GenZ im B2B? Wie tickt die Gen Z? – Ein Leitfaden für B2B Marketer

Ein Gastbeitrag von Kristina Geißler* 4 min Lesedauer

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Die Gen Z ist in einer Welt aufgewachsen, in der Smartphones und Social Media dominieren. Erfahren Sie, was B2B Marketer beachten müssen, um die Zielgruppe dennoch zu erreichen.

Digital, locker, direkt: Welche Bedürfnisse hat die heranwachsende Gen Z in Hinblick auf B2B Marketing und wie erreichen Sie die „Generation Smartphone“?(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Digital, locker, direkt: Welche Bedürfnisse hat die heranwachsende Gen Z in Hinblick auf B2B Marketing und wie erreichen Sie die „Generation Smartphone“?
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Die Generation Z, geboren zwischen Mitte der 1990er und Anfang der 2010er Jahre, stellt in vielerlei Hinsicht eine Revolution im Medien- und Konsumverhalten dar. Aufgewachsen in einer Welt, in der das Smartphone allgegenwärtig ist und soziale Medien wie TikTok und Instagram dominieren, unterscheidet sich diese Generation grundlegend von ihren Vorgängern. Diese Entwicklung beeinflusst nicht nur die Art der Informationsbeschaffung, sondern auch das Konsumverhalten und die Interaktion mit Marken und Unternehmen.

Aktuelle Studien zeigen, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer im digitalen Raum immer kürzer wird. Eine Analyse von Google-Nutzern ergab, dass 50 Prozent ein Suchergebnis innerhalb von neun Sekunden verlassen und nur 9 Prozent über die erste Seite der Suchergebnisse hinausgehen. Besonders auffällig ist, dass jüngere Nutzer, darunter die Generation Z, eher zu den ersten drei Ergebnissen tendieren.

Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass sie in den Top-Ergebnissen der Suchmaschinen präsent sind. Dies erfordert eine gezielte Suchmaschinenoptimierung (SEO) und eine starke Online-Präsenz, um die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Gen Z optimal zu nutzen.

Unterschiede im Suchverhalten

Die Generation Z nutzt das Internet intuitiv und effizient, um Informationen zu finden. Im Gegensatz zu früheren Generationen, die sich oft durch mehrere Seiten mit Suchergebnissen klicken, erwartet die Gen Z schnelle und präzise Antworten. Sie nutzt zunehmend visuelle Plattformen wie TikTok und Instagram, um Informationen zu finden und sich inspirieren zu lassen. Diese Plattformen bieten kurze, ansprechende Inhalte, die leicht zu konsumieren sind.

Ältere Generationen neigen dazu, ausführlichere Artikel und traditionelle Medienquellen zu bevorzugen. Dies bedeutet, dass Unternehmen ihre Inhalte diversifizieren müssen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Vorlieben der verschiedenen Generationen gerecht zu werden.

Strategie für B2B Marketer

Um sowohl die ältere als auch die jüngere Generation effektiv zu erreichen, müssen Marken ihre Kommunikationsstrategien anpassen. Für die Generation Z bedeutet dies, auf Plattformen präsent zu sein, die sie regelmäßig nutzt. TikTok und Instagram beispielsweise werden nicht nur zur Unterhaltung genutzt, sondern auch als Hauptquelle für Nachrichten und Empfehlungen zu Produkten und Dienstleistungen. Dies bedeutet nicht, dass jedes B2B Unternehmen zwingend einen eigenen TikTok-Kanal benötigt. Es ist jedoch entscheidend, dass Marken auf allen Kanälen, die Kunden nutzen, auffindbar sind.

Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass ihre Informationen konsistent und auf Kanälen wie TripAdvisor oder Gelbe Seiten präsent sind, um Verwirrung und Frustration zu vermeiden. Laut des Yext-Berichts 'Die Macht der digitalen Präsenz’' kann die Verwaltung der Unternehmensdaten über ein breites Netzwerk von Publishern zu einem Anstieg der Klicks bei Google um 186 Prozent führen. Dies unterstreicht die Bedeutung einer umfassenden digitalen Präsenz zur Verbesserung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen und der Kundenbindung.

Die Inhalte sollten zudem so aufbereitet werden, dass sie die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf sich ziehen. Kurze Videos, Influencer-Marketing und interaktive Inhalte sind hier besonders effektiv. Ebenso ist es im B2B Bereich wichtig, relevante und wertvolle Informationen schnell zugänglich zu machen. Unternehmen sollten ihre SEO Strategien optimieren und sicherstellen, dass ihre Inhalte in den Top-Suchergebnissen erscheinen. Darüber hinaus sollten sie auf eine starke Präsenz in beruflichen Netzwerken wie LinkedIn achten, um auch die ältere Zielgruppe anzusprechen.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Konsistenz und Genauigkeit der Informationen, die ein Unternehmen online zur Verfügung stellt. Wenn auf Google Maps andere Öffnungszeiten angegeben sind als auf der eigenen Website oder in anderen Verzeichnissen, kann dies zu Verwirrung führen und sich negativ auf das Ranking in den Suchmaschinen auswirken. Unternehmen müssen daher sicherstellen, dass ihre Informationen auf allen Plattformen korrekt und konsistent sind. Denn: Unternehmen, die ihre Daten mit 50-75 Prozent ihres Publisher-Netzwerks synchronisieren, verzeichnen laut Yext-Bericht einen Anstieg der Website-Klicks von Google um 95 Prozent.

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Fragen an allen Kontaktpunkten

Die eigene Website bleibt ein zentrales Instrument in der Customer Journey. Sie dient nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als wichtiger Kontaktpunkt zu potenziellen Kunden. Gerade für die Gen Z, die sich vor einem Kauf ausführlich online informiert, ist eine gut gestaltete und mobil optimierte Website wichtig. Zu den Basisinformationen gehören Öffnungszeiten und Adressen, Informationen über Dienstleistungen und das Produktportfolio sowie ein Bereich mit häufig gestellten Fragen (FAQs).

Gerade für Unternehmen mit mehreren Standorten kann die manuelle Pflege der Online-Präsenz auf verschiedenen Plattformen schnell mühsam werden. Tools wie das von Yext zur zentralen Verwaltung von so genannten Listings können hier hilfreich sein. Sie sorgen dafür, dass alle Informationen konsistent und aktuell gehalten werden, was nicht nur die Benutzerfreundlichkeit erhöht, sondern auch das Ranking in den Suchmaschinen deutlich verbessert.

Technische Umsetzung: Von CMS bis KI

Um diese Strategien erfolgreich umzusetzen, bedarf es einer soliden technischen Infrastruktur. Unternehmen sollten in einen Knowledge Graph investieren, um Informationen für Marken zu speichern, zu organisieren und zu strukturieren. Dieser moderne Ansatz erleichtert das effektive Verwalten und Optimieren von Inhalten. Tools für Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Datenanalyse sind ebenfalls entscheidend, um die Performance der Inhalte zu überwachen und zu verbessern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning. Diese Technologien können dabei helfen, personalisierte Inhalte zu erstellen und die Interaktion mit den Konsumenten zu automatisieren, um schnell auf ihre Bedürfnisse reagieren zu können. Beispielsweise können Chatbots rund um die Uhr Fragen beantworten und dabei helfen, die Bedürfnisse und das Verhalten der Kunden besser zu verstehen. Anhand dieser Daten können personalisierte Marketingstrategien entwickelt und der Kundenservice optimiert werden.

Fazit: Kontinuierliche Anpassung notwendig

Die Bedürfnisse und Erwartungen der Generation Z ändern sich ständig und erfordern von den Unternehmen kontinuierliche Anpassungen und Innovationen. Die Überprüfung und Aktualisierung der eigenen Online-Präsenz, das Reagieren auf Bewertungen und die Pflege der Website sind dabei nur einige der schnellen Hebel, die Unternehmen nutzen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

*Kristina Geißler ist Senior Director Client Solution Enterprise für Zentraleuropa bei Yext.

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