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Studie zur Nutzung verschiedener Werbeformate Klassische Werbung verliert deutlich gegenüber Online-Werbung

Redakteur: Natalie Wander

Wie werben deutsche Unternehmen? Dass Firmen in Deutschland nach wie vor Werbung schalten, steht außer Frage. Es zeichnet sich jedoch deutlich ab, dass klassische Werbung wie beispielsweise Printanzeigen immer weniger geschaltet werden. Die meisten setzen mittlerweile auf Online-Werbemittel.

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Redaktionelle Informationen spielen bei der Werbung von B2B-Unternehmen eine wesentliche Rolle.
Redaktionelle Informationen spielen bei der Werbung von B2B-Unternehmen eine wesentliche Rolle.
(Bildquelle: Rogator)

Dies geht aus der Studie “Online-Marketing-Trends 2012” von Absolit hervor. Zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Rogator wurden 727 Unternehmen befragt. Ergebnis: Keiner verzichtet komplett auf Werbung. Unangefochten an erster Stelle steht die eigene Website. Immerhin 7,2 Prozent der Befragten glauben jedoch, darauf verzichten zu können.

„Wer zugunsten von Social Web der Homepage entsagt, stellt sich selbst ein Bein“, meint Studienautor Dr. Torsten Schwarz. Wichtigster Trend: E-Mail-, Suchmaschinen- und Social Media-Marketing werden von 96,8 Prozent der Unternehmen eingesetzt – 42 Prozent kombinieren alle drei Instrumente.

Die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit ist den befragten Unternehmen bewusst. 64,5 Prozent betreiben aktiv Pressearbeit. Social Media werden, obwohl es das Hypethema schlechthin ist, bisher nur von 61,2 Prozent eingesetzt. Vor einem Jahr lag der Wert bei 49,6 Prozent. Weit verbreitet ist dagegen der Einsatz von E-Mail-Marketing (86,4 Prozent) und Suchmaschinen (67,8 Prozent). Ebenfalls noch lange nicht in den Marketingabteilungen angekommen ist der Einsatz von Mobile Marketing. Während es im letzten Jahr nur 12,9 Prozent waren, sind inzwischen 15,4 Prozent aktiv.

Dass die befragten Unternehmen sehr onlineaffin sind, erklärt die mangelnde Begeisterung für klassische Werbung. Nur 49,5 Prozent setzen Print-Mailings ein. 24,5 Prozent verzichten komplett auf Offlinewerbung. „Wer nur über Suchmaschinen neue Kunden gewinnen will, vergeudet Ressourcen. Die Kombination von online und offline bringt deutlich mehr, als die Fixierung auf einen Kanal“, erklärt Schwarz.

Unterschiede in der Nutzung der Werbekanäle ergeben sich je nach Schwerpunkt der Unternehmen.

  • B2B
  • Investitionsgüterhersteller (B2B) sind eher mit Pressearbeit und Printmailings unterwegs. Statt mit Werbekampagnen wird bei erklärungsbedürftigen Produkten eher mit redaktionellen Informationen gearbeitet. Gerade im B2B-Bereich sind Messen nach wie vor ein wichtiges Thema. Der persönliche Kontakt spielt für mögliche Geschäfte eine wesentliche Rolle. Weniger Beachtung findet in diesem Bereich der Einsatz von sozialen Netzwerken.
  • B2C
  • Bei Unternehmen, die Verbraucher ansprechen (B2C) sind es immerhin 70,7 Prozent, die Social Media einsetzen. Ein Fünftel (20,9 Prozent) engagiert sich auch schon im Mobile Marketing. Auch Suchmaschinen werden im B2C stärker genutzt als im B2B. Im Vergleich zu B2B spielt gerade Pressearbeit eine viel geringere Rolle.

Zur Studienerhebung:

Die Trendstudie wird jährlich durchgeführt. 727 Fragebögen onlineaffiner Unternehmen wurden ausgewertet.

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