in der Lage viele alltägliche Aufgaben zu beschleunigen.
Digitale Sprachassistenten sind dank Künstlicher Intelligenz in der Lage viele alltägliche Aufgaben zu beschleunigen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Zukunft ließt und tippt nicht mehr, zumindest wenn es nach der Vision von Herstellern von Sprachassistenten mit Künstlicher Intelligenz (KI) geht. Diese Assistenten können allerdings nicht nur den privaten Alltag erleichtern, auch im Business bieten sie einige Vorteile.

Unter dem Stichwort „Smart Speaker“ erleichtern digitale Sprachassistenten, wie Alexa, Siri und Google Home, Menschen das Leben zu Hause. Jetzt nehmen die nützlichen Alltagshelfer auch Einzug in die Business-Welt. Ihr Ziel: Die Usability von Business-Software nachhaltig verbessern und neue Vertriebskanäle schaffen.

Wie funktionieren künstliche Sprachassistenten?

Sprachassistenten der Kategorie „Smart Speakers“ sind ein Mix aus Lautsprechern mit Mikrofon und Software (KI), die vorhandene Apps steuern. Sie verstehen gesprochene Befehle, worin ihre Herausforderung liegt. Über Voice-User-Interfaces(VOI), den spracherkennenden Schnittstellen der Smart Speakers, lassen sich verbal gezielte Abfragen in Steuerungsbefehle für Apps oder Business-Software übersetzen. Die sprachbegabte KI übernimmt den Programmstart, versteht darauf aufbauende Aufforderungen und leitet diese an die gewünschten Apps weiter. So können zeitraubende manuelle Zwischenschritte, wie Suchanfragen über die Tastatur, Mouse oder Touchscreen, entfallen. Hierzu erhalten die Apps Zugriff auf verschiedene Datenbanken – zum Beispiel Standard-Apps auf Smartphones für Kontakte, Kalender oder Aufgaben. Über Schnittstellen können aber auch komplexe Vorgänge einer Business-Software abgebildet werden. Sie verbinden Informationen in Sekundenschnelle und geben diese als Sprache aus.

Was sind die Vorteile von Sprachassistenten im B2B?

Und genau darin liegt der Hauptnutzen für B2B Anwendungen. Tägliche Büroaufgaben, Übersetzungen, Anleitungen, Berechnungen und Auswertungen werden assistiert. Lange Klickpfade und das „Nicht-Auffinden“ von versteckten Menüs rauben den Angestellten keine Zeit. Mittels Sprachassistenten rufen die Anwender mündlich gezielt Informationen ab, während sie gleichzeitig manuell andere Anwendungen nutzen oder sich ungebunden vom Arbeitsplatz bewegen können. Dies ist schneller und einfacher als mit grafischen Oberflächen, spart Zeit und gestaltet die Arbeit effizienter. Komplexe Business Software wird hierdurch benutzerfreundlicher, was es Mitarbeitern ermöglicht sie zielgerichtet und intensiv zu nutzen. Neue Mitarbeiter finden sich schneller zurecht und benötigen mit der unterstützenden Sprachsteuerung keine lange Einarbeitungszeit mehr. Lange Klickpfade und versteckte Menüs beziehungsweise Optionen innerhalb der Software können einfach über die Sprache angesteuert werden.

Künstliche Sprachassistenten – Zukunftsmusik im B2B?

Mit jeder Anwendung lernen Sprachassistenten aufgrund ihrer KI dazu. Damit entwickeln sie sich zu immer nützlicheren Assistenten im Alltag. Sicher sind die aktuellen Funktionen von digitalen Sprachassistenten noch eingeschränkt. Das gilt besonders im B2B Umfeld. Dennoch arbeiten Hersteller sprachgesteuerter KI-Software sowie Business-Softwarehersteller intensiv an der Weiterentwicklung ihrer Funktionen. Sicher spielt hier noch etwas Zukunftsmusik mit. Aber wer hätte schon vor fünf Jahren gedacht, dass „Jeder Vierte Chatbots“ nutzen möchte? Schon heute sind viele praktische Funktionen nutzbar.

Das aktuell erfolgreichste Produkt bietet Amazon mit dem digitalen Sprachassistenten Amazon Echo an. Google bietet mit seinem sprachgesteuerten Lautsprecher Google Home ähnliche Funktionen. Apple begeistert seine Smartphone-Besitzer mit Siri und Samsung stellt seinen Nutzern Bixby an die Seite. Die Geräte gewähren mit ihrer KI-Software eine Reihe nützlicher Funktionen für den Heimgebrauch. Laut einer aktuellen Studie steuern sie Smart-Home Komponenten. Sie schalten auf mündlichen Befehl hin Lichter und Fernseher an und aus. Außerdem werden Standard-Apps für Wettervorhersagen, Musiktitel, Termine, Einkaufslisten und Nachrichten genutzt. Der Einsatz in den eigenen vier Wänden erfreut sich immer mehr Beliebtheit – weltweit.

Neben der Begeisterung für mehr Bequemlichkeit im Privaten, bieten digitale Sprachassistenten aber vor allem Unternehmen Vorteile. Schon heute übernehmen Smartphones durch Spracheingabe einfache Aufgaben im Office-Alltag. Die häufigsten Szenarien sind dabei das Herstellen von Anrufen, Schreiben von Textnachrichten und die Online-Recherche. Dabei sind das lediglich die Standard-Funktionen, die auf die Daten des eigenen Smartphones beschränkt sind. Werden diese Funktionen mit einer CRM Software gekoppelt erhält jeder Mitarbeiter seinen persönlichen Assistenten. Amazon und Google erlauben es zu diesem Zweck jede Drittsoftware anzubinden. Sogenannte Skills (Alexa) oder Actions (Google Home) übernehmen dabei die Übersetzung von Sprache in ausführbare Software-Befehle und umgekehrt. Auch im B2B-Bereich eröffnen sich hierdurch neue Potenziale. Prinzipiell kann jedes Unternehmen durch die Möglichkeiten von Smart Speakern profitieren.

Kundenservice und Kundensupport– Erreichbarkeit rund um die Uhr

Digitale Sprachassistenten im Kundenkontakt? Das ist keine Zukunftsvision mehr. Chatbots sind bereits erfolgreich im Einsatz und beantworten Kundenfragen per Chat – rund um die Uhr. Gleiches bieten Smart Speaker. Sie sind kosteneffiziente Anlaufstellen für Service und Support. Smart Speaker nehmen Kundenanfragen an und übermitteln den Kunden die gewünschten Auskünfte. Dank der Sprachassistenten überwinden sie die zeitlichen Barrieren zwischen Unternehmen und ihren Kunden.

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