Marketing und PR Ein Loblied auf die Symbiose von Marketing und PR

Ein Gastbeitrag von Lena Grün* 5 min Lesedauer

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Die deutsche Wirtschaft ist laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 2023 um 0,5 Prozent geschrumpft. Viele B2B Unternehmen reagieren auf wirtschaftlich unsichere Zeiten mit Budgetkürzungen. Marketingkosten sind oft die ersten, die dem Spardruck zum Opfer fallen. Dieser Artikel geht der Frage nach, warum das keine gute Lösung ist.

Knacken Sie das Schloss, das lange Zeit zwischen PR und Marketing vorhanden war, um Ihren Erfolg beim Kunden zu erhöhen. (Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Knacken Sie das Schloss, das lange Zeit zwischen PR und Marketing vorhanden war, um Ihren Erfolg beim Kunden zu erhöhen.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

In Krisenzeiten ist die Kombination von Public Relations (PR) und digitalem Marketing ist eine leistungsstarke und effiziente Lösung: Beide Disziplinen haben unterschiedliche Stärken und Herangehensweisen, die sich gegenseitig ergänzen und verstärken. In vielen Unternehmen wissen das PR-Team und das Team für digitales Marketing nicht, was der jeweils andere macht. Eine verpasste Chance! Durch die Kombination der beiden Disziplinen können Unternehmen ihre Marktpräsenz stärken, ihre Zielgruppen erreichen und ihren Umsatz steigern.

Werfen wir zum besseren Verständnis dieser Symbiose einen Blick auf die Definition von PR und digitalem Marketing:

PR vs. Digitales Marketing

Public Relations (PR) dient dazu, die Kernbotschaften einer Marke oder eines Unternehmens zu verbreiten, um das Image nachhaltig zu stärken oder aufrechtzuerhalten.

Digitales Marketing bezieht sich auf alle Marketingaktivitäten, die im Internet stattfinden, wie beispielsweise Suchmaschinenoptimierung (SEO), PPC-Kampagnen (Pay-per-Click) oder ähnliches. Unternehmen nutzen digitale Kanäle, um mit bestehenden und potenziellen Kunden dort in Kontakt zu treten, wo diese die meiste Zeit verbringen: Online.

Was sind die Vorteile einer Kombination von digitalem Marketing und PR?

Es ist noch gar nicht so lange her, da fand die Berichterstattung über Marken und Unternehmen ausschließlich in Zeitungen und Zeitschriften, Print wie Online, sowie in Radio und Fernsehen statt. Auch wenn diese Medien nichts von ihrer Relevanz verloren haben, haben Unternehmen heute mehr Möglichkeiten denn je, ihre Zielgruppen zu erreichen.

Aus diesem Grund gehen viele Unternehmen dazu über, ihre Bemühungen in den Bereichen Public Relations (PR) und digitales Marketing zu bündeln - oder sollten dies zumindest tun. Sehen wir uns also die Vorteile an, die sich aus der Kombination von digitalem Marketing und PR ergeben.

Mehr Kanäle nutzen, um Reichweite und Sichtbarkeit zu steigern

Die Erhöhung der Reichweite und des Bekanntheitsgrades ist eine Priorität für B2B Unternehmen, da sie sich direkt auf ihr Wachstum und ihren Erfolg auswirkt. PR trägt wesentlich zur Sichtbarkeit eines Unternehmens bei.

Gezielte PR-Aktivitäten wie Pressemitteilungen, Interviews, Gastbeiträge, Erwähnungen des Unternehmens in Zielpublikationen und eine positive Onlinepräsenz erhöhen die Chancen, dass potenzielle Kunden, Geschäftspartnern und Investoren auf das Unternehmen aufmerksam werden. Digitales Marketing bietet eine Vielzahl von zusätzlichen Kanälen, über die ein Unternehmen seine Zielgruppe erreichen kann, sei es über Social Media, E-Mail-Marketing oder Online-Werbung, wobei der Schwerpunkt bei allen Aktivitäten auf SEO liegt, damit Content auch wahrgenommen wird.

Leistungssteigerung durch Tracking-Analysen

Das Setzen und Messen von Zielen ist ein wesentlicher Bestandteil jeder erfolgreichen Kampagne, sowohl in der PR als auch im Marketing. Die Ziele müssen erreichbar und relevant sein. KPIs in der PR sind in der Regel die Anzahl der Impressionen, die Anzahl der Kernbotschaften in einem Artikel, die Anzahl der erreichten Zielmedien, der Share of Voice (SOV), die Steigerung der SEO (Suchmaschinenoptimierung) etc.

Eine Verbesserung der SEO führt zu einer höheren Sichtbarkeit, was wiederum die durchschnittliche Verweildauer auf einer Seite erhöht - eine wichtige Metrik auch im digitalen Marketing.

Im Internet können praktisch alle Aktionen der Kunden verfolgt werden (CTR, CPC, CR...). All diese KPIs tragen dazu bei, verwertbare Informationen für zukünftige Kampagnen zu erhalten.Dank der Analyse der Performance einzelner Kampagnen kann auf Spekulationen verzichtet werden.

Folgende Aspekte sollten hier betrachtet werden:

  • Targetierung und Zielgruppe
  • Engagement Rate
  • Herkunft der Besucher
  • Conversion Rate

Auch für die PR-Arbeit sind diese Zahlen von unschätzbarem Wert. Es gibt keinen besseren Datenpool über Zielgruppenpräferenzen, Reaktionen auf das Unternehmen und demografische Werte als digitale Marketingdaten. Von Plattform Insights aus den sozialen Medien bis hin zu Conversion-Informationen und Engagement-Statistiken - hier liegen alle Informationen vor, die man zur Analyse öffentlicher Meinungstrends benötigt.

B2B Unternehmen können die Leistungsfähigkeit ihrer PR- und Marketingkampagnen durch Tracking-Analysen verbessern. So können sie beispielsweise messen, wie viele Personen ihre Inhalte sehen oder wie oft sie auf ihre Website klicken. Diese Daten können dann genutzt werden, um die Kampagnen zu optimieren und die Ergebnisse zu verbessern.

Erfolgreichere Kundenbindung und mehr Leads

Eines der Hauptziele von PR ist der Aufbau von Vertrauen bei den Stakeholdern, einschließlich Investoren, Kunden und Partnern. Auf diese Weise kann PR auch zur Lead-Generierung beitragen. Digitales Marketing bietet die Möglichkeit, bestehende und potenzielle Kunden sehr gezielt mit Inhalten und Angeboten anzusprechen. Dadurch wird die Kundenbindung zusätzlich gestärkt und es können deutlich mehr Leads in kürzerer Zeit generiert werden.

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B2B Unternehmen können durch PR und digitales Marketing ihre Kundenbindung stärken und mehr Leads generieren. Beispielsweise können sie mithilfe von PR-Aktivitäten ihre Expertise in einem bestimmten Bereich unter Beweis stellen und damit Vertrauen bei potenziellen Kunden aufbauen. Mithilfe von digitalen Marketingkampagnen können sie dann gezielte Angebote an diese Zielgruppe richten.

Besserer Content mit Hilfe von Daten

Die Erstellung von Content spielt sowohl in der PR als auch im digitalen Marketing eine wichtige Rolle. Content kann aus Thought Leadership Artikeln, White Papers, Case Studies, Blogposts, Infografiken oder Videos bestehen, die speziell auf die Zielgruppe zugeschnitten sind. Wichtig ist, dass die Texte ansprechend, interessant und gut lesbar sind. Dazu wird die technische Seite der SEO mit der kreativen Seite des Schreibens verbunden.

Digitale Marketing-Tools liefern wertvolle Informationen über Engagement und Reaktionen, darüber, welche Keywords funktionieren und welche nicht, und ermöglichen so das Testen und Messen der Performance. Die Daten, die beispielsweise aus einem LinkedIn-Post gewonnen werden, können genutzt werden, um neuen Content zu erstellen, auf den die Zielgruppe wahrscheinlich reagieren wird.

Die aus den Daten gewonnenen Erkenntnisse können auch zur kontinuierlichen Verbesserung der PR Strategie genutzt werden. Je überzeugender der Content ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er von glaubwürdigen Medien aufgegriffen wird. Auf diese Weise können die Erkenntnisse aus digitalen Marketing-Tools zu einer noch erfolgreicheren PR Kampagne führen, die die Zielgruppe von B2B Unternehmen effizienter anspricht und so zu mehr Leads führt.

PR bringt langfristige, nachhaltige Ergebnisse, digitales Marketing bringt schnelle. Durch die Kombination der beiden Disziplinen können B2B Unternehmen ihre Reichweite und Sichtbarkeit steigern, die Leistungsfähigkeit ihrer Kampagnen verbessern, die Kundenbindung stärken und mehr Leads generieren. All das sorgt letzten Endes für einen höheren ROI.

Ausblick

Künstliche Intelligenz (KI) hat wesentlich dazu beigetragen, alte Barrieren zu überwinden und die Grenzen zwischen PR und digitalem Marketing zu verwischen und wird dabei in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. KI hat die Analyse demokratisiert, die früher Marketingexperten vorbehalten war.

Auch in der PR sind die Zeiten vorbei, in denen Strategien intuitiv entwickelt wurden. Insights, die auf Kennzahlen entlang der Customer Journey basieren, beeinflussen PR-Strategien heute nicht weniger als Marketingstrategien.

So kann beispielsweise ein einheitliches KI-Dashboard gleichzeitig den ROI von PR- und Marketingkampagnen verfolgen und damit eine bisher unerreichte ganzheitliche Sicht bieten. Das Ergebnis ist eine stärker integrierte Strategie mit größerer Wirksamkeit.

Gerade in Krisenzeiten sollten sich B2B Unternehmen die Chance nicht entgehen lassen, durch die Kombination von PR und digitalem Marketing ihre Marktpräsenz zu stärken, ihre Zielgruppen zu erreichen und ihre Umsätze zu steigern.

*Lena Grün ist Senior PR Consultant beiRed Lorry Yellow Lorry.

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