Künstliche Intelligenz in der PR Mensch und Maschine – das B2B PR Dreamteam

Ein Gastbeitrag von Philipp Nisster* 4 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) bahnt sich den Weg in die Unternehmenskommunikation. Lange belächelt, ist sie heute im Kommunikationsmanagement ein der großen Treiber. Wo die größten Effizienzgewinne liegen.

PR und KI – Mensch und Maschine greifen als Systeme ineinander.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
PR und KI – Mensch und Maschine greifen als Systeme ineinander.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

An gestiegenen Anforderungen an die Kommunikationsabteilungen mangelt es nicht: Ganze Industrien stehen vor einer tiefgreifenden Transformation, hochqualifizierte Talente werden händeringend gesucht und die Positionierung zu gesellschaftlichen Themen ist gefragt. All dies nach innen und außen so zu kommunizieren, dass sich alle Stakeholder auf diesem Weg mitgenommen fühlen, ist zur Herausforderung geworden. Dazu gesellen sich neue Plattformen, die ihren eigenen Regeln folgen, wenig empfänglich für plumpe Botschaften sind und die zumindest in Echtzeit beobachtet und im Krisenfall ebenso bespielt werden müssen.

Noch sind die KI-Tools nicht in der Lage, einzelne Aufgaben komplett selbstständig zu erledigen. Aber sie können Kommunikatoren bei deren Bewältigung unterstützen, und damit zu mehr Exzellenz und schnelleren Arbeitsabläufen einen messbaren Wertbeitrag liefern. Folgende Fragen sollten sich Kommunikationsverantwortliche stellen, bevor sie starten: Welche Tools werden bereits von Mitarbeitenden genutzt? Welches Wissen im Umgang mit diesen ist vorhanden? Was sehen die Datenschutzbestimmungen für den Umgang mit personenbezogenen und sensiblen Daten vor – und braucht es die Einbindung von IT-Verantwortlichen, Stichwort Lizenzen und Schnittstellen?

In folgenden Bereichen der Unternehmens- und Marketingkommunikation ist das Potential besonders groß:

Analyse, Themenrecherche und PR-Strategie

Durch den Einsatz von KI-gestützten Analysetools lassen sich Daten aus verschiedenen Quellen sammeln, analysieren und interpretieren, um fundierte Einblicke in die Zielgruppen, Marktrends und die Wettbewerbslandschaft zu gewinnen. Solche Erkenntnisse können zumindest einfließen, wenn es um die Entwicklung von PR-Strategien geht oder vorhandene Ansätze gegenprüfen. Bei Agenda Surfing und themenzentrierter Kommunikation helfen Monitoring-Tools, die die Relevanz von Branchentrends und aktuellen Ereignisse bewerten und einordnen – und somit Aussagen zum Kommunikationserfolg bestimmter zulassen.

Auch in der Zielgruppenanalyse manifestieren sich Vorteile – wo in der Vergangenheit umfangreiche Befragungen nötig waren, lassen sich heute bereits aussagekräftige Erkenntnisse via ChatGPT ermitteln. Hier geht es nicht um einen vollständigen Ersatz, aber zumindest können sie für eine sehr viel aussagekräftigere Basis mit vergleichsweise geringerem Aufwand sorgen.

Text- und Bildproduktion

Mithilfe geeigneter Prompts können PR- und Marketingspezialisten ganze Pressemitteilungen, Produkttexte, Blogs und Social-Media-Posts erstellen. Tools wie ChatGPT sehen wir als Maßnahmen, die unterstützend zum Einsatz kommen. Die Qualität eines KI-generierten Textes sollten Experten vor dem Bildschirm überprüfen. Der finale Faktencheck sowie die Kontrolle der Tonalität, Detailtiefe und spezieller Formulierungen brauchen häufig noch den menschlichen Feinschliff. Wir sehen in der Praxis jedoch häufig deutliche Effizienzgewinne entlang der kommunikativen Wertschöpfungskette – dies gilt gleichermaßen für den KI-Einsatz für die Erstellung von Bild-Assets etwa über Midjourney oder bei der Bearbeitung von Bewegtbild- und Audio-Inhalten.

Ein Beispiel ist die Ausspielung von Videocontent in unterschiedlichen Sprachen: So können Erklärvideos in verschiedenen Sprachen automatisiert wiedergegeben werden. Selbst Onlinevideocontent auf C-Level wie Ansprachen oder Grußworte kann auf diese Weise generiert und etwa länderspezifisch ausgespielt werden.

Auch wenn es darum geht, bestehende Textstücke zu kürzen oder umzuschreiben, kommt die Maschine vielerorts zum Einsatz. Last but not least können Kommunikatoren redaktionelle Expertencalls automatisiert transkribieren lassen, was die Geschwindigkeit in der Texterstellung massiv erhöht. Wichtig zu beachten: KI-Tools können geeignet vorkonfiguriert werden, also mit bestehenden Contentstücken gefüttert werden. Dies hilft, um die richtige Tonalität zu treffen.

SEO & SEA

KI revolutioniert mittlerweile auch einige Subbereiche der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und der Suchmaschinenwerbung (SEA). So erspart sich der Kommunikationsspezialist nicht nur eine Menge Zeit beim Identifizieren relevanter Keywords. Die KI kann auch den Content optimieren, in dem sie Suchanfragen und das Nutzerverhalten analysiert, um die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe noch präziser anzusprechen.

Im Bereich SEA kann KI ebenfalls zur Verbesserung der Onlinekampagnen beitragen. Sie optimiert automatisch Anzeigen und verwaltet Budgets effizienter. Darüber hinaus ermöglicht die Analyse von Nutzerdaten durch KI eine genauere Definition der Zielgruppe und eine präzisere Ausrichtung der Anzeigen. Die Bild-KI beherrscht sogar die Kunst, optimale Bildanzeigen zu erstellen, die sowohl von Google als auch von der Zielgruppe positiv bewertet werden.

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Fazit

KI-gestützte Analysetools erleichtern die Datenaufbereitung und -interpretation, was zu besseren Einblicken in Zielgruppen und Marktdynamiken führt. Dies unterstützt die Entwicklung fundierter PR-Strategien. Bei der Content-Erstellung – sei es Text- oder Bildmaterial – ermöglicht der Einsatz von KI eine schnellere Produktion und Anpassung von Inhalten, einschließlich der automatisierten Übersetzung und Verbreitung von Videos in verschiedenen Sprachen.

Auch in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und -werbung (SEA) bietet KI erhebliche Vorteile, wie die Identifikation relevanter Keywords, die Optimierung von Onlinekampagnen und die präzise Zielgruppenansprache. Insgesamt positioniert sich die KI als unverzichtbares Tool im modernen Kommunikationsmanagement, das Unternehmen hilft, den gestiegenen Anforderungen und Herausforderungen der digitalen Ära erfolgreich zu begegnen.

*Philipp Nisster ist Geschäftsführer bei echolot public relations.

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