Erfolgsfaktor Employee Wellbeing Mit diesen 4 Tipps steigern Unternehmen das Mitarbeiterwohlbefinden

Ein Gastbeitrag von Felix Munte* 5 min Lesedauer

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Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung, zunehmende mentale Belastung – dazu die Unsicherheit durch Krisen und Rezession: Das Wohlbefinden von Mitarbeitenden steht heute stärker denn je unter Druck. Trotzdem wird das Thema in vielen Unternehmen nicht als strategische Priorität behandelt – vor allem nicht in Zeiten knapper Budgets.

Ein starkes Wir-Gefühl hilft nicht nur dem Betriebsklima, sondern wirkt auch wie ein Schutzschild gegen Stress.(Bild:  Foodji Marketplace GmbH)
Ein starkes Wir-Gefühl hilft nicht nur dem Betriebsklima, sondern wirkt auch wie ein Schutzschild gegen Stress.
(Bild: Foodji Marketplace GmbH)

Dabei zeigt eine aktuelle Gallup-Studie deutlich, was auf dem Spiel steht: Die Zahl der emotional stark gebundenen Mitarbeitenden ist erstmals auf einstellige Werte gefallen – nur 9 Prozent fühlen sich wirklich verbunden mit ihrem Arbeitgeber. Zugleich machen fast acht von zehn Beschäftigten Dienst nach Vorschrift. Die Konsequenz: sinkende Motivation, steigende Wechselbereitschaft und mehr Fehltage – weniger gebundene Mitarbeitende fehlen im Schnitt drei Tage mehr im Jahr. Dies führt zu Produktivitätseinbußen: Allein die Auswirkungen innerer Kündigung (Quiet Quitting) kosten die deutsche Wirtschaft jährlich über 130 Milliarden Euro.

Wer heute nicht in Mitarbeitende investiert, verliert also nicht nur Wissen, sondern auch Geld. Hinzukommt, dass sich die Anforderungen an Arbeitgeber mit dem Arbeitsmarkteintritt der Gen Z grundlegend ändern: Der Arbeitsplatz muss ein Ort zum Wohlfühlen werden. Doch wie funktioniert das konkret?

1. Pausenkultur stärken – statt Durcharbeiten fördern

Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Grundvoraussetzung, um produktiv zu sein. Sie helfen Kopf und Körper, sich zu regenerieren und senken nachweislich das Risiko für Fehler und Arbeitsunfälle.

Trotzdem machen viele Beschäftigte nur sporadisch Pause, sei es aus Zeitdruck, schlechtem Gewissen oder fehlendem Vorbildverhalten. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen eine echte Pausenkultur fördern: Gerade Führungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Außerdem kann es helfen, feste Pausenzeiten zu etablieren und Ruheräume zu schaffen. Wer signalisiert, dass Pausen ausdrücklich erwünscht sind, fördert nachhaltige Leistungsfähigkeit – und schützt seine Mitarbeitenden vor Überlastung.

2. Teamgeist stärken – für mehr Miteinander und Resilienz

Ein starkes Wir-Gefühl hilft nicht nur dem Betriebsklima, sondern wirkt auch wie ein Schutzschild gegen Stress. Wer sich im Team wohlfühlt, geht entspannter mit Belastungen um, bleibt motivierter und kommt lieber zur Arbeit.

Doch gerade im Homeoffice oder im Rahmen hybrider Arbeitsmodelle fehlt vielen der soziale Kontakt. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse vermissen vier von zehn Remote-Mitarbeitenden den direkten Kontakt mit Kollegen. Bei der Arbeit vor Ort sind es dagegen nur 12 Prozent. Umso wichtiger sind Räume für Austausch – sowohl digital als auch vor Ort. Auch hier spielt die Pausenkultur eine Rolle: Laut einer Befragung von Foodji schätzen 38,5 Prozent der Beschäftigten die Mittagspause als Gelegenheit zum Socializen. Feste Team-Tage oder informelle Formate wie gemeinsame (digitale) Kaffeepausen helfen ebenfalls, das Wir-Gefühl zu stärken und so das Wohlbefinden zu steigern.

3. Bewegung fördern – für Körper, Geist und Stimmung

Sport ist einer der effektivsten Stresspuffer: Körperliche Aktivität senkt das Stresshormon Cortisol, hebt die Laune durch die Ausschüttung von Endorphinen und verbessert die Schlafqualität. Unternehmen, die ihren Teams Sport- und Bewegungsangebote machen, unterstützen damit nicht nur die Fitness, sondern auch die mentale Gesundheit ihrer Beschäftigten.

Dabei geht es nicht zwingend um aufwändige Fitnessprogramme. Schon kleine Impulse wie bewegte Pausen, Zuschüsse zu Sportkursen oder gemeinsame Laufevents zeigen Wirkung. Auch Kooperationen mit Fitnessstudios oder digitale Gesundheitsplattformen, die Mitarbeitenden ortsunabhängig Zugang zu Sportangeboten bieten, sind Benefits, die das körperliche Wohlbefinden steigern. Ein weiterer wesentlicher Aspekt an dieser Stelle: die Ernährung.

4. Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz – smart, frisch und zeitsparend

Wer gut isst, fühlt sich besser – das gilt auch (und besonders) im Job. Eine ausgewogene Ernährung erhöht die Konzentration, schützt vor Müdigkeit und fördert die Gesundheit. Unternehmen können hier viel bewirken und gleichzeitig das Arbeitsumfeld aufwerten. Laut einer Befragung von Foodji stimmen mehr als neun von zehn Beschäftigten zu, dass ein Verpflegungsangebot ihren Arbeitsplatz attraktiver macht. Jeder zweite kommt deshalb sogar lieber ins Büro, sodass Arbeitgeber dies als gezielten Anreiz nutzen können. 91 Prozent der Beschäftigten fühlen sich durch gesunde Ernährung am Arbeitsplatz fitter, gesünder, leistungsfähiger und motivierter.

Wenn gesunde Ernährung einfach zugänglich ist, zahlt dies auf das Wohlbefinden ein. Wer direkt am Arbeitsplatz gut versorgt ist, muss außerdem nicht morgens vorkochen oder sein Essen während der Pause organisieren – so bleibt mehr Zeit zum Durchatmen. Ein steuerfreier Essenszuschuss macht die Mitarbeiterverpflegung noch einmal attraktiver. Damit signalisieren Arbeitgeber Wertschätzung – was umso stärker ins Gewicht fällt, als laut Foodji-Umfragen drei Viertel der Beschäftigten in Betriebsverpflegung einen größeren Mehrwert sehen als in anderen Benefits. Im Gegensatz zu diesen erreicht eine bezuschusste Mitarbeiterverpflegung auch wirklich alle – denn essen muss schließlich jeder. Nebenbei stärken Unternehmen damit ihr Employer Branding: Laut einer Studie der Compass Group ist eine Verpflegungslösung am Arbeitsplatz für drei Viertel der Gen Z-Befragten sogar ein Pluspunkt bei der Arbeitgeberwahl.

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Kapten & Son: Mitarbeiterwohlbefinden als Herzensangelegenheit

Auch die Kölner Rucksackmarke Kapten & Son legt großen Wert auf das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Pausenkultur. Pausen sind dabei nicht nur Auszeit vom Bildschirm, sondern wertvolle Gelegenheit, neue Energie zu tanken und den Kopf freizubekommen. Doch was wäre eine Pause ohne eine gute Mahlzeit? Da das Büro von Kapten & Son nicht direkt an gastronomische Angebote angeschlossen ist, hat das Unternehmen vor etwa zwei Jahren eine Kooperation mit Foodji ins Leben gerufen. Pro Woche stehen den Mitarbeitenden bis zu 180 frisch zubereitete, ausgewogene Mahlzeiten wie Salate, Currys oder Bowls zur Verfügung. Über die Hälfte der Gerichte ist vegetarisch, sodass jeder für sich etwas Passendes findet. „Diese Initiative sorgt nicht nur für eine entspannte Mittagspause, sondern stärkt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl“, so Janina Jakobeit, Senior Manager - Culture & Employee Engagement bei Kapten & Son. „Denn gemeinsam zu essen, schafft Verbindung – ein Aspekt, der für uns genauso wichtig ist wie eine inspirierende Arbeitsatmosphäre. Mit diesem Ansatz setzen wir auch im Bereich Employer Branding ein klares Zeichen: Das Wohl unserer Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Denn nur wer sich wertgeschätzt fühlt, kann langfristig erfolgreich und mit Freude arbeiten.“

Mitarbeiterwohlbefinden zahlt sich aus – für alle Seiten

Ob stärkere Bindung, weniger Fehlzeiten oder ein besseres Image als Arbeitgeber – es lohnt sich, in Mitarbeiterwohlbefinden zu investieren. Entscheidend ist, dass das Thema als fester Bestandteil einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur verstanden wird, wie die Zusammenarbeit von Kapten & Son und Foodji zeigt. Denn gerade in einem herausfordernden Arbeitsmarkt ist klar: Unternehmen, die sich glaubhaft um ihre Teams kümmern, sind langfristig erfolgreicher – und als Arbeitgeber deutlich attraktiver.

*Felix Munte ist Co-Founder und CEO des Münchner Food-Tech-Unternehmens Foodji.

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