Mobile Mediennutzung von Pendlern

Diese sechs Nutzer-Typen sollten Sie kennen

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Das meiste wird dabei über Apps erledigt: 63 Prozent der Befragten nutzen „häufig“ Apps, 33 Prozent „gelegentlich“. Den Großteil machen Programme aus dem Bereich Kommunikation aus, gefolgt von sozialen Netzwerken, Nachrichten und Zeitungen, Verkehr beziehungsweise Navigation und Musik. Mit 83 Prozent führt Facebook die Rangliste der am häufigsten genutzten Apps an; es folgen YouTube, WhatsApp, Amazon und Google Maps. Ebenfalls in den Top-Ten vertreten: Der Blick auf den Kontostand, die Apps der Verkehrsverbünde, Wikipedia und die Rezeptdatenbank Chefkoch.de.

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Morgens News, abends Social

Werktags sind die meisten Pendler mit dem Bus (59 Prozent), der S-Bahn (43 Prozent), dem Zug (32 Prozent) und der U-Bahn (31 Prozent) unterwegs – knapp zwei Drittel benötigt pro Strecke jeweils zwischen 15 und 45 Minuten. Morgens geht der Trend dabei ganz klar zum Lesen, insbesondere zum Konsumieren von Nachrichten: Die am häufigsten genutzten Apps sind Spiegel Online (21 Prozent), n-tv (14 Prozent), Bild (16 Prozent) sowie iBooks und Amazon Kindle (15 Prozent). Abends ist dagegen Entspannung angesagt: Kommunikationsprogramme wie WhatsApp (67 Prozent) oder der Facebook Messenger (15 Prozent) liegen hier vorn. Auch YouTube und andere Musik-Apps werden häufiger geöffnet.

Werbung kommt nicht gut an

Eine große Herausforderung für Medien und Marketing ist die insgesamt hohe Ablehnung der User gegenüber In-App-Werbung: Rund 70 Prozent der Befragten – unter den 18- bis 35-Jährigen sogar knapp 80 Prozent – stört sich an Werbung, die in Apps eingeblendet wird. Lediglich ein Viertel antwortete hier, dass Werbung für sie kein Störfaktor ist. „In Befragungen wird Werbung in der Regel häufig als störend angegeben – obwohl die Testpersonen dann dennoch mit Werbung interagieren. Bei In-App-Werbung besteht derzeit allerdings auch noch ein deutliches Entwicklungspotential, was innovative und kreative Werbeformen betrifft. Dennoch gilt es für Werbetreibende wie für Agenturen, hier an neuen Konzepten zu arbeiten – wie unsere Ergebnisse zeigen, lassen sich Pendler beispielsweise stark von anderen klassischen Werbeträgern inspirieren“, erklärt Barbara Evans.

Out-of-Home- und TV-Werbung aktivieren besonders stark

Tatsächlich geben 65 Prozent der Befragten an, dass Out-of-Home-Werbung sie bereits dazu veranlasst hat, mit ihrem mobilen Gerät nach dem Abgebildeten zu suchen. Mit 58 Prozent folgt TV-Werbung, Zeitschriften bringen es auf 48 Prozent, Tageszeitungen und Schaufenster auf 36 bzw. auf 35 Prozent. „Während der ‘Couchtime‘ nutzen viele ihren ‘Second Screen‘, um Weiteres über die gesehenen Marken herauszufinden – TV und vor allem Out-of-HomeWerbung bieten ideale crossmediale Anknüpfungspunkte für die Kommunikation mit Pendlern“, so Evans.

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Zur Person: Barbara Evans

Barbara Evans
Barbara Evans
( Bildquelle: Mediaplus )
Barbara Evans ist Geschäftsführerin bei Facit Media Efficiency und Geschäftsleiterin bei Mediaplus Strategic Insights. Sie studierte an der Aston Universität in Birmingham und der Universität Bayreuth. Nach Stationen bei Media Center in Frankfurt, der World Wide Media Group in London, GFMO.OMD in Hamburg und der Allianz in München wechselte sie 2007 zur Serviceplan Gruppe. Im Haus der Kommunikation in München war sie zunächst als Unitleiterin Kommunikationsberatung tätig und übernahm 2010 die Geschäftsleitung des Bereichs Neuromarketing bei der Serviceplan-Tochter Mediaplus. Seit 2011 ist Evans Geschäftsleiterin der Forschungsabteilung Mediaplus Strategic Insights. Im Juli 2013 übernahm sie zusätzlich die Geschäftsführung der neu gegründeten Agentur Facit Media Efficiency, die sich auf die Erforschung von neuro- und verhaltenswissenschaftlichen Aspekten von Marken, ihren Botschaften und deren emotionaler Wirkung in ihren Medienumfeldern im Zusammenspiel mit dem Verbraucher spezialisiert hat.

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