Sowohl der SEO Spezialist als auch der PR Experte verfolgen ein Ziel: die Sichtbarkeit des Unternehmens zu erhöhen. Dieser Leitfaden soll mittelständischen B2B Unternehmen helfen, diese Synergie in der Praxis effektiv zu nutzen.
Um mehr Synergien aktiv zu nutzen, gehen PR und SEO bestenfalls Hand in Hand.
Wer klickt sich heute noch durch die verschiedenen Seiten der Google Suchergebnisse? Was nicht direkt unter der Suchleiste erscheint, ist wohl oder übel irrelevant. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, möglichst weit oben zu stehen, und dafür lassen sie sich einiges an Zeit und Geld kosten – von hohen Budgets für Google Ads Kampagnen über regelmäßige Analysen und ausgeklügelte SEO Strategien bis hin zu unzähligen Verlinkungen.
Doch viele wissen nicht, dass digitale PR ein ebenso wirksamer Treibstoff für ein gutes Google Ranking ist, und gleichzeitig wichtige Medien und Stakeholder erreicht. Dank dieser Symbiose profitiert nicht nur die Präsenz des Unternehmens im Netz, sondern auch die PR Arbeit, deren Inhalte von Google mit mehr Reichweite belohnt werden. Doch wo beginnen und wo enden?
Wir haben die zentralen Aspekte für Sie in fünf Punkten zusammengefasst:
1. Keyword Analyse und Content Planung
Getreu dem Motto „Content is King“ sollten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen SEO und PR zuallererst die relevanten Keywords recherchiert werden. Diese Schlüsselwörter bilden das Fundament für die gezielte Erstellung von Inhalten, die sowohl die Zielgruppe als auch die Suchmaschine ansprechen – eine typische Win Win Situation.
Besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen von B2B Unternehmen ist hier aber Kreativität gefragt. Anstatt ausschließlich auf generische Keywords zu setzen, sollte der Fokus verstärkt auf Longtail Keywords, also ganze Phrasen wie beispielsweise „Erfolgreiche Marketingstrategien für Mittelständler“, und Nischenbegriffe gelegt werden. Diese spezifizierten Suchbegriffe haben den Vorteil, dass sie zwar weniger, aber dafür passgenaueren Traffic auf die eigene Website lenken. Außerdem ist bei generischen Keywords die Gefahr größer, von anderen Unternehmenswebsites mit einem stärkeren Webauftritt verdrängt zu werden.
Sind die wichtigsten Schlüsselbegriffe in einer fundierten Keyword Recherche erst einmal identifiziert, können sie leicht in PR Texte eingespeist werden: ob in Pressemitteilungen über relevante Entwicklungen und Neuigkeiten im Unternehmen, in News-Beiträgen zu spannenden Themen aus der Branche, im eigenen Blog oder in Erfolgsgeschichten und Case Studies. Aber Vorsicht: hier gilt Qualität vor Quantität. Schließlich werden die Inhalte in erster Linie für Menschen und nicht für die Maschine geschrieben.
Wichtig ist auch, dass alle Inhalte nutzerfreundlich auf der Website platziert und regelmäßig aktualisiert werden. Denn eine Website, auf der sich nichts tut, ist auch nicht relevant. Deshalb belohnen Suchmaschinen wie Google Aktivität und Aktualität.
Bei der Veröffentlichung dieser Beiträge im Content Management System sollten außerdem wichtige SEO Elemente keinesfalls außer Acht gelassen werden. Dazu gehört die Festlegung relevanter Meta Tags, die Optimierung von SEO Titles und die Integration sowohl interner als auch externer Verlinkungen. Durch die gezielte Anwendung dieser SEO Techniken sind die erstellten PR Inhalte nicht nur für Nutzer, sondern auch für Suchmaschinen gut sichtbar und zugänglich – ein Pluspunkt für beide Disziplinen.
Neben den eben genannten Onpage Maßnahmen spielen auch Offpage Maßnahmen eine zentrale Rolle. Erwähnungen in Online-Medien und Branchenportalen beispielsweise als Gastbeitrag oder Experteninterview freuen nicht nur den PR Berater, sondern auch den SEO Spezialist. Insbesondere wenn diese Erwähnungen qualitativ hochwertige Verlinkungen enthalten, die organischen Traffic auf die Unternehmenswebsite lenken.
Diese sogenannten Backlinks signalisieren Suchmaschinen, dass die Website von vertrauenswürdigen Quellen empfohlen wird. Dadurch steigt nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass die Unternehmenswebsite in den Suchergebnissen besser platziert wird, sondern auch die allgemeine Glaubwürdigkeit und Reputation.
4. Social Signals
Im digitalen Zeitalter spielen aber auch Social Media Kanäle eine nicht unbedeutende Rolle, wenn es um die Sichtbarkeit im Web geht. Je aktiver das Unternehmen in den sozialen Medien agiert, desto mehr „Social Signals“ werden erzeugt. Diese Signale, wie beispielsweise Likes, Shares und Kommentare, wirken sich positiv auf das Google-Ranking aus, da sie auf ein starkes Nutzerengagement und hohe Relevanz hindeuten.
Stand: 08.12.2025
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Besonders LinkedIn spielt im B2B Bereich eine wichtige Rolle. Wer hier also immer noch kein Unternehmensprofil hat, sollte sich schnellstmöglich eines zulegen und fleißig posten, liken und teilen.
5. Trend Monitoring
Die Symbiose vereint außerdem zwei wichtige Fähigkeiten: Trendüberwachung und Relevanzschaffung. PR-Experten sind stets im Bilde über die aktuellen Branchenthemen und Nachrichten, während SEO Spezialisten die neuesten Suchanfragen und Google Trends in Echtzeit verfolgen. Diese Kombination ermöglicht es, kurzfristig Inhalte zu erstellen, die sowohl Menschen als auch Suchmaschinen gleichermaßen überzeugen und über Nacht in den News-Feed von Tausenden gespült werden.
Die Synergieeffekte der beiden Disziplinen sind trotz ihrer vielen Vorteile auch mit Vorsicht zu genießen. Wie eingangs schon erwähnt, steht Qualität stets vor Quantität. Wenn die PR Stories zu stark auf SEO Optimierung zugeschnitten werden, erscheinen sie für den Leser oftmals unnatürlich und inhaltsleer. Das schadet nicht nur dem eigentlichen Zweck des PR Inhalts, sondern mindert auch die Glaubwürdigkeit des Unternehmens. Was am aber Ende zählt, ist nicht die am besten optimierteste Website, sondern der authentischste Content und das ist auch gut so, denn sonst würden wir wohl nur noch von KI-Programmen wie ChatGPT geschriebene Texte lesen, in denen sich ein Keyword an das nächste reiht. Eine enge Zusammenarbeit zwischen PR und SEO Teams ist deshalb entscheidend.