Studie zu Nachhaltigkeit Für 40% der KMUs ist Nachhaltigkeit das Thema der Stunde

Von Alicia Weigel

Das Thema Nachhaltigkeit ist kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland sehr wichtig. Trotz aktueller Krisen wie der weiter andauernden Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine nimmt es sogar an Fahrt auf. Eine aktuelle Studie liefert die Einblicke.

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Trotz aktueller Krisen wollen KMUs in Nachhaltigkeit investieren. Das belegt eine aktuelle Studie.
Trotz aktueller Krisen wollen KMUs in Nachhaltigkeit investieren. Das belegt eine aktuelle Studie.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Nachhaltigkeit gilt schon seit einiger Zeit als das Thema der Stunde. Doch der Weg zu einer nachhaltigeren Welt ist kein günstiger. Das ist auch vielen KMUs bekannt, die aufgrund der aktuellen Krisen oft auch unter immensem finanziellem Druck leiden. Trotzdem wollen viele weiterhin in Nachhaltigkeit investieren. Das zeigt eine aktuell durchgeführte Umfrage von visable, die Entscheider aus kleinen und mittelständischen deutschen Unternehmen angesprochen haben. Mehr als 40 Prozent der Befragten gaben an, der Stellenwert des Themas Nachhaltigkeit habe in ihrem Unternehmen durch die aktuellen Krisen deutlich (15 Prozent) oder zumindest etwas (26 Prozent) zugenommen. Von einer Abnahme der Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit berichten insgesamt nur 7 Prozent der Befragten.

Mehr Unternehmen setzten Umwelt- und Klimainitiativen um

Knapp zwei Drittel aller Unternehmen haben laut der Umfrage in den letzten zwölf Monaten Umwelt- und Klimainitiativen umgesetzt. Vergleicht man diese Zahlen mit bisherigen Umfragen, so zeigt sich, dass diese Zahl deutlich gestiegen ist. In einer vergleichbaren Umfrage von Visable im letzten Jahr hatte nur ungefähr die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) angegeben, dass es bei ihnen bereits aktive Beiträge zum Umweltschutz gibt.

Der Stellenwert von Nachhaltigkeit
Der Stellenwert von Nachhaltigkeit
(Bild: visable)

Viele Unternehmen setzen dabei vor allem auf das Home beziehungsweise digitale Office. 31 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen in den letzten zwölf Monaten vermehrt auf Home-Office gesetzt habe. Etwa gleich viele Unternehmen haben Dienstreisen reduziert (29 Prozent) und auf Online-Meetings umgestellt (28 Prozent). Auch die Umstellung auf papierlose Prozesse schafft es mit 29 Prozent in die Top 5 der durchgeführten Maßnahmen.

Abflachung durch vermeintliches Ende der Pandemie

Mit dem erwarteten Abflauen der Pandemie scheint auch der Elan bei der Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Remote Work etwas abzuflachen: Für die nächsten zwölf Monate hat ein deutlich geringerer Anteil der Befragten entsprechende Maßnahmen geplant. Doch trotz der bereits jetzt durch zwei Jahre Pandemie radikal veränderten Arbeitssituation wollen immerhin 20 Prozent die Arbeit im Home Office noch weiter ausbauen. Jeweils 15 Prozent wollen noch mehr auf Online-Meetings umstellen und Dienstreisen abbauen.

Umgesetze Umwelt- und Klimainitiativen
Umgesetze Umwelt- und Klimainitiativen
(Bild: visable)

Ein Wert bleibt in der Betrachtung für die letzten und die nächsten zwölf Monate konstant: 13 Prozent der Befragten wollen ihre Fahrzeugflotte auf Elektroautos umstellen. Das entspricht in etwa dem Bevölkerungsdurchschnitt: Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte unter 1500 Menschen in Deutschland kommt für 15 Prozent der Verbraucher ein vollelektrisches Fahrzeug als nächstes Auto infrage.

Über die Umfrage

Die Online-Befragung wurde auf der Plattform YouGov vom 5.-10. April 2022 durchgeführt – neben Deutschland, wo 508 Mitarbeiter mit Entscheidungsbefugnis aus kleinen und mittelständischen Unternehmen teilnahmen, wurde die Umfrage auch in der Schweiz (217 Teilnehmer), Österreich (217 Teilnehmer) und Frankreich (530 Teilnehmer) durchgeführt. Zur Studie.

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