Onlineshops im Geschäftskundenbereich

Was unterscheidet den E-Commerce im B2B vom B2C?

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Leistung und Ausfallsicherheit

Wie auch im B2C-Bereich, nutzt die Erfüllung all dieser Anforderungen jedoch nichts, wenn die E-Commerce-Plattform für Kunden nicht oder nur eingeschränkt erreichbar ist. Ein Serverausfall verursacht nicht nur ärgerliche Verzögerungen, sondern auch zusätzliche Kosten. Etwa wenn Komponenten nicht rechtzeitig bestellt und just-in-time geliefert werden können. Außerdem muss ein B2B-Shop eventuell Millionen von Produktdaten bereitstellen und schnell verarbeiten können. Der B2B-E-Commerce stellt deshalb ganz besonders hohe Anforderungen an eine stabile Serverarchitektur, das Hosting und die Performance.

Rechtliche Anforderungen

Auch im deutschen Rechtsraum gibt es natürlich Vorschriften, die den Onlinehandel regulieren. Im Gegensatz zum B2C, bei dem Händler gegenüber ihren Kunden Informationspflichten beim Fernabsatzkauf beachten und sich an die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) halten müssen, gelten zwischen Kaufleuten auch die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) mit abweichenden Gewährleistungsvorschriften und Rügepflichten. Auch sind die AGBs dementsprechend anders formuliert und können zum B2C-Geschäft abweichende Klauseln enthalten. Gleichzeitig muss ein B2B-Shopbetreiber aber hinreichend deutlich machen, dass sich sein Angebot nur an B2B-Kunden richtet.

Service

Ein weiterer Unterschied betrifft das Serviceangebot. So können Unternehmen mit einem intuitiven, übersichtlichen und B2B-spezifischen Self-Service im Kundenkonto punkten: Etwa mit einem Rücksendenummer-Antragsprozess, einer transparenten Darstellung der Lieferkette, der übersichtlich strukturierten Anzeige von Rechnungen und Lieferscheinen oder der Möglichkeit unternehmenseigene Artikelnummern mit den Produkten der B2B-Plattform verknüpfen zu können. Deutlich sichtbare und unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten zu einem persönlichen Ansprechpartner runden das Angebot ab.

Trends

Ein aktueller Trend im B2C- wie B2B-Geschäft sind Produktkonfiguratoren. Diese Tools müssen eine Vielzahl unterschiedlichster Produktdaten nach ihren inhärenten Abhängigkeiten fehlerfrei und leistungsfähig miteinander verknüpfen und transparent im Shop darstellen können – inklusive des korrekten, individuellen Endpreises. Dies gelingt nur, wenn das Shopsystem performant auf unterschiedliche Datenquellen und Systeme zugreifen kann.

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