Content Marketing Die richtigen Kanäle im Data-driven Storytelling finden

Ein Gastbeitrag von Michael C. Schmitt* 4 min Lesedauer

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Data-driven Storytelling stärkt Unternehmen und Führungskräfte durch fundierte, glaubwürdige Inhalte mit Blick auf deren Thought Leadership Ansatz. So werden auch Hidden Champions stärker sichtbar und unterstreichen ihr Know-how. Wie Daten erhoben werden, hat der erste Teil des Artikels bereits illustriert. Nun erfahren Sie, welche Medien und Kanäle zielführend sind beim Roll-out von data-driven Storytelling.

Daten sind ein wichtiges Hilfsmittel im Content Marketing: Durch den Einsatz von Studien und Daten sind Unternehmen in der Lage glaubwürdige Inhalte zu erstellen und eine tiefe Connection zur ihrer Zielgruppe herzustellen.(Bild:  Unsplash)
Daten sind ein wichtiges Hilfsmittel im Content Marketing: Durch den Einsatz von Studien und Daten sind Unternehmen in der Lage glaubwürdige Inhalte zu erstellen und eine tiefe Connection zur ihrer Zielgruppe herzustellen.
(Bild: Unsplash)

Mittels Daten-PR schaffen Firmen ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Autorität: Datenbasierte Geschichten untermauern Meinungen und Aussagen mit konkreten Fakten, sodass sich Trends mit verlässlichen Zahlen belegen lassen – und sich Thought Leader als Experten positionieren. Ferner können komplexe Sachverhalte visuell oder narrativ aufbereitet werden, was es erleichtert, emotionale Reaktionen bei der Zielgruppe hervorzurufen: Durch ein strategisches Storytelling werden abstrakte Daten greifbar und persönlich. Last, but not least: Data-driven Storytelling hilft, sich in der Kommunikation vom Markt abzuheben. Denn valide Daten liefern einzigartigen Mehrwert und heben sich von Wettbewerbern ab, die weniger fundiert argumentieren. Doch welche Kanäle und Medien sind zielführend, wenn es um den Roll-out von erhobenen Daten geht?

Pressemitteilungen und Fachartikel:

Unternehmen sollten ihre Daten als Basis für Pressemitteilungen verwenden, die über Statistiken und Trends informieren. Ferner bieten Fachartikel in Branchenmagazinen oder Online-Plattformen eine Gelegenheit, umfassendere Analysen und datenbasierte Geschichten zu präsentieren, die das Fachpublikum ansprechen.

Interviews und Medienanfragen:

Bei Medienanfragen können Unternehmen Daten nutzen, um ihre Argumente zu untermauern und Expertenpositionen darzustellen. Interviews mit Führungskräften oder Experten, in denen relevante Daten und Erkenntnisse geteilt werden, erhöhen die Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit der Marke.

Websites und Blogs:

Unternehmen können Datenvisualisierungen und informative Inhalte direkt auf ihren eigenen Plattformen veröffentlichen. So bieten beispielsweise Blogartikel, die auf Datenanalysen basieren, wichtige Erkenntnisse für die Zielgruppe. Ebenso eignen sich Online-Magazine oder Landing Pages für die Veröffentlichung von entsprechendem Content.

Social Media:

Plattformen wie LinkedIn und Instagram eignen sich hervorragend, um kurze, ansprechende Inhalte zu teilen, die neben Text auch Datenvisualisierungen oder Infografiken enthalten.

E-Mail-Newsletter:

Regelmäßige Newsletter bieten eine Möglichkeit, Daten und Insights gezielt an Interessierte zu kommunizieren. Unternehmen können hier detaillierte Berichte oder spannende Statistiken präsentieren, die für die Abonnenten relevant sind.

Webinare und Online-Events:

Diese Formate erlauben es Unternehmen, tiefere Einblicke in ihre Daten zu geben und interaktive Diskussionen zu fördern. Präsentationen, die Daten in Form von Geschichten erzählen, können hier besonders eindrucksvoll sein.

Videos und Podcasts:

Visuelle und auditive Formate sind effektiv, um komplexe Daten zugänglich zu machen. Unternehmen können Geschichten um ihre Daten herum entwickeln, die leicht verständlich sind, fachlichen Input vermitteln und ferner Emotionen ansprechen.

Printpublikationen:

Zur Vermittlung von Unternehmensbotschaften mittels datengestütztem Storytelling sind auch Formate wie (Mitarbeiter)Zeitung, Flyer, Broschüren oder eBooks gut geeignet.

Veranstaltungen:

Veranstaltungen, Messen und Meetings bieten ebenfalls Plattformen für Storytelling. Zu denken ist hier an Präsentationen auf der Bühne oder an Vermittlung von Input im 1:1 Gespräch.

Welche Beispiele illustrieren den Erfolg datengetriebener Content Marketing- und PR-Strategien?

  • Die Mystery Minds GmbH setzt auf datengetriebenes Storytelling, um die Bedeutung persönlicher Kontakte in der (digitalen) Arbeitswelt zu veranschaulichen. So wurde beispielsweise eine repräsentative Studie gemeinsam mit YouGov Deutschland GmbH durchgeführt, um das Phänomen der Einsamkeit am Arbeitsplatz zu untersuchen und die Auswirkungen von remoter und hybrider Arbeit zu bewerten. Außerdem hat die Studie konkrete Wünsche erfragt, um Einsamkeit bei den Studienteilnehmern abzubauen. Dieser Ansatz passt hervorragend zur Strategie von Mystery Minds, in der es darum geht, Mitarbeiternetzwerke aufbauen, Wissensaustausch zu ermöglichen und die Unternehmenskultur zu verbessern. Die Ergebnisse der Studie wurden mittels Medienarbeit an die Presse kommuniziert und dort mehrfach aufgegriffen. Sie wurden ferner über Social Media geteilt und auf Unternehmenswebsites sowie dem Firmenblog veröffentlicht. Vertriebsunterstützend ist die Studie zum Download verfügbar, wobei Interessenten ihre Kontaktdaten eingeben.
  • DCS Deutsche Clearing-Stelle: Das Unternehmen nutzt umfassende Datenanalysen, um Inhalte zu erstellen, die auf die Bedürfnisse ihrer B2B Kunden zugeschnitten sind. Insbesondere werden interne Datenquellen verwendet, um aktuelle Trends im Bereich der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zu bestimmen. So wurde beispielsweise im Rahmen des bAV Monitoring 2023 untersucht, welche Gruppen mittels einer bAV finanziell fürs Alter vorsorgen – beispielsweise unter Berücksichtigung des Alters und Geschlechts. Dabei zeigte sich, dass die Generation Z nur unzureichend in eine bAV investiert und Frauen weniger stark in eine bAV einzahlen als Männer. Die Fach- und Wirtschaftspresse hat die daraus hervorgegangene Pressemitteilung vielfach aufgegriffen: Ferner erfolgten PR-Platzierungen mittels Fachartikeln und Interviews. Auch via Social Media hat die DCS über die Datenanalyse kommuniziert. Damit gelang es der DCS, zusätzliche Zielgruppen zu erreichen und sich als Meinungsführer im Bereich der betrieblichen Altersversorgung zu positionieren.

Fazit

In der heutigen wettbewerbsintensiven Kommunikationslandschaft sind Daten ein unverzichtbares Werkzeug für erfolgreiches Content Marketing und schlagkräftige PR. Durch den geschickten Einsatz von Studien und Daten können Unternehmen nicht nur die Glaubwürdigkeit ihrer Botschaften erhöhen, sondern auch eine tiefere Verbindung zu ihrer Zielgruppe herstellen. Die Investition in eine fundierte Datenerhebung und -analyse zahlt sich aus, indem sie Unternehmen hilft, sich als Thought Leader zu positionieren und eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.

*Michael Chris Schmitt ist Autor des Buchs „Digitale B2B Kommunikation“ (Springer 2019) und Geschäftsführer der Kommunikationsberatung MTG Mind The Gap GmbH.

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