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Studie „Influencer 2.0“ Influencer-Kooperationen mit Marken beeinflussen Glaubwürdigkeit

| Redakteur: Georgina Bott

Mehr als jeder Zweite empfindet Influencer als unglaubwürdig und nicht authentisch – das zeigt die Studie „Influencer 2.0“. Demnach kennen rund 71 Prozent der deutschen Konsumentan zwar Influencer, folgen ihnen aber nicht. Auch Influencer-Kooperationen mit Marken werden kritisiert.

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Als Influencer werden Menschen bezeichnet, die in sozialen Netzwerken als Meinungsmacher auftreten. Durch ein hohes Ansehen und eine starke Präsenz haben sie einen großen Einfluss auf Ihre Follower.
Als Influencer werden Menschen bezeichnet, die in sozialen Netzwerken als Meinungsmacher auftreten. Durch ein hohes Ansehen und eine starke Präsenz haben sie einen großen Einfluss auf Ihre Follower.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Laut einer aktuellen Studie sind die Zeiten, in denen Konsumenten Influencer als unabhängige Ratgeber ansehen, vorbei: Für 57 Prozent der Befragten sind Influencer in erster Linie Personen, die mittels sozialer Medien Geld verdienen. Die Folge dieses schlechten Images: 71 Prozent der Nutzer kennen zwar Influencer, folgen ihnen aber nicht. Für über zwei Drittel der „Influencer-Verweigerer“ sind sie nur eine Art Werbeform. Sie empfinden Influencer generell als unglaubwürdig (61 Prozent) und nicht authentisch (57 Prozent). Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Influencer 2.0“.

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Influencer im Kampf um Glaubwürdigkeit und Sympathie

Im Zentrum der Kritik stehen der Studie zu Folge insbesondere Kooperationen mit Marken: Die große Mehrheit (74 Prozent) findet, dass Influencer durch diese Marketingaktivitäten deutlich an Glaubwürdigkeit verlieren. Generell verlieren Influencer durch Markenkooperationen bei 41 Prozent der Konsumenten an Sympathie. Ein Drittel der Verbraucher lehnt Kooperationen zwischen Influencern und Marken grundsätzlich ab. Um die Glaubwürdigkeit zu wahren, ist es den Followern besonders wichtig, dass die Influencer die Kooperationen beziehungsweise Werbung sichtbar kennzeichnen (66 Prozent) und sie in ihren Beiträgen nicht ständig Produkte bewerben (64 Prozent). Insgesamt sollten Influencer nur Produkte vorstellen, die zu ihrer Persönlichkeit und ihrem Leben passen (63 Prozent).

Kanäle und Themen: Darauf stehen die Follower

Die Wahl des richtigen Kanals ist im Influencer Marketing nicht zuletzt eine Frage des Geschlechts: Während Frauen Influencern eher auf Instagram folgen (83,7 Prozent), liegen YouTube und Facebook bei den Männern vorn (78,2 Prozent bzw. 57,1 Prozent). In der jungen Altersklasse der 14- bis 29-Jährigen fällt Facebook (38 Prozent) deutlich hinter YouTube (77 Prozent) und Instagram (81 Prozent) zurück. Unabhängig vom Kanal sind besonders Influencer gefragt, die sich in den Themenwelten Essen, Reisen & Urlaub und Sport bewegen. Mode und Make-up sind für die Befragten in Bezug auf Influencer nicht so interessant.

Über die Studie

Die Studie „Influencer 2.0“ wurde vom 19. bis 27. März 2018 durch m[Science] als zentrale Forschungsunit der GroupM für WAVEMAKER durchgeführt. In einer Online-Survey wurden in diesem Zeitraum mehr als 1.450 Personen ab einem Alter von 14 Jahre befragt, die regelmäßig soziale Netzwerke nutzen.

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