Studie Digital Asset Management

Digital Asset Management in Deutschland – ein Marktbericht

| Autor / Redakteur: Peter ONeill / Julia Krause

Der Boom von Social Media, Digital Marketing und E-Commerce, gepaart mit immer mehr digitalen Kanälen, führt zu einem massiven Anstieg kommerziell eingesetzter digitaler Assets.
Der Boom von Social Media, Digital Marketing und E-Commerce, gepaart mit immer mehr digitalen Kanälen, führt zu einem massiven Anstieg kommerziell eingesetzter digitaler Assets. (Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Ich habe 750 Business- und IT-Entscheider im gehobenen Mittelstand in Deutschland zum Thema Digital Asset Management (DAM) befragt und die 15 bekanntesten DAM-Hersteller intensiv evaluiert. Die Ergebnisse der Studie zum DAM-Markt sowie meine Einblicke und Kommentare finden Sie in diesem Artikel.

In meiner Rolle als Research Director bei Research in Action, hatte ich kürzlich bereits die Ergebnisse einer globalen Digital Asset Management (DAM) Studie mit 1.500 Business-Verantwortlichen in aller Welt bekannt gegeben.

Jetzt haben wir auch den DAM-Markt in Deutschland intensiv evaluiert und den Marktbericht „Vendor Selection Matrix™ - Digital Asset Management 2019 – Deutschland“ veröffentlicht.

  • Die Ergebnisse basieren auf einer einzigartigen, überwiegend auf Umfragen beruhenden Methodik zur vergleichenden Herstellerbewertung mit vollem Fokus auf den deutschen Markt.
  • 60 Prozent der Bewertung ergibt sich aus der Befragung von 750 Business-Verantwortlichen in Unternehmen des gehobenen Mittelstandes und Großunternehmen aus Deutschland (mit mindestens € 50 Millionen Jahresumsatz), vor allem aus Geschäftsführung, Marketing und Vertrieb.
  • 40 Prozent der Bewertung basiert auf ausführlichen Interviews mit den Herstellern, Anwendern und der Einschätzung der Analysten (nicht nahezu 100 Prozent, wie bei anderen Reports).
  • Es wurden die Top 15 Anbieter von DAM Lösungen im deutschen Markt bewertet (basierend auf den Kundenbewertungen der Umfrage).

Allgemeines zu DAM und der Marktentwicklung

Das DAM-Verfahren beinhaltet das Speichern und Management digitaler Dateien, insbesondere digitaler Mediendateien wie Grafiken, Videos, Ton- und Textkomponenten, die für die Produktion digitaler Inhalte benötigt werden. DAM-Systeme können die digitalen Assets für verschiedene Anwendertypen katalogisieren und abrufen, die in den Abteilungen Marketing, Produktmanagement, Vertrieb, Service, Design und Fertigung eines Unternehmens tätig sind.

Unternehmen nutzen in ihrer Kommunikation zunehmend digitale Assets, insbesondere Rich Media-Assets wie Fotos und Videos. Der Boom von Social Media, Digital Marketing und E-Commerce, gepaart mit immer mehr digitalen Kanälen, führt zu einem massiven Anstieg kommerziell eingesetzter digitaler Assets. In einigen Branchen wie Fashion und Retail greifen die Unternehmen zudem verstärkt und dynamisch auf digitale Assets zurück, die von Nutzern und Kunden erstellt und veröffentlicht wurden. Diese Entwicklungen treibt den Markt für Digital Asset Management-Software enorm voran.

Was ist Digital Asset Management? Definition, Vorteile und Funktionen im B2B Marketing

Digital Asset Management

Was ist Digital Asset Management? Definition, Vorteile und Funktionen im B2B Marketing

25.11.19 - Multimediale Inhalte sind aus dem Online Marketing nicht wegzudenken. Eine gute Online Marketing Strategie eines Unternehmens kommt nicht ohne Bilder, Videos und Co. aus. Digitale Dateien, die so entscheidend für den Erfolg von Marketing Kampagnen sein können, sollten sorgfältig verwaltet werden, damit sie ihre Vorteile voll ausspielen können. lesen

Die Erkenntnisse aus der DAM-Studie 2019

  • 1. Weltweit haben wir 40 aktive Software- und SaaS-Anbieter gefunden, die DAM-Lösungen anbieten. Im Jahr 2018 beliefen sich die weltweiten jährlichen Softwarelizenz-, Wartungs- und SaaS-Einnahmen für DAM auf rund 2,5 Mrd. USD – mit einem jährlichen Wachstum von rund 20 Prozent. Die Liste der weltweit führenden DAM-Hersteller umfasst mehrere deutsche Anbieter, die global stark vertreten sind. Von den 15 in Deutschland genannten Top-DAM-Anbietern stammen neun aus der DACH-Region.
  • 2. Deutsche und europäische Unternehmen sind in der Regel weitaus prozessorientierter als nordamerikanische Unternehmen. Die Mitarbeiter sind meist auch kompetenter und in ihrer Fachdisziplin geschulter, als die Generalisten, die man in vielen US-amerikanischen Unternehmen findet. Dies, sowie die weitaus höheren Anforderungen im Umgang mit digitalen Assets in Bezug auf Compliance, Sicherheit und Datenschutz verhelfen DAM-Anbietern aus dem DACH-Raum zu einem Wettbewerbsvorteil. Sie kennen die lokalen Anforderungen über ihren Kundenkontakt und das meist gute Partnernetzwerk an und sie bieten geeignete Lösungen dafür – die häufig auch weltweit gefragt sind.
  • 3. Obwohl DAM eine ausgereifte Technologie ist, besteht eine große Nachfrage nach neuen DAM-Projekten und -Lösungen. Zwei Faktoren stechen dabei hervor: (1) Rich Media-Inhalte spielen eine immer größere, geschäftskritischere Rolle und Unternehmen geben mehr Geld dafür aus und suchen nach geeigneten Lösungen für die Automatisierung von DAM-Prozessen und für Kollaboration. (2) Immer mehr Unternehmen ermöglichen ihren Kunden die individuelle Gestaltung und Konfiguration von Produkten auf Websites, Kiosken oder anderen POS-Plattformen. Um dies zu leisten, müssen sie dynamische Assets verwalten, bereitstellen und in angegliederten Prozessen weiterverarbeiten. Dieser Trend, bei dem das DAM-System von statischen digitalen Dateien auf Varianten und Instanzen erweitert wird, ist heute bereits in der Fashion- und Retail-Branche zu spüren, und wird sich sicher auch auf andere Brachen erweitern. Wir würden diesen Trend als „DAM von außen nach innen" nennen, im Gegensatz zu den traditionellen „DAM von innen nach außen"-Projekten.
  • 4. Die fünf besten der 15 bekanntesten DAM-Anbieter in Deutschland sind (alphabetisch sortiert) Adobe, Bynder, censhare, Eyebase (CMB) und Sitecore. Die Anbieter Cavok (Peak-14), Canto, CELUM, Contentserv und Nuxeo vervollständigen die Top Ten. In den Positionen 11 bis 15 sind Anbieter Aprimo, Coremedia, Eikona-Media, OpenText sowie Open-Source-Anbieter.
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