Weihnachtswahnsinn

Auf der Suche nach dem richtigen Corporate Gift

| Autor / Redakteur: Jaron Pazi* / Muteber Karacan

Corporate Gifts sind der Anfang eines Dialogs. Das richtige Geschenk transportiert Wertschätzung für den Kunden.
Corporate Gifts sind der Anfang eines Dialogs. Das richtige Geschenk transportiert Wertschätzung für den Kunden. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Auch wenn vermutlich noch niemand daran denken möchte, die Weihnachtszeit steht vor der Türe. Und mit ihr die Frage, womit man Kunden und Mitarbeitern eine kleine Freude bereiten kann. Bei der Frage nach dem richtigen Corporate Gift stoßen viele Unternehmen an ihre Grenzen.

Das zeigt sich an dem Schrott, der sich alljährlich zur Weihnachtszeit auf den Schreibtischen sammelt und dann direkt in den Müll wandert. Nichts ist unnötiger als unnötige Corporate Gifts, die für Kunden, Mitarbeiter und schlussendlich auch für das Business keine Relevanz haben. Denn einfach nur das eigene Unternehmenslogo auf ein Gadget kleben und darauf hoffen, dass es eine Botschaft von Wert und Wichtigkeit vermittelt, wird wohl kaum den gewünschten Effekt liefern. Worauf sollte man also achten, damit der Schuss nicht nach hinten los geht?

Ein Geschenk ist der Anfang eines Dialogs

Zunächst einmal sollte man sich klar machen, warum wir schenken. Psychologen sind sich einig: Schenken ist Kommunikation und jede Gabe sendet eine bestimmte Botschaft. Daraus ergeben sich entscheidende Vorteile für Unternehmen. Denn wer ein Geschenk erhält, wird wie bei einem Gespräch darauf antworten wollen. Eine nette Geste dient daher in erster Linie als Türöffner und manifestiert sich im Kommunikationsaustausch, also in der Interaktion. Das dient nicht nur der Bestandskundenpflege, sondern hilft auch bei potentiellen Neukunden im Gedächtnis zu bleiben. Dasselbe gilt für Mitarbeiter und mögliche Kandidaten, mit denen man bereits Kontakt hatte. Denn die meisten Menschen freuen sich über ein Geschenk und werden sich unbewusst sogar verpflichtet fühlen, in irgendeiner Form etwas zurückzugeben, sei es auch nur mit einem Danke und positiv abgespeicherten Emotionen.

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Kleinigkeiten haben großes Potenzial

Überlegt ausgesucht, können auch kleine Firmengeschenke dem Beschenkten nicht nur Freude machen, sondern zugleich auch ein persönliches und dennoch subtiles Statement für das eigene Branding setzen. Im Idealfall erzielt der Schenkende drei positive Effekte mit der richtigen Geschenkewahl: Er überzeugt mit einer positiven Außendarstellung, kommuniziert Wertschätzung gegenüber Kunden und Mitarbeitern und hebt sich zugleich von der Konkurrenz ab. Auf diese Weise werden Kunden und Mitarbeiter den Schenkenden intensiver wahrnehmen und die Marke wird nachhaltig in den Köpfen der Beschenkten verankert.

Wertschätzung – das A und O

Das richtige Geschenk transportiert Wertschätzung und das lohnt sich schon per se. Das gilt vor allem bei Geschenken für die Mitarbeiter. Viele Arbeitnehmer fühlen sich nicht ausreichend geschätzt. Nicht selten bleibt es an Weihnachten bei der Weihnachtsfeier, wobei ein Tag sicherlich nicht ausreicht, um die gute Leistung eines gesamten Jahres zu würdigen.

Dabei sind Mitarbeiter, die das Gefühl bekommen, dass ihr Arbeitgeber sich um ihr Wohlbefinden kümmert, um einiges engagierter und insgesamt positiver eingestellt. Wer die Weihnachtsfeier mit einem persönlichen Geschenk verbindet zeigt, dass er gerne die Extrameile geht und eine Arbeitgebermarke etablieren möchte, die Werte hat.

Schenken statt Werben lautet die Devise

Platte Werbegeschenke sind fehl am Platz. Bei der Wahl des richtigen Präsents sollte sich der Schenkende in seine Zielgruppe hineinversetzen, um dem Geschenk eine persönliche Note zu geben. Immerhin geht es um ein Signal der Achtung. Das heißt aber auch, achtsam zu sein, damit sein Geschenk nicht in der Mülltonne landet und damit als völlig überflüssig erklärt wird. Zudem gilt es dringlich zu vermeiden, dass das Geschenk als verzweifelter Bestechungsversuch verstanden wird.

Damit Absichten nicht fehlschlagen, sollte man besonders aufmerksam sein und einen individuellen Weg gehen. Das funktioniert am besten, wenn man den Empfänger persönlich adressiert oder Möglichkeiten zur Personalisierung anbietet, etwa indem man Freiraum zur Selbstgestaltung schafft. Darüber hinaus sollte das Geschenk, stolz auf die Marke machen und wertvoll für den Beschenkten sein. Der materielle Wert und finanzielle Aspekt stehen dabei nicht im Zentrum. Vielmehr geht es um Gefühle, Sympathien und Sinnhaftigkeit. Und natürlich um Botschaften, die Wertebewusstsein statt Konsumdenke vermitteln.

Nachhaltigkeit findet seine Fortsetzung bei Corporate Gifts

Grüne Weihnachtsgeschenke liegen voll im Trend und wem es bis dato vor dem Geschenke-Wahnsinn an Weihnachten stets gegraut hat, findet dank nachhaltiger Geschenkideen den optimalen Kompromiss. Statt nutzlosem Überkonsum, bieten solche Geschenke immer einen Nutzen, der nicht weg zu argumentieren ist. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein grünes Geschenk verbindet die Unternehmensbotschaften mit nachhaltigen Zielen und überzeugt auf diese Weise mit einer sympathischen und positiven Außenwirkung.

Wer sich als Unternehmen der Verantwortung stellt und nachhaltig agiert, hebt sich auch von der Konkurrenz ab. Zudem lassen sich so auch neue, jüngere Zielgruppen erreichen, die großen Wert auf Klimaschutz und werteorientiertes Handeln legen. Die Millennials beispielsweise sind die Generation mit dem stärksten Nachhaltigkeitsbewusstsein. Darüber hinaus stärkt nachhaltiges Handeln die Kunden- bzw. Mitarbeiterbindung. Denn alle werden Teil von etwas Großem. Das Gefühl zu etwas Positivem beizutragen, macht Konsumenten zu potenziellen Markenbotschaftern und je besser ein Unternehmen seine Nachhaltigkeitsmaßnahmen kommuniziert, umso mehr lässt sich erreichen.

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Wie Geox mit einem grünen Geschenk punktet

Ein gutes Beispiel für eine gelungene Geschenkeaktion zu Weihnachten zeigt das italienische Modeunternehmen Geox. Im Rahmen eines breiteren Nachhaltigkeits-Innovationsprojekts, ließ Geox unter der Leitung von Nativa und in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium sowie seinem Partner Treedom den gesamten Lebenszyklus eines Sneaker-Paares aus der Kinder-Produktlinie Junior Maltin analysieren. Diese Analyse diente als Startschuss für eine auf die gesamte Geox-Kollektion anwendbare Lösung zur Etablierung eines rundum umweltschonenden Unternehmens.

Zur Kommunikation und Förderung der Initiative auf interner Ebene wollte Geox seine Mitarbeiter aktiv mit einbinden und ihnen an Weihnachten zugleich ein Zeichen der Wertschätzung mitgeben. Dabei entschied sich Geox für ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, um die Belegschaft für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Jeder bekam eine "Treebox" zum Fest. Darin war ein Karton aus recyceltem Papier, aus dem die Mitarbeiter einen Weihnachtsbaum basteln konnten. Dazu gab es einen Gutschein-Code zum Pflanzen eines echten Baumes im eigenen Unternehmenswald in Haiti.

Das Besondere? Die Geschenkbox beinhaltete zudem ein persönliches Schreiben des Firmenchefs. In diesem wies er darauf hin, dass Geox es sich zum Ziel gesetzt hat, innerhalb der nächsten zwei Jahre eines der fortschrittlichsten Unternehmen der Branche in Bezug auf nachhaltige Innovation zu werden. Zugleich betonte er, dass diese Botschaft der erste Schritt zur vollständigen Einbeziehung und Mobilisierung der Belegschaft sei, die auf den täglichen Entscheidungen eines jeden Einzelnen beruhten.

Auf diese Weise nutzte Geox die Möglichkeit, die eigenen Unternehmensbotschaften mit einer innovativen Geschenkidee zu verbinden und den bereits erbrachten Einsatz persönlich erlebbar zu machen. Insgesamt lag die Conversion bei 51% und die Angestellten erhalten bis heute regelmäßig Updates zu ihrem Baum und dem Projekt vor Ort.

* Jaron Pazi ist County Manager bei Treedom.

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