Ein Website Relaunch ist für viele Unternehmen ein zwingend notwendiges, aber gleichzeitig sehr komplexes Projekt. Welche Stolperfallen häufig auftauchen und wie man sie umgeht, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Ein Website Relaunch ist, wie ein Bauprojekt, kein leichtes Unterfangen. Dieser Beitrag gibt Einblicke in die größten Stolperfallen.
Viele tausend Werbebotschaften konkurrieren jeden Tag um unsere Aufmerksamkeit. Daher ist es als Unternehmen umso wichtiger, einen professionellen Webauftritt, der die eigene Zielgruppe bestmöglich erreicht und sich von der Konkurrenz abhebt, zu schaffen. Unternehmen, die einen großangelegten Website Relaunch planen, erhoffen sich davon in der Regel die Anpassung an aktuelle Design- und Technologie-Trends, vor allen Dingen aber bessere SEO Sichtbarkeit, mehr Traffic und am Ende mehr Anfragen und Umsatz.
Doch worin liegen die gängigsten Risiken und Fehleinschätzungen in einem solchen Projekt?
Gängige Stolperfallen vermeiden – ein Blick auf Agenturen und Unternehmen
Ein Website Relaunch hat etwas mit einem steilen Bergaufstieg gemeinsam: Er erfordert Ausdauer, aktive Mitarbeit aller Beteiligten und eine klare Sicht auf die Komplexität des Projekts. Wie bei jedem Aufstieg gibt es Risiken, die man beachten sollte – sowohl seitens Unternehmen als auch Agenturen.
Bei den Agenturen ist es der Verkaufsdruck, der häufig dazu führt, dass man mehr verspricht als das, was man letztendlich liefern kann. Unzufriedenheit und unnötige Komplikationen während des Projekts sind damit vorprogrammiert. Gleichzeitig versucht man hin und wieder, seine eigenen Produkte zu verkaufen, anstatt die beste Lösung für das spezifische Projekt zu finden. Auch ein Klassiker: Häufig ist anfangs unklar, wer die einzelnen Aufgabenbereiche letztlich umsetzen wird. Nach dem Prinzip: „Man führt die Gespräche mit dem Chef, übernehmen soll aber letztlich der neue Junior, der gerade erst eingearbeitet wird.“ Das führt zu Verzögerungen und – oft vermeidbaren – Komplikationen. Er empfiehlt daher jedem Unternehmen vor Projektvergabe die Agentur auf Herz und Nieren zu prüfen. Lieber konkrete Gespräche und ein Testprojekt, als große Pitches mit vielen PowerPoint-Präsentationen.
Was die Unternehmensseite angeht, werde die Komplexität eines Relaunch Projektes sehr häufig unterschätzt, was in unrealistischen Aufwandskalkulationen und Timings münde. Marketer orientieren sich zu sehr an einem fiktiven Entwurf und unterschätzen dabei die Komplexität des Unterfangens. Verantwortlich dafür sind meist mangelnde Erfahrung in Bezug auf Relaunch Projekte und fehlende Einblicke in die einzelnen Kompetenzbereiche.
Definition von Anforderungen und Zielen, Analyse der (echten) Kundenwünsche, Erarbeitung von Konzept und Design, Programmierung, Content Erstellung und -pflege, interne Tests, Abstimmungen und Freigaben – ein Relaunch ist ein anspruchsvolles Projekt, insbesondere auch sehr technisch, das ein Team an Branding-, Strategie-, UX Design, Technologieexperten erfordert. Dazu kommen Performance Marketer, SEO Spezialisten, Redakteure und Projektmanager.
Meist werden Relaunches in vier Phasen durchgeführt:
Strategische Planung: Das Fundament des Projekts. Hier werden Konkurrenzvergleiche durchgeführt, Ziele definiert und das Projekt bemessen. Soll die Seite internationaler und/oder bekannter werden? Welche KPIs sind relevant? Wer sind die Zielgruppen und was ist deren Erwartungshaltung?
Architekturphase: Hier werden die in der strategischen Planung festgelegten Elemente in eine konkrete Form gebracht. Es entsteht eine Sitemap inklusive Informations- und Navigationsarchitektur, ebenso der Seitenaufbau und das Design.
Umsetzungsphase: Es erfolgt die technische Umsetzung, ebenso aber auch die Ausgestaltung von Folgeseiten, das Schreiben der Texte und das Einpflegen aller Inhalte. Es folgt, nach einer ausführlichen Testphase, der Go-Live des neuen Auftritts.
Check- und Evaluationsphase: Regelmäßige Prüfung und Bewertung der neuen Website auch nach dem Go-Live, zum Beispiel in regelmäßigen Jours fixes. Wurden die festgelegten Ziele erreicht? Wo besteht noch Optimierungsbedarf?
Das alles verdeutlicht: Ein Relaunch sollte keinesfalls unterschätzt werden. Es erfordert ein konstruktives Zusammenarbeiten eines sehr interdisziplinären Teams über Monate hinweg.
Lösungen für einen erfolgreichen Relaunch: Verantwortung, Planung und SEO
Was oben schwierig klingt, muss es nicht werden. Sowohl Unternehmen als auch beauftragten Agenturen sollten von Anfang an diese Aspekte beachten:
Klare Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten festlegen: Idealerweise sollte es ein kleines, effektives Projektteam und einen einzigen Ansprechpartner geben, der alle Fäden in der Hand hält und sicherstellt, dass das Projekt reibungslos verläuft. Vor der Zuteilung sollten Erfahrungen beziehungsweise die Expertise der Mitarbeiter abgeklärt sein.
Sorgfältige Planung und Durchführung: Hier empfiehlt sich ein detaillierter Zeitplan mit Lieferterminen und Meilensteinen, der auch Pufferphasen für Urlaube, Krankheiten und Unvorhersehbares bereithält.
Arbeit mit einem strukturierten Ticketsystem, um den Überblick zu behalten
SEO spielt eine große Rolle. 50 bis 60 Prozent aller Website Besucher kommen über die Google Suchmaschine, die Seiten müssen also scanbar sein und für inhaltlich relevant befunden werden. Prüfen Sie Ihre Seiten selbst mit der „Kundenbrille“: Finden Sie die Antworten auf Ihre Fragen? Gut aufbereitete Seiten führen zu längeren Aufenthaltszeiten und verhindern Absprünge. Auch relevante Links und Weiterleitungen sind entscheidend für eine gute SEO Performance.
So verbessern Sie die User Experience auf Ihren Seiten
Nicht immer ist ein großer Relaunch notwendig – ein paar grundlegende Dinge kann man auch zwischendurch an seinen Seiten optimieren. Der Schlüssel zu einer guten User Experience ist Vereinfachung – denn in Zeiten von Sliden und Swipen möchte kein User lange, langweilige Texte lesen. Meiden Sie deshalb lange Texte und komplizierte Prozesse, setzen Sie stattdessen auf eine leicht verständliche, visuell ansprechende und emotionale Gestaltung.
Der amerikanische Autor, Journalist und Unternehmensberater Simon E. Sinek bringt es auf den Punkt: „People don‘t buy what you do, they buy why you do it“ – nur, wer Begehren schafft, Emotionen weckt und ein „Lebensgefühl“ vermittelt, setzt sein Produkt gegen die Konkurrenz durch, selbst, wenn er Maschinen verkauft. Denn über 80 Prozent unserer Entscheidungen werden unbewusst auf der Grundlage von Erfahrungen und Emotionen getroffen. Die Königsdisziplin sind interaktive Elemente wie Filterfunktionen, interaktive Grafiken und Animationen. Das ist aufwendig, schafft aber großen Mehrwert und macht es „spielerischer“ und damit interessanter.
Fazit
Ein Website Relaunch sollte sehr strukturiert, mit ausreichend Zeit und insbesondere mit einem guten Team und offener, konstruktiver Zusammenarbeit angegangen werden. Dann steht einem neuen, überzeugendem Onlineauftritt nichts im Wege.
Stand: 08.12.2025
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