Marketing-Infrastruktur

Change – einfach mal anfangen!

| Autor / Redakteur: Tony Vormelcher / Georgina Bott

Um als Steuermann ein Projekt zu lenken und schnell und effektiv reagieren zu können, sollten sich Marketer mit der Planung an sich befassen statt mit aufgeblähten Prozessen und dem Werkzeug zu kämpfen.
Um als Steuermann ein Projekt zu lenken und schnell und effektiv reagieren zu können, sollten sich Marketer mit der Planung an sich befassen statt mit aufgeblähten Prozessen und dem Werkzeug zu kämpfen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Marketer, die ihre Marketingplanung immer noch in einer Tabellensoftware erledigen sind leidgeprüft. Die Anwendungen erleichtern zwar den Büroalltag in vielerlei Hinsicht, den hohen Anforderungen an zeitgemäße Planungs- und Steuerungsprozesse werden sie nicht gerecht.

Zeit, im 21. Jahrhundert anzukommen. Digitalisierung, Agilität und Marketing-Automation sind der Sound, den man zur Zeit überall vernehmen kann. In der Realität müht man sich ausgerechnet im Marketing vielerorts noch immer, Daten zu Kampagnen, Messen, Budgets und vorhandenen Ressourcen in kleinteilige und komplexe Tabellen-Sheets zu pressen.

Allein der Entstehungsprozess ist schon langwierig und wird besonders dann zur Qual, wenn Dokumente von mehreren Beteiligten gleichzeitig bearbeitet werden wollen oder im „Worst Case“ ein Dokument auf seinem Weg durch die Instanzen von einem der Akteure versehentlich beschädigt worden ist.

Mehr Zeit für Strategie

Das Resultat sind dann auch meist unübersichtliche, informationsüberflutete Papierrollen, mit denen man locker ganze Wände tapezieren kann. Dabei muss das Ergebnis doch maximal aussagekräftig sein und den aktuellsten Status wiedergeben – um daraus rasch Entscheidungen ableiten zu können. Kurz gesagt: Als Steuermann muss man ein Projekt lenken sowie schnell und effektiv reagieren können.

Statt mit der Planung selbst, kämpfen die Marketing-Steuerleute dann mit aufgeblähten Prozessen und dem Werkzeug selbst. Ein Anachronismus, der wertvolle Zeit für wichtige strategische Aufgaben raubt. Es gilt: Im (Wettbewerbs-)Vorteil ist der, der auf die richtigen Tools setzt – und die gibt es zur Genüge am Markt.

Irgendwann muss man einfach anfangen

Oft sind sich Unternehmen ihrer unzureichenden Infrastruktur durchaus bewusst. Es fehlt jedoch die Kraft aus der Erkenntnis Konsequenzen abzuleiten. Warum?

Gründe für diesen Strukturkonservatismus sind in der Regel sehr subjektiver, fast schon autosuggestiver Natur. Man hat es sich einfach bequem gemacht in „seiner Excel-Listen-Welt“ – und es klappt ja auch irgendwie. Gründe, warum man gerade jetzt nicht von der bewährten Lösung abrücken will, gibt es viele – „never touch a running system“ lautet die Devise.

Auch für Marketing-Steuerleute gilt: Im (Wettbewerbs-)Vorteil ist der, der auf die richtigen Tools setzt.
Auch für Marketing-Steuerleute gilt: Im (Wettbewerbs-)Vorteil ist der, der auf die richtigen Tools setzt. (Bild: Byteconsult und Shutterstock)

Richtig ist: sich von liebgewonnenen Prozessen und Arbeitsweisen zu verabschieden und sich komplett neu zu erfinden, kostet Energie und Kraft. Möglicherweise erweist sich die Einführung einer neuen Lösung als problematisch, weil Bestandssysteme nicht kompatibel sind. Oder man will abwarten, wie die Lösung der Nachbarabteilung funktioniert. Alles das kann passieren, ist jedoch kein Grund nicht damit anzufangen!

Je länger gewartet wird, umso schwerer wird es festgetretene Pfade zu verlassen. Viele Software-Anbieter bieten selbstverständlich Support bei der Systemeinführung. Auch spezialisierte Dienstleister können beispielsweise beim notwendigen Projektmanagement unterstützen, wenn die eigenen Ressourcen nicht ausreichen. In jedem Fall muss jedoch irgendwann der erste Schritt gemacht werden. Ansonsten wird man von der Zukunft nicht nur überholt, sondern überrundet.

Fehlende Management-Attention

Wesentliches Hemmnis für den konsequenten Change ist oft die fehlende Unterstützung aus dem Management. Oft spielen die Kosten eine entscheidende Rolle. Warum Geld in ein Thema investieren, was aktuell ja irgendwie auch so funktioniert? Der Change beginnt da, wo der Nutzen klar wird. Neben unbestreitbaren Zugewinnen für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, sind durch geeignete Software-Systeme häufig immense Effizienzpotenziale realisierbar. Klare Argumente für verantwortungsbewusste Führungskräfte. Eine gründliche Analyse der konkreten Business-Potenziale und intendierten Effekte unerlässlich – und dafür muss man sich die Zeit nehmen.

Jascha Bräuer ist Abteilungsdirektor Handelskommunikation Mobilität der Santander Consumer Bank AG.
Jascha Bräuer ist Abteilungsdirektor Handelskommunikation Mobilität der Santander Consumer Bank AG. (Bild: Santander Consumer Bank)

Praxiscase auf den B2B Days 2017

Welche Effekte tatsächlich durch die Einführung einer Marketing-Software realisierbar sind und wie sich Arbeitsweisen und Haltung in einer Marketing-Abteilung dadurch verändern, zeigt Jascha Bräuer, Abteilungsdirektor Handelskommunikation Mobilität der Santander Consumer Bank AG im Rahmen des Praxiscases „Nach außen auf Speed, intern auf Excel – Nur moderne Werkzeuge sicher Ihre Handlungsfähigkeit“ auf den marconomy B2B Days 2017 am 17. und 18. Oktober in Würzburg.

Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket für die B2B Days 2017 und erhalten Sie spannende Impulse und wertvolle Insights. Hier geht es zur Anmeldung.

Sie möchten erfahren, welche weiteren spannenden Cases und Vorträge auf den B2B Days vorgestellt werden und was Sie von unseren Experten lernen können? Informationen hierzu finden Sie im Programm der B2B Days 2017.

Tony Vormelcher ist Berater und Projektmanager bei ByteConsult.
Tony Vormelcher ist Berater und Projektmanager bei ByteConsult. (Bild: ByteConsult)

Über den Autor

Tony Vormelcher ist Berater und Projektmanager bei ByteConsult. Seine besonderen Kompetenzfelder liegen bei den Themen CRM-Strategie & -Integration sowie der strategischen Kommunikation, insbesondere im Bereich von Change-Prozessen innerhalb von Vertriebsorganisationen.

Über ByteConsult
Das optimale Zusammenspiel von Marketing und Informationstechnologie ist essenziell für Markterfolg, Rendite und Wachstum jedes Unternehmens. Die ByteConsult GmbH stellt konstruktive Verbindungen zwischen beiden Bereichen her und vereint als erfolgreiches Beratungsunternehmen die Kompetenzen erfahrener Marketing-, IT- und Kommunikations-Experten.

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