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Preismanagement Die neue Welt des Handel(n)s – Preisdifferenzierung und Preisdynamisierung

| Autor / Redakteur: Prof. Dr. Markus B. Hofer* / Muteber Karacan

Im Gegensatz zur Preisbindung bei Büchern, gibt es für die meisten B2B Produkte keine feste Regelung zur Preisgestaltung. Viele Händler greifen daher mithilfe von Algorithmen auf Preisdifferenzierung oder Preisdynamisierung zurück. Doch dass die Kundenbeziehung aufgrund von solchen Methoden leiden kann, sollte auch bedacht werden.

Dynamisches Preismanagement – ständige Preisänderungen können den Kunden leicht verärgern. Auf was sollten wir bei der Preisgestaltung achten?
Dynamisches Preismanagement – ständige Preisänderungen können den Kunden leicht verärgern. Auf was sollten wir bei der Preisgestaltung achten?
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Dynamisches Pricing ist eine gerade für den Handel relevante Spielart der Preisdifferenzierung. Statt wie im klassischen Preismanagement üblich die Preise für einen gewissen Zeitraum zu fixieren, können sie sich im dynamischen Pricing täglich, stündlich und im Extremfall sogar im Sekundentakt ändern. Algorithmen berechnen automatisch nach vorgegebenen Strategien und Schemata die Preise und passen sie an. Dies soll zur Erreichung der Unternehmensziele wie Gewinnmaximierung und Wachstum führen. Kritisch ist jedoch der Einfluss dieser Maßnahmen auf Kundenzufriedenheit, Kaufverhalten und Loyalität zu hinterfragen. Dazu gilt es, einigen rechtlichen Bedenken Rechnung zu tragen.

Grundsätze des dynamischen Preismanagements und der Preisdifferenzierung

Hauptelement des dynamischen Preismanagements ist die preisliche Anpassung eines Produkts innerhalb kürzester Zeit. Dabei bildet die Frage, ob es sich um eine zeitbezogene Anpassung oder um eine Preisdifferenzierung aufgrund eines Kundenprofils handelt, den Kernpunkt. Zeitbezogene Veränderungen sind zum Beispiel die bei Tankstellen üblichen; zu einem bestimmten Termin erhöhen sich die Preise, zu einem anderen Zeitpunkt sinken sie.