Videos im B2B

Mehr Leads durch systematisches Storytelling

| Autor / Redakteur: Bernd Meidel und Thilo Büsching / Georgina Bott

Wenn Videos gute Geschichten erzählen, verhelfen sie einer Marke nicht nur zu einem guten Image, sie können auch in der Leadgenerierung unterstützen.
Wenn Videos gute Geschichten erzählen, verhelfen sie einer Marke nicht nur zu einem guten Image, sie können auch in der Leadgenerierung unterstützen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Videos können im B2B zur Leadgenerierung beitragen – wenn sie gut gemacht sind und an der richtigen Stelle eingesetzt werden! Worauf es bei der Videoproduktion im B2B ankommt, erklären Bernd Meidel und Thilo Büsching.

Deutschland 2017 – unglaublich: Immer noch dominieren langweilige B2B-Videos ohne kreative Idee, ohne visualisiertes Alleinstellungsmerkmal und ohne zielgruppenspezifische Problemlösung. So werden Videos zum „Alibi-Medium“ und für die Leadgenerierung bedeutungslos. Das Video ist im Kauffunnel so nur ein „nice-to-have“ und kein „must“. Videos, die nicht messbar auf den Erfolg einzahlen, sind fast immer unnötig. Und das sind leider, leider noch sehr, sehr viele.

Stopp der Video-Verschwendung

Das Video-Schauen ist dann überflüssig und die Video-Produktion damit auch. Das StoryVideoModell 8x4 hilft, wirksame Drehbücher zu entwickeln und beschleunigt die Preproduction. Das Story-Video-Modell StoryViMo 8x4 misst und inspiriert wirksame Video-Geschichten. StoryViMo 8x4 involviert die Kernzielgruppe, verwandelt Probleme in positive Gefühle und akzentuiert so die Marke. Es ist damit ein Sub-Modell des Wirtschaftlichen Video-Modells WiViMo 8x4.

Video-Wüste?! So erreichen Sie mit Ihren Spots mehr Wirkung

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14.03.17 - Videos werden auch im B2B Marketing immer wichtiger. Doch einen richtigen Leitfaden für solche Videos gibt es nicht. Oder doch? Ein neues Modell verspricht jetzt die effiziente Analyse, Konzeption und Produktion von B2B Videos. lesen

Video-Storytelling als universelle Methode

Storytelling – Geschichten zu erzählen – ist ein Grundbedürfnis; so wichtig wie Essen und Trinken. Geschichten prägen unsere Kultur, transportieren Botschaften, Gefühle und Religionen – das Bibel-Storytelling war fast zwei Jahrtausende unerreicht.

Im Video-Storytelling glauben alle, die wirksamen Zutaten zu kennen: Aktueller und relevanter Content mit Zielgruppen-Mehrwert, einzigartige und aussagekräftige Bilder, Interaktivität und Markenaufbau mit Storytelling. Doch was ist Storytelling? StoryViMo 8x4 ist eine universelle Methode, wirksame, letztlich verkaufsstarke Geschichten für die Kernzielgruppe zu entwickeln. Kern des Storytellings ist im einfachsten Fall ein Protagonist/eine Protagonistin, die einen Konflikt mit Hilfe eines Lösungshelfers in Angriff nimmt und so das Problem löst. Der Lösungshelfer kann zum Beispiel eine Person, ein Produkt, eine Information oder wie hier im Beitrag ein Modell sein: StoryViMo 8x4. Content-Marketer können mit StoryViMo 8x4 schnell Drehbücher, die Image aufbauen und verkaufen, erstellen.

Das innovative StoryViMo 8x4-Modell misst Geschichten-Qualität!

Gönnen Sie sich jetzt diesen sensationellen B2B- und B2C-Spot von Cillit Bang „The Mechanic“ – keine zwei Minuten lang.

Wie fanden Sie das Video? Gut? Schlecht? Schön? Warum? Ohne Checkliste ist das schwer zu beurteilen. Wir brauchen also ein wissenschaftlich fundiertes Bewertungssystem, besser noch eine differenzierte Theorie. Mit StoryViMo 8x4, dem Storytelling-Totalmodell, ist die Video-Analyse ganz einfach. Die acht Kategorien von StoryViMo 8x4 (siehe Bildergalerie) ermöglichen es, den Erfolg dieses Videos (und aller Kurz-Videos) genau zu analysieren.

  • 1. Das Thema ist ein aktueller und relevanter Klassiker für drei Zielgruppen: Chefs, Techniker und Ladies, die nur mit dem Mechaniker tanzen möchten. Das wirtschaftliche Ziel ist nicht nur Premium-Image, sondern Verwendung. Schließlich fasziniert das Thema visuell.
  • 2. Der Mechaniker ist eine sympathische Projektionsfläche und ein einzigartiger Charakter.
  • 3. Der Konflikt, die Aufgabe ist für den Protagonisten fast nicht lösbar.
  • 4. Die Marke wird emotional, rational und normativ aufgeladen: „Cillit Bang ist Cleantertainment“.
  • 5. Der Tanz-Herkules reinigt den Autostall vielfach überraschend und witzig.
  • 6. Die Lösungsqualität ist innovativ, denn normalerweise wird beim Putzen nicht so getanzt!
  • 7. Die Lösung ist hochemotional – verstärkt durch Schauspiel, Musik und Special-Effects. Die Gefühls-Wirkungen lassen sich so zusammenfassen: A. Feel! (Wow-Tanz) B. Learn! (Cillit Bang reinigt auch großflächig) C. Do! (Probiere ich aus.)
  • 8. Durch dieses differenzierte Storytelling entsteht ein Markenkult.

Alle diese begrifflichen Präzisierungen stammen aus dem erweiterten Storytelling-Modell „StoryViMo 8x4“ mit acht Kategorien und vier Entwicklungsstufen pro Kategorie. Auf Basis dieses Totalmodells, das die Autoren Ihnen auf Anfrage gerne zumailen, erhält der Cillit Bang Spot 32 von 32 Punkten. Damit ermöglicht StoryViMo 8x4 es auch, die Ist- und Soll-Content-Qualität eines Videos zu messen.

Storytelling und Scrollytelling führt zu mehr Leads

StoryViMo 8x4 integriert das cineastische Do-How in das Content-Marketing. Das Ergebnis: Die (potenziellen) Kunden fühlen den Mehrwert, wandeln ihre Einstellung gegenüber der Marke, wollen mehr Informationen oder gleich kaufen. Dies gilt für B2B, B2C, aber zum Beispiel auch für Parteien. Storytelling verkürzt den Kauffunnel und führt zu mehr Leads, mehr Umsatz oder zu mehr Wählern. Ziel muss es sein – wie im Homeshopping – Videos als Leadgeneratoren einzusetzen.

Das Storytelling-Postulat gilt auch für reine Websites und heißt hier Scrollytelling. Liebherr setzt zum Beispiel in seiner Hochleistungspumpen-Story „Wasser marsch!“ auf komplexes Storytelling auf einer einzigen Website = Scrollytelling. Sehr anschaulich werden Videos, Animationen, Grafiken, Bilder und erlebnisdichte Texte zu einer Story auf einer einzigen Web-Seite komponiert. Vorbild für jede technikorientierte B2B-Seite und preisverdächtig.

* Sie möchten mehr dazu erfahren? Am 4. Dezember 2017 erläutern Bernd Meidel und Thilo Büsching in ihrem ganztägigen Seminar „Video effizient produzieren“ mit Hilfe zahlreicher Beispiele, welche Video-Erfolgsfaktoren noch wichtig sind für die aufmerksamkeits- und verkaufsstarke B2B-Video-Story und wie Sie die konkret umsetzen. Seminar-Teilnehmerinnen und Teilnehmer können vor Ort ihr Video-Storytelling von den Video-Machern analysieren lassen.

Bernd Meidel ist Leiter Operations bei Vogel Business Media. Mit seinem Team konzipiert, produziert und vermarketet er Corporate Videos.
Bernd Meidel ist Leiter Operations bei Vogel Business Media. Mit seinem Team konzipiert, produziert und vermarketet er Corporate Videos. (Bild: Bild: Büsching / Meidel)

Thilo Büsching ist seit 2003 Professor für digitale Medienwirtschaft an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und seit 2015 Leiter des Studiengangs Medienmanagement.
Thilo Büsching ist seit 2003 Professor für digitale Medienwirtschaft an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und seit 2015 Leiter des Studiengangs Medienmanagement. (Bild: Bild: Büsching / Meidel)

Über Bernd Meidel

Bernd Meidel ist nach dem Maschinenbau-Studium in München seit 1992 in verschiedenen Funktionen (Vertriebswerbung, Volontariat, Redaktion, Business Development) für Fachzeitschriften tätig. Als Leiter Operations von Vogel Business Media (Würzburg) hat er mit seinem Team seit 2005 über 2.500 Corporate Videos für namhafte Industrieunternehmen (Bosch, Siemens, BMW, Serapid, Bayer, Phoenix Contact, ABB, Hitachi) konzipiert, produziert oder vermarktet. Seit 2004 arbeitet er mit Thilo Büsching zusammen und leitete 2014 leitete ein angewandtes Forschungsprojekt zu BtoB-Filmen: Video wirkt!

Über Prof. Dr. Thilo Büsching
Thilo Büsching ist seit 2003 Professor für digitale Medienwirtschaft an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und seit 2015 Leiter des Studiengangs Medienmanagement. Seine Lehr- und Forschungsgebiete sind innovative Geschäftsmodelle, E-Publishing, Web-TV, E-Learning und Medienprojektmanagement. Praxiskompetenz baute er als Mitglied der Programmredaktion von SAT.1 Sport, als Geschäftsführer einer Bertelsmanntochter und als Vorstand einer Internet AG auf. Seit 1988 produziert er Videos für renommierte Organisationen (u.a. FAZ, RTL, Pro7SAT.1) und analysiert diese wissenschaftlich. An der Hochschule leitete er über 170 angewandte Forschungsprojekte. 2010 erhielt er den Bayerischen Staatspreis für herausragende Lehre. In seinen Publikationen beschäftigt er sich insbesondere mit den Erfolgsfaktoren der Videoproduktion.

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