B2B-Onlineshops einführen – Teil 1

Warum Produktdatenmanagement wichtig ist

| Autor / Redakteur: Michael Märtin / Georgina Bott

Das eigene Produktdatenmanagement spielt für Onlineshops eine wichtige Rolle. Denn die Produkte müssen so bildhaft und detailliert wie möglich dargestellt werden.
Das eigene Produktdatenmanagement spielt für Onlineshops eine wichtige Rolle. Denn die Produkte müssen so bildhaft und detailliert wie möglich dargestellt werden. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Möchten B2B-Unternehmen einen Onlineshop einführen, legen die verantwortlichen Entscheider ihren Fokus häufig zunächst auf die Auswahl und Einführung eines geeigneten Shop-Systems. Viele begehen dabei einen fatalen Fehler: Sie unterschätzen die Bedeutung, die das eigene Produktdatenmanagemen hat.

Wer im E-Commerce aktiv sein will, muss seine Produkte so bildhaft und detailliert wie möglich beschreiben. Schließlich kann der Kunde sie weder anfassen noch testen. Darum sollten Entscheider bei der Einführung einer passenden Shop-Lösung immer auch das Produktdatenmanagement auf der To-Do-Liste haben

Produktdaten sind der Schlüssel zum Erfolg

Bei der Konzeptionierung und Umsetzung eines E-Commerce-Projekts halten B2B-Entscheider das eigene Produktdatenmanagement meistens für völlig ausreichend – wie sonst hätte das Unternehmen derart viele Abschlüsse erzielen können? Doch im Onlinehandel sind es informative und detaillierte Produktdaten, die oft den entscheidenden Kaufimpuls geben. Wo vorher ein Vertriebsmitarbeiter mit Musterkoffer und Hochglanz-Katalog überzeugt hat, bleibt jetzt nur die bestmögliche digitale Präsentation der Waren. Außerdem sind detaillierte Artikeldaten äußerst wichtig für die interne Shop-Suche: Nur aussagekräftige Produktinformationen liefern zuverlässige Suchergebnisse, erlauben ein zielgerichtetes Filtern umfangreicher Produktsortimente und erhöhen die Sichtbarkeit der Waren in den Suchmaschinen. Die Qualität der Produktdaten steht damit in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erfolg des Onlineshops. Darum sind eine initiale Aufbereitung und regelmäßige Pflege Pflicht. Doch häufig entpuppen sich fehlende, unvollständige oder in unterschiedlichen Formaten und Systemen vorliegende Produktdaten im Laufe des Projekts als kritischer Faktor der E-Commerce-Lösung.

Achtung! So gefährlich ist schlechtes Produktdatenmanagement

Datenmanagement

Achtung! So gefährlich ist schlechtes Produktdatenmanagement

01.06.17 - Für Hersteller und Händler gilt: Je qualitativer die Produktinformationen, umso besser. Schließlich geben sie oftmals den entscheidenden Kaufimpuls. Doch wie gelingt effizientes Produktdatenmanagement? lesen

Sind die Produktdaten fit für den Onlineshop?

Im Vorfeld der Einführung eines Onlineshop-Systems sollten Unternehmen gemeinsam mit Ihrem Dienstleister eine Reihe von Fragen erörtern:

  • Wie viele Produkte gibt es?
  • Welche Produkttypen gibt es (einfache Produkte, konfigurierbare Produkte, zusammengesetzte Produkte, Sets)?
  • Wie schnell ändern sich die Produktdaten und müssen im Shop entsprechend aktualisiert werden?
  • Sind die tatsächlichen Echtzeit-Bestände für den Betrieb des Onlineshops erforderlich?
  • Werden Produkttexte mehrsprachig gepflegt?
  • Gibt es kundenspezifische Produktpreise?
  • Werden einige Sortimente oder Produkte nur an bestimmte Kunden oder in bestimmte Länder geliefert?
  • Gibt es unterschiedliche Währungen?
  • Liegen die Produktinformationen granular oder nur in einer Artikelbeschreibung als Fließtext vor?
  • Wie gut ist die Datenqualität?
  • In welchen Systemen liegen die Produktdaten?

Eine sorgfältige Beantwortung der Fragen liefert wertvolle Hinweise darauf, ob das bisherige Produktdatenmanagement für den erfolgreichen Betrieb eines Onlineshops ausreichend ist. Erfahrungsgemäß erfordert die bisherige Pflege der Produktdaten nicht den Grad an Präzision und Detailliertheit, der für das Digitalisierungsprojekt nötig ist. Infolgedessen liegen die Informationen üblicherweise in unterschiedlichen Formaten und auf diverse Systeme verteilt vor. Ein Teil der Daten ist vielleicht im ERP-System erfasst, viele weitere Attribute halten die Mitarbeiter manuell in Excel-Listen vor, und weitere Details befinden sich einzig im Print-Katalog. Sollte das der Fall sein, sollten Unternehmen parallel zur Einführung eines Onlineshops ein bedarfsgerechtes Produktdatenmanagement aufbauen.

* Im zweiten Teil der Serie „B2B-Onlineshops einführen“, der am 28. Februar hier auf marconomy.de erscheint, lesen Sie, welche Möglichkeiten es zur Produktdatenpflege gibt und warum die Einführung eines Onlineshops Hand in Hand gehen sollte mit einem professionellen Produktdatenmanagement.

5 Ansätze für die Produktdatenpflege

B2B-Onlineshops einführen – Teil 2

5 Ansätze für die Produktdatenpflege

28.02.18 - Im ersten Teil der Serie haben Sie erfahren, warum Produktdaten der Schlüssel für einen erfolgreichen E-Commerce sind. Für die Pflege der produktbezogenen Informationen gibt es allerdings verschiedene Ansätze – mit ganz unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. lesen

Michael Märtin ist geschäftsführender Gesellschafter der atlantis media GmbH
Michael Märtin ist geschäftsführender Gesellschafter der atlantis media GmbH (Bild: atlantis media GmbH)

Über den Autor

1994 war Michael Märtin Mitbegründer und ist seitdem Geschäftsführer der atlantis media GmbH, einer Agentur für digitale Geschäftsprozesse und moderne E-Commerce-Systeme. Während die Kernthemen zunächst die Entwicklung und der Vertrieb von Branchenlösungen waren, erweiterte Märtin das Portfolio rund um die Themen Internet, E-Commerce und digitale Geschäftsprozesse. Heute ist das Unternehmen mit Firmensitz in Hamburg ein moderner Internet-Dienstleister mit über 30 Mitarbeitern.

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