Anbieter zum Thema
In Zukunft sei es unerlässlich, dass Unternehmen sich selbst hinterfragen, die eigenen Regeln brechen und enger zusammenarbeiten, da nur gemeinsam etwas geschaffen werden kann. „Nichts entsteht nur aus einem Unternehmen und wir müssen auch nicht immer etwas neues kreieren. Es geht einzig und alleine darum, gemeinsam etwas zu (er)schaffen, von dem am Ende jeder profitiert“, erklärte Burkhardt und erwähnte dabei, dass diese Form des „Wissens-Austauschs und Zusammenarbeit“ auch bei den großen Playern im Silicon Valley praktiziert wird. Am Ende des Tages gehe es seiner Meinung nur um eines – back to human! „Alles, was wir machen, muss dem Menschen dienen. Deshalb muss auch die Technik dem Menschen dienen und nicht der Mensch der Technik!“
Digitalstrategie als Teil der Unternehmensstrategie
Wie man die digitale Transformation durch eine gute Zusammenarbeit innerhalb eines Unternehmens meistert, und eine erfolgreiche Digitalstrategie entwickelt, erfuhren die Marketingprofis von Thomas Ochs, CIO der Villeroy & Boch AG. „Eine tragfähige und klar formulierte digitale Unternehmensstrategie ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der digitalen Transformation“, so sein Credo. Ochs zeigte in seinem Praxis-Case, wie es seinem Unternehmen gelungen ist, die Geschäftsprozesse von ursprünglich länderspezifisch organisierten IT-Abteilungen hin zu einer global und durchgängig agierenden Unternehmens-IT zu vereinheitlichen. Voraussetzung hierfür war, dass das Unternehmen bereit für Veränderungen war: „Digitalisierung bedeutet eine disruptive Veränderung im Unternehmen. Die Auswirkungen sind dabei erheblich. Sie verändert das Unternehmen in Hinsicht auf die Wertschöpfungs- und Supportprozesse, die Kommunikation und Zusammenarbeit.“ Laut Ochs ist es unerlässlich, die Digitalstrategie als Teil der Unternehmensstrategie zu betrachten. Hierbei sei es wichtig, die Unternehmensvision, Ziele, Chancen und die damit verbundenen Tätigkeiten festzulegen: „Eine Präzisierung ist notwendig, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, Risiken aktiv zu managen und die wirtschaftlichen Vorteile für das Unternehmen zu maximieren.“
FC Bayern München – Erfolg rund um den Globus
Einen interessanten Blick über den Tellerrand des B2B-Bereichs hinaus lieferte Benjamin Steen, Head of digital projects and CRM der FC Bayern München AG. Dieser erläuterte, wie es dem amtierenden Deutschen Fußballmeister gelingt, seine riesige Zahl an Fans weltweit rund um die Uhr mit News und werthaltigem Content zu bedienen und die Digitalisierung zur internationalen Fanbindung zu nutzen. Dabei streut der deutsche Rekordmeister über unzählige Kanäle den ganzen Tag über Informationen rund um das Geschehen an der Säbener Straße. Steen machte deutlich, dass es dem FC Bayern bei seiner Ausrichtung enorm wichtig ist, ein Verein zum Anfassen zu sein, der trotz seiner Größe und der Erfolge eine Fannähe zulässt.
Nach viel Input nutzen die rund 200 Marketingprofis die Kaffeepause, um die Vorträge noch einmal Revue passieren zu lassen und sich mit Branchenkollegen auszutauschen, ehe der letzte Teil des Tagungsprogramms auf dem Plan stand.
Aus stumpfen Standardtätigkeiten ausbrechen und voneinander lernen
Diesen eröffnete Trendexpertin Birgit Gebhardt mit Ihrer Keynote „New Work Order - die neue Logik der intelligenten Kommunikation“. Dabei stellte sie vor, wie sich die digitale Transformation auf die Unternehmenskommunikation auswirkt und wie die Industriekommunikation den Mehrwert der Digitalisierung nutzen kann. Für sie ist die Vernetzung ein wesentlicher Aspekt der digitalen Transformation, deshalb ermunterte sie die Teilnehmer dazu, aus stumpfen Standardtätigkeiten auszubrechen. „Es ist wichtig, sich wieder auf humane Fähigkeiten, wie das Lernen voneinander, die kreative Ideenfindung, das empathische Kundenverständnis sowie die intuitive Interaktion und Teamgeist bei der Arbeit zu konzentrieren“, so ihre Forderung. Als Folge davon werden klassischen Kompetenzen von Kommunikation und Marketing auch in andere Abteilungen driften, die sich stärker vernetzen – sowohl nach innen als auch nach außen.
Den Abschluss des sehr interessanten Vortragsprogramms bildete der Schauspieler, Speaker und Autor Johannes Warth, der mit seinem sehr unterhaltsamen und dennoch tiefgründigen Vortrag „Mut tut gut oder wie überlebe ich im 21. Jahrhundert?“ das Publikum nicht nur zum Staunen, Lachen und „standing ovations“ brachte, sondern dabei auch klare Botschaften vermittelte und zum Nachdenken anregte.
Die NACHT DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION powered by Evalanche
Im Anschluss an das Tagesprogramm lud der bvik alle Teilnehmer zur NACHT DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION powered by Evalanche ein. Bei herrlichem Wetter und einem sommerlichen BBQ im bezaubernden Innenhof des ehemaligen Zisterzienserklosters ergab sich viel Zeit für Gespräche und den Austausch unter Branchenkollegen.
Außerdem wurde von Premium-Partner Lighthouse ein Zeppelin-Rundflug über den Bodensee verlost. Musikalisch umrahmt wurde der Networking-Abend von ONEWOMAN Entertainment – Djane Ingrid Häfner, die mit Ihrer Musik für eine stimmungsvolle Atmosphäre und einen tollen Ausklang eines Tags ganz im Zeichen der Industriekommunikation sorgte.
Der Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik) wurde 2010 gegründet und ist eine unabhängige Organisation für Marketing-Verantwortliche der Industrie und Profis der B2B-Kommunikationsbranche. Der Verband hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit zwischen Industrieunternehmen und Kommunikationsdienstleistern zu fördern, zu verbessern und zu professionalisieren. Er bietet seinen Mitgliedern eine Plattform für Austausch, Wissensvermittlung und Dialog.
(ID:44761271)