Suchen

Umfrage Gute Zusammenarbeit ist der wichtigste Faktor für Mitarbeiterbindung

Redakteur: Julia Krause

Eine aktuelle Umfrage zum Thema Mitarbeiterbindung Arbeitnehmer in Deutschland zeigt, wie verbunden sie sich ihrem Arbeitgeber fühlen und von welchen Faktoren ihre Arbeitsmotivation abhängt. Vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels spielt Mitarbeiterbindung eine immer wichtigere Rolle.

Firma zum Thema

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Noch 26 Prozent der deutschen Arbeitgeber setzen auf veraltete Tools.
Eine aktuelle Umfrage zeigt: Noch 26 Prozent der deutschen Arbeitgeber setzen auf veraltete Tools.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Im Rahmen einer Umfrage von Wrike zum Thema Mitarbeiterbindung in Deutschland, wurden über tausend deutsche Arbeitnehmer unter anderem dazu befragt, wie verbunden sie sich ihrem Arbeitgeber fühlen und welche Faktoren ihre Arbeitsmotivation beeinflussen.

Es zeigte sich, dass in Zeiten des Fachkräftemangels das Thema Mitarbeiterbindung neben der Akquise für Unternehmen eine immer wichtigere Rolle spielt. Wer es nicht schafft, seinen Angestellten optimale Arbeitsbedingungen zu bieten, geht ein hohes Risiko ein, sie zu verlieren. Im Hinblick auf die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens kann das dramatische Folgen haben.

Gute Zusammenarbeit ist entscheidend für Mitarbeiterbindung

96 Prozent der Befragten geben an, an ihrem derzeitigen Arbeitsplatz „engagiert“ (50 Prozent) oder „sehr engagiert“ (46 Prozent) zu sein. Die wichtigsten Gründe dafür sind eine gute Zusammenarbeit im Team (44 Prozent) und Spaß an der Position im Betrieb beziehungsweise an der Tätigkeit (34 Prozent). Das Gehalt ist in diesem Zusammenhang nur für ein Viertel der Befragten (25 Prozent) von Bedeutung.

Als Motivationskiller hingegen erweisen sich fehlende Anerkennung für die erbrachte Leistung (40 Prozent) und ein schlechtes Gehalt (29 Prozent). 18 Prozent der Befragten fühlen sich über mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit unmotiviert. Das führt erwartungsgemäß vor allem zu verringerter Produktivität (40 Prozent) und weniger Interesse an guten Arbeitsergebnissen (31 Prozent).

Die Befragung zeigt, dass Vorgesetzte sich über die Faktoren für ein produktives Arbeitsklima durchaus im Klaren sind: 38 Prozent sind davon überzeugt, dass Anerkennung für die Leistung der ihnen unterstellten Mitarbeiter der wichtigste Faktor für Engagement ist. Darauf folgen effektive Zusammenarbeit im Team (31 Prozent) und eine gute Work-Life-Balance (30 Prozent).

„Viele Unternehmen sind sich der hohen Bedeutung des Kundenerlebnisses bewusst, aber das Mitarbeitererlebnis ist ebenso wichtig“, kommentiert Andrew Filev, Gründer und CEO von Wrike. „Die meisten Mitarbeiter sind bei der Arbeit engagiert, haben aber immer noch das Gefühl, dass ihre Produktivität leidet, weil die vorhandene Technologie in ihrem Team Barrieren schafft, anstatt diese niederzureißen. Dieser Trend ist sicherlich beunruhigend, stellt aber auch eine große Chance für Unternehmen dar, sowohl das Engagement als auch die Produktivität zu steigern, indem sie Systeme vereinheitlichen und die Ausführung erleichtern.“

Das erwarten Angestellte von ihrem Arbeitgeber

Wenn es um die Frage geht, wie Unternehmen die Bindung und das Engagement ihrer Mitarbeiter noch weiter steigern könnten, nennen 44 Prozent ein besseres Gehalt oder einen höheren Jobtitel. Darauf folgen einmal mehr die Themen Anerkennung (29 Prozent) und Work-Life-Balance (29 Prozent).

Im Hinblick auf Tools oder Möglichkeiten für mehr Engagement am Arbeitsplatz und eine engere Bindung an das Unternehmen, wünschen sich 27 Prozent die Möglichkeit, an jedem Ort und zu jeder Zeit arbeiten zu können. Darauf folgen mit jeweils 25 Prozent die Automatisierung repetitiver und banaler Aufgaben, um mehr Raum für wichtige Tätigkeiten zu schaffen sowie bessere Möglichkeiten, die Arbeit im Team zu strukturieren und die Auswirkungen auf die Unternehmensziele im Blick zu behalten.

Deutsche Arbeitgeber hinken in Sachen Digitalisierung noch hinterher

Nur 35 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber eine vollständige digitale Transformation vollzogen hat und ein integriertes System aus Lösungen für optimierte Arbeitsabläufe, Kommunikation und Prozesse benutzt. Bei 35 Prozent der Unternehmen wurden zwar erste Schritte in Richtung digitale Transformation gemacht, doch werden dabei verschiedene Lösungen unabhängig voneinander genutzt, was zu ineffizienten Prozessen führt. 26 Prozent sagen, dass ihre Firma nach wie vor auf veraltete Tools und Praktiken wie To-Do-Listen, Meetings und E-Mails setzt.

Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass Arbeitgeber in Deutschland zum Beispiel gegenüber den USA oder Australien immer noch wenig digitalisiert sind. In den USA geben 43 Prozent der Befragten an, dass das Unternehmen, für das sie arbeiten die digitale Transformation erfolgreich abgeschlossen hat. In Australien sind es 46 Prozent, also über 10 Prozent mehr als in Deutschland, wohingegen die Anzahl der Unternehmen, bei denen noch keinerlei Maßnahmen in Richtung Digitalisierung stattgefunden haben in beiden Ländern bei unter 20 Prozent liegen (USA: 18 Prozent, Australien: 17 Prozent).

Methodik

Die Umfrage wurde im Auftrag von Wrike von Atomik Research durchgeführt. Befragt wurden 1.003 deutsche Vollzeitbeschäftigte aus allen Altersgruppen und Branchen. Die Befragten sind in Unternehmen mit 500 bis 10.000 oder mehr Angestellten tätig.

(ID:46334235)