KI-Studie Weniger als ein Fünftel der Entscheider sehen kritisches Denken als Priorität in einer KI-geprägten Arbeitswelt

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Eine Studie von Alteryx zeigt, dass 74 Prozent der Führungskräfte in Deutschland Bedenken gegenüber KI-generierten Antworten haben, aber dennoch nicht die Kompetenzen priorisieren, die zur Risikominderung beitragen könnten.

Keine Zeit für Skepsis: „Der rasante Aufstieg von KI erfordert, dass Entscheider jetzt die Belegschaft der Zukunft aufbauen und gestalten, um zu wachsen.“(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Keine Zeit für Skepsis: „Der rasante Aufstieg von KI erfordert, dass Entscheider jetzt die Belegschaft der Zukunft aufbauen und gestalten, um zu wachsen.“
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Während sich Führungskräfte und Personalverantwortliche in Deutschland auf einen KI-getriebenen Wandel auf dem Arbeitsmarkt vorbereiten, entwickeln sich viele bestehende Rollen weiter oder werden obsolet, was zu veränderten Anforderungen an die Arbeitskräfte von morgen führt. Die Studie „Defining the Enterprise of the Future“ von Alteryx zeigt jedoch eine Diskrepanz zwischen den Fähigkeiten und Eigenschaften, die derzeit bei der Einstellung von Mitarbeitenden im Vordergrund stehen, und den Eigenschaften, die erforderlich sind, um die Vorteile von KI zu nutzen.

Neue Rollen wie der Chief AI Officer entstehen

KI wirkt sich bereits jetzt auf Belegschaften aus. Deshalb müssen Unternehmen einen Schritt voraus sein und neue Fähigkeiten entwickeln, um sich optimal auf diese transformierte Unternehmenslandschaft vorzubereiten.

  • 68 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Rolle des Chief AI Officer, der mit allen Geschäftsbereichen von der IT über Compliance bis hin zu Personalteams zusammenarbeitet, entscheidend für eine ganzheitliche KI-Strategie sein wird. Weltweit haben im Moment nur etwas mehr als 400 Personen den Titel CAIO in ihrer LinkedIn-Stellenbezeichnung.
  • Die drei obersten Plätze auf der Liste dringlichster Einstellungsprioritäten belegen KI-Anwendungsingenieure (40 Prozent), die für das Design und die Entwicklung von KI-gestützten Modellen verantwortlich sind, KI-Wissenschaftler (35 %), die die Innovation und Erforschung von KI-Systemen vorantreiben, und Software-Ingenieure (31 Prozent), welche neue Systeme aufsetzen.
  • Vergleichsweise wenige Unternehmen geben an, dringend AI Whisperer (21 Prozent) und Prompt-Ingenieure (16 Prozent) einstellen zu wollen, um mit KI-Systemen zu kommunizieren und diese zu steuern. Der Arbeitsmarkt wird sich in dieser Hinsicht noch stark verändern, da 62 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass diese Positionen unbedingt erforderlich sein werden, sobald generative KI von der Phase der Erkundung zur großflächigen Anwendung übergeht.

Die Zukunft bringt ein neues Verständnis für Daten und IT-Teams

Die Studienergebnisse erlauben Einblicke in die Zukunft von Unternehmen und zeigen, welche Rollen überflüssig werden, welche neuen Positionen entstehen und welche Fähigkeiten für die KI-gestützte Ära erforderlich werden.

  • Zu den technischen Fähigkeiten, die überflüssig werden, gehören repetitives Programmieren (28 Prozent), Datenbankverwaltung (22 Prozent), einsprachige Softwareentwicklung (18 Prozent) und KI/ML-Entwicklung (16 Prozent).
  • 56 Prozent der Befragten geben an, dass die Abteilungen ihrer Unternehmen derzeit sehr isoliert arbeiten. Allerdings glauben 50 Prozent, dass die Datenteams der Zukunft dezentralisiert agieren müssen, um sicherzustellen, dass alle nötigen Daten den entsprechenden Teams zur Verfügung stehen.
  • 60 Prozent der Befragten geben an, dass es in den nächsten drei Jahren einen Überschuss an Talenten im Bereich der fortgeschrittenen Technologien geben wird, und 71 Prozent sind der Meinung, dass es aufgrund der zunehmenden Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit generativer KI-Tools einen allgemeinen Überschuss an Talenten im Tech-Bereich geben wird.

Neue Prioritäten auf dem Tech-Arbeitsmarkt

Im Allgemeinen besteht der Konsens, dass die Bedeutung menschlicher Arbeit in einer Welt der KI zunehmen wird, da Menschen das tun, was KIs nicht können. Dennoch zeigen die Ergebnisse der Studie eine Diskrepanz in Hinsicht auf die erforderlichen Qualifikationsschwerpunkte. Trotz der gut dokumentierten Qualifikationslücken von KI, bei denen die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt, setzen viele Unternehmen bei der Rekrutierung immer noch auf Talente mit ausgeprägten technischen Fähigkeiten. Doch die Unabdingbarkeit von Soft Skills für die Zusammenarbeit mit intelligenten Systemen und die Hinterfragung ihrer Ergebnisse wird immer deutlicher.

  • Nur 35 Prozent der Befragten geben an, dass der Aufbau von Soft Skills und die Vorbereitung auf die Transformation des Arbeitsmarkts wichtige Überlegungen für eine Welt der KI sind.
  • Zwar sagen 77 Prozent der Befragten, dass es für ihre Mitarbeitenden wichtiger ist, vielseitig qualifiziert zu sein, als sich auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren. Dennoch liegen die Prioritäten bei der Weiterbildung nach wie vor eher bei den Hard Skills als bei den Soft Skills.
  • Fachkenntnisse in den Bereichen KI, Software, Datenanalyse und Data Mining sowie Finanzanalyse und Planung rangieren alle vor den gefragtesten Soft Skills, darunter Datenkompetenz, strategisches Denken, digitale Kompetenz und Teamführung.
  • 57 Prozent der Befragten nennen Kreativität als die wichtigste Fähigkeit, die Menschen in einer von KI geprägten Arbeitswelt benötigen, gefolgt von Emotionalität (39 %), Moral (33 %) und kritischem Denken (39 %). Dennoch nannten nur 18 Prozent kritisches Denken und 27 Prozent Kreativität als eine der drei an den dringlichst benötigten Fähigkeiten.
Der rasante Aufstieg von KI erfordert, dass Entscheider jetzt die Belegschaft der Zukunft aufbauen und gestalten, um zu wachsen. Andernfalls riskieren sie, den Anschluss an eine Zukunft zu verlieren, die von einem tiefgreifenden Wandel der für das Zeitalter der Intelligenz erforderlichen Fähigkeiten geprägt sein wird

Libby Duane Adams, Chief Advocacy Officer bei Alteryx

Ausblick

Nicht alle Mitarbeitenden müssen Datenwissenschaftler werden. Es geht vielmehr darum, eine Kultur der kreativen Problemlösung zu fördern und zu lernen, Geschäftsprobleme durch eine analytische Linse zu betrachten. Wir müssen über alle Ebenen hinweg zusammenarbeiten, um Mitarbeitende zu befähigen, Daten für ihre täglichen Aufgaben zu nutzen. Nur durch kontinuierliche Investitionen in die Verbesserung der Datenkompetenz können Unternehmen die beruflichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass alle „die Sprache der Daten“ verstehen und KI für vertrauenswürdige, ethisch einwandfrei Ergebnisse einsetzen können.

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