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Umfrage Mitarbeiterzufriedenheit Deutsche Unternehmen wissen nicht, was ihre Mitarbeiter denken

| Redakteur: Jessica Eckenberger

Wie zufrieden sind deutsche Angestellte mit ihrem Arbeitsplatz? Und wie schneiden hiesige Arbeitgeber im internationalen Vergleich ab? Welche Länder noch an der Erfassung der Mitarbeiterzufriedenheit arbeiten müssen, zeigt eine aktuelle Studie.

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Ein Drittel der deutschen Unternehmen weiß nicht, was ihre Mitarbeiter denken. Dabei sollte Mitarbeiterzufriedenheit ganz oben auf der Unternehmens-Agenda stehen.
Ein Drittel der deutschen Unternehmen weiß nicht, was ihre Mitarbeiter denken. Dabei sollte Mitarbeiterzufriedenheit ganz oben auf der Unternehmens-Agenda stehen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Zufriedenheit am Arbeitsplatz steigert Produktivität und Kreativität. Sind Mitarbeiter hingegen unzufrieden, wirkt sich das nicht nur auf ihren persönlichen Alltag aus, sondern ist schlecht für das Geschäft. Aus diesem Grund sollte die Mitarbeiterzufriedenheit ganz oben auf der Agenda erfolgreicher Unternehmen stehen. Um dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, wurde eine Umfrage unter 5.000 Arbeitnehmern aus sieben verschiedenen Ländern durchgeführt.

Angestellte in den USA sind am glücklichsten, Deutschland rangiert im Mittelfeld

Die gute Nachricht ist, dass 30 Prozent der Angestellten die meiste Zeit sehr glücklich und 54 Prozent glücklich sind. Im globalen Vergleich gehen in den USA die meisten Beschäftigten gerne zur Arbeit: 54 Prozent von ihnen geben an, dass sie sehr glücklich und 39 Prozent, dass sie glücklich sind – dies macht die USA zu dem Land mit den glücklichsten Arbeitnehmern. Deutsche Angestellte liegen mit 24 Prozent sehr zufriedenen und 57 Prozent überwiegend zufriedenen Angestellten im mittleren Bereich. Im Vergleich sind die britischen Beschäftigten am wenigsten glücklich – fast ein Viertel von ihnen ist bei der Arbeit gar nicht oder nur sehr selten glücklich.

Es ist außerdem entscheidend zu wissen, was die Mitarbeiter motiviert, um sie so langfristig an das Unternehmen zu binden. Um dies herauszufinden, müssen wir verstehen, wann die Angestellten unzufrieden sind. Der Umfrage zufolge sind 34 Prozent der Arbeitnehmer unzufrieden mit ihrer Bezahlung. 35 Prozent der Beschäftigten finden ihre Arbeitsumgebung nicht inspirierend. „Zufriedenheit am Arbeitsplatz sorgt nicht nur für eine positive Atmosphäre, sondern ist auch gut für das Geschäft“, sagt Dan Zakai, CEO und Co-Founder von Mindspace. „Wir haben untersucht, was die Mitarbeiter glücklich macht, denn wir wissen, dass zufriedene Mitarbeiter engagierter, produktiver, kreativer und belastbarer sind. Sie haben zudem einen positiven Einfluss auf ihre Kollegen und bleiben länger im Unternehmen. Welcher Arbeitgeber sucht nicht genau das?“

Die Erfassung der Mitarbeiterzufriedenheit ist entscheidend, aber in vielen Ländern noch nicht selbstverständlich

Um Zufriedenheit und Engagement zu verbessern, sollten Unternehmen auf ihre Mitarbeiter hören. Überraschenderweise evaluiert fast ein Viertel der Unternehmen (23 Prozent) die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter überhaupt nicht. Geografisch gibt es große Unterschiede: In den USA führen lediglich 18 Prozent der Unternehmen keine Mitarbeiterumfragen durch, in Israel hingegen 38 Prozent. In Deutschland wissen 30 Prozent der Unternehmen nicht, was ihre Mitarbeiter denken. Damit verpasst fast ein Drittel der deutschen Unternehmen den ersten und wichtigsten Schritt zur Steigerung der Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeiter. So entgeht den Unternehmen ein wichtiges Instrument zur Verbesserung ihrer Unternehmensleistung.

*Quelle: Mindspace

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