B2B Communication Days 2025 Hyperpersonalisiert skalieren: Warum Marketing Automation im B2B mehr ist als Technik

Ein Gastbeitrag von Daniel Hertneck* 3 min Lesedauer

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Marketing Automation ist weit mehr als ein Tool. Sie ist der Schlüssel, um im B2B gezielt, personalisiert und skalierbar zu kommunizieren – vom ersten Klick bis zum Abschluss. Warum es sich gerade im B2B lohnt, über Daten, Trigger und Dashboards neu nachzudenken.

E-Mails, Webinare, Landingpages: Oft laufen zu viele Marketingmaßnahmen nebeneinander. Was fehlt ist der rote Faden, der für ein strukturiertes System sorgt.(Bild:  Pexels)
E-Mails, Webinare, Landingpages: Oft laufen zu viele Marketingmaßnahmen nebeneinander. Was fehlt ist der rote Faden, der für ein strukturiertes System sorgt.
(Bild: Pexels)

Wenn aus Technik echte Beziehungen entstehen

Wer im B2B Marketing unterwegs ist, kennt die Herausforderung: Es gibt viele Kanäle, viel Kommunikation – aber wenig Verbindung. E-Mails werden verschickt, Landingpages gebaut, Webinare promotet. Doch allzu oft laufen die Maßnahmen nebeneinander her. Was fehlt, ist der rote Faden: ein orchestrierter Prozess, der Leads zur richtigen Zeit auf dem richtigen Kanal erreicht – mit genau der Information, die wirklich interessiert.

Genau hier kommt Marketing Automation ins Spiel. Nicht als Allzwecklösung, sondern als strukturiertes System, das dafür sorgt, dass Kommunikation für jede einzelne Person im Funnel zur richtigen Zeit relevant wird.

Vom Buzzword zum Business-Hebel

Wer Leads sinnvoll begleiten will, muss verstehen, wo sie gerade stehen. Dafür reicht es nicht, zu wissen, wie jemand heißt oder in welchem Unternehmen sie oder er arbeitet. Es braucht Kontext. Im Zentrum erfolgreicher Automatisierung steht eine gut strukturierte Datenbasis. Entscheidend ist die intelligente Verknüpfung von CRM-Daten, Website-Verhalten und sogenannten Intent-Signalen – also Informationen darüber, welche Themen, Produkte oder Leistungen ein potenzieller Kunde aktuell aktiv recherchiert. Jeder Klick ist eine Spur, ob über Google Ads, LinkedIn oder Content-Konsum auf der Website. Und diese Spuren führen zu etwas, das im Marketing oft nur versprochen wird: Relevanz.

Die Kunst besteht darin, Daten nicht einfach nur zu sammeln, sondern sie nutzbar zu machen. Dafür braucht es klare Regeln, transparente Datenflüsse und Plattformen, die miteinander kommunizieren können. Ist diese Grundlage einmal geschaffen, lassen sich nicht nur Inhalte besser ausspielen, sondern auch Prozesse optimieren.

Lead Scoring, Trigger, Nurturing: Wie aus Klicks echte Kunden werden

Stell dir vor, du planst ein wichtiges Gespräch mit einem potenziellen Kunden. Du weißt, er war auf deiner Website, hat sich ein Whitepaper heruntergeladen und kürzlich ein Webinar besucht. Würdest du ihn genauso ansprechen wie jemanden, der sich nur einmal in den Newsletter eingetragen hat?

Wahrscheinlich nicht. Und genau deshalb ist Lead Scoring so wichtig: Es bewertet automatisch, wie interessiert und aktiv ein Kontakt ist. Kombiniert mit Behavior Triggers – also Reaktionen auf bestimmtes Verhalten – entsteht ein dynamisches System, das nicht nur Kontakte verwaltet, sondern echte Kundenerlebnisse gestaltet.

In der Praxis heißt das: Auf Basis dieser Bewertung können dann automatisierte Nurture-Strecken starten, also Mailings, Inhalte oder auch persönliche Follow-ups, die exakt auf die Interessen und den Funnel-Status des Kontakts abgestimmt sind. Das führt zu mehr Effizienz im Vertrieb und zu einem besseren Erlebnis für die Kundinnen und Kunden. Denn statt allgemeiner Werbenachrichten erhalten sie Inhalte, die tatsächlich relevant sind.

Performance sichtbar machen – und besser entscheiden

Der vielleicht größte Vorteil von Marketing Automation ist, dass sie Klarheit schafft. Über Dashboards, Reports und A/B-Tests in Echtzeit wird sichtbar, welche Inhalte funktionieren, welche Touchpoints konvertieren und wo Leads abspringen.

Das bedeutet nicht nur, dass Kampagnen besser steuerbar sind. Es verändert die Rolle des Marketings insgesamt: Weg vom Bauchgefühl, hin zur datenbasierten Entscheidungsgrundlage. Statt zu fragen „Was könnten wir probieren?“ lautet die Frage: „Was wirkt – und wie können wir das verstärken?“

Gerade im B2B ist das Gold wert. Zielgruppen sind spitz, Kaufprozesse lang, Budgets umkämpft. Da lohnt es sich, genau zu wissen, wo der Impact entsteht und wo nicht.

Fazit: Weniger Zufall, mehr Wirkung

Marketing Automation ist kein Selbstzweck. Sie ersetzt keine gute Strategie, aber sie macht sie effektiver. Wer seine Daten im Griff hat, seine Prozesse durchdacht aufsetzt und relevante Inhalte personalisiert ausspielt, schafft mehr als nur effizientere Kommunikation: Er schafft Beziehungen. Und genau darum geht es auch im B2B.

Dabei muss niemand sofort alles umkrempeln. Oft reichen kleine Schritte, um erste Erfolge zu erzielen: ein klarer Lead-Scoring-Prozess, ein einfaches Nurturing-Szenario, ein Dashboard, das erste Erkenntnisse liefert. Wichtig ist nur, den Einstieg zu finden und ihn strategisch zu denken.

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*Daniel Hertneck ist Geschäftsführer von Funntastic.

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