marconomy Recap OMR glänzt mit großen Zahlen – auch für B2B?

Von Alicia Weigel

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Vom 17. bis zum 18. Mai 2022 war es endlich wieder so weit – Deutschlands größtes Online Marketing-Festival stand wieder in den Startlöchern. Überzeugen konnte der OMR 2022 nicht nur mit großen Namen. Auch einige B2B Themen standen auf der Agenda. Wir waren live dabei und haben die wichtigsten Statements zusammengetragen.

Der OMR hat in diesem Jahr einen Besucherrekord aufgestellt: Rund 70.000 Besucher strömten in die Hamburger Messehallen.
Der OMR hat in diesem Jahr einen Besucherrekord aufgestellt: Rund 70.000 Besucher strömten in die Hamburger Messehallen.
(Bild: www.julianhuke.com )

250 Masterclasses, über 800 Speaker, rund 1.000 Aussteller und 70.000 Besucher – allein zahlentechnisch konnte das Festival der Online Marketing Rockstars (OMR) überzeugen. Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause hat die Präsenzmesse OMR wieder in den Hamburger Messehallen stattgefunden – und damit gleich mit 70.000 Teilnehmern einen neuen Besucherrekord aufgestellt.

B2C Themen im Fokus

Thematisch ging es wie in der Vergangenheit auch um die heißesten Trends im Marketing. OMR-Gründer Philipp Westermeyer präsentierte mit seiner Keynote „State of the German Internet” zu Beginn einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen der digitalen Welt. Donata Hopfen, Geschäftsführerin der Deutschen Fußball-Liga (DFL), skizzierte ihren digitalen Zukunftsplan für die Bundesliga und Autor auch Rutger Bregman und „Gorillas“- Gründer Kagan Sümer berichteten von ihren Gedanken und Plänen. Der Investor und Autor Matthew Ball beschrieb das Phänomen Metaverse. Er zählt in diesem Bereich weltweit zu den wichtigsten Vordenkern. Aber auch abseits vom Marketing-Trubel konnte der OMR mit hochkarätigen Gästen überzeugen. Hollywood-Größen wie US-Schauspieler Ashton Kutcher und Regisseur Quentin Tarantino waren ebenfalls zu Gast auf der Bühne. Musikalisch unterstützten bekannte Künstler, wie will.i.am, Marteria oder Oli P.

Auf den 30 Bühnen und in rund 250 Masterclasses ging es zur Sache. Egal ob TikTok, Influencer-Marketing oder Themen wie NFTS und dem sogenannten Web3 – die Range war sehr groß. Gerade im B2C Bereich konnte der OMR22 mit starken Marken überzeugen. Google, meta, Adobe, Audi, TikTok, Salesforce, Microsoft und Co. sind nur einige wenige Namen der großen Player.

Einige Impression dazu finden Sie in der nachfolgenden Bildergalerie:

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Doch wie sah es im B2B aus? Nun alleine schon an der Anzahl der B2B Sessions lässt sich erkennen, dass das Event auf B2C ausgelegt ist. Wir fassen unsere Highlights zusammen.

Der moderne B2B Einkauf

Spannend wurde es als Volker John, Senior GTM Lead Adobe Commerce bei Adobe, und Melissa Fröhlich, Solutions Consultat bei Adobe, ihre neue Studie „Der moderne B2B Einkauf“ in Zusammenarbeit mit der IFH Köln vorgestellt haben. Sie untersuchten das Informations- und Beschaffungsverhalten im beruflichen Umfeld sowie die Auswirkungen von digitalen Dienstleistungen auf den B2B Einkauf. Dafür wurden 529 (Mit-)Entscheider aus verschiedenen Branchen online befragt. Einig sind sich viele Befragte darin, dass Agilität im Marketing in Zukunft entscheidend sein wird. Agiles Marketing wird sich demnach in den nächsten Jahren wohl weiter etablieren.

Die Studie hatte aber auch viele weitere spannende Insights parat: 71 Prozent der B2B Kunden erwarten ein B2C Erlebnis. Damit rückt die Customer Journey immer mehr in den Mittelpunkt. Denn desto besser die Customer Journey ist, umso höher ist die Summe des Warenkorbs, woraus wieder ein Vertrauensaufbau resultiert. Interessant dabei: In der Generation Z sind über 66 Prozent mit ihrem Einkaufserlebnis unzufrieden. B2B Unternehmen sollten hier deutlich nachrüsten. Der Trend geht außerdem hin zu Online-Shops. B2B Käufern der Generation Z und Y agieren sogar am liebsten in Chats. Wissenswert: Der Online-Shop ist auch oft der erste Touchpoint bei der Informationssuche im Internet mit 57 Prozent, gefolgt von Webseite mit 54 Prozent und Suchmaschinen 52 Prozent. Der persönliche Kontakt via Telefon ist hingegen out. Wichtig außerdem: D2C über Social Media ist der Trend der Zukunft, der keineswegs teuer sein muss. Es zeigt sich insgesamt, dass Themen, die im B2C schon lange verankert sind, immer mehr zu B2B übergehen.

Weitere B2B Programm-Highlights

Spannend waren außerdem die Vorträge rund um Creative Data Storytelling. Jan-Frederik Ahrens von statistia zeigte unter anderem, wie Marketer in fünf Schritten zu relevantem Content kommen. marconomy Experte Mike Kleinemaß von thyssenkrupp materials services veranschaulichte, wie und warum das Unternehmen durch Content und Creative Data im Agile B2B Marketing als Thought Leader wahrgenommen wird. Angelika Yuki Köhler von PwC Deutschland zeigte zudem, wie Unternehmen mit Fakten durch Data Storytelling begeistern können.

Auch Salesforce war unter anderem mit zwei B2B Cases von Bayer und BASF vertreten, bei welchen das große Thema „Data Transformation“ im Zentrum stand.

Interessante Erkenntnisse konnte auch Martin Geisthardt, Bereichsleiter Vermarktung bei der FC St. Pauli Vermarktungs GmbH & Co. KG teilen. Die Quintessenz des Vortrages: die persönliche Betreuung, schlanke, kreative und individuelle Lösungen, Verbindlichkeit und Transparenz gegenüber den Partnern sowie Séparée- und Business Seat-Inhabern ist der Schlüssel für den Erfolg der B2B Kommunikation.

Ansonsten stand der OMR ganz im Zeichen von LinkedIn und Social Selling. Gerade durch die Pandemie hat das Social Network einen regelrechten Hype erhalten. Genau deshalb teilten viele Referenten Erkenntnisse und gaben Workshops, wie gute LinkedIn-Profile aussehen und wie Social-Selling auf dem Social Media gelingt.

Unser Fazit zum OMR 2022

Schrill, bunt, laut, ein wenig überlaufen, aber Top-Stimmung: So beschreiben viele Teilnehmer den OMR22. Das können wir von marconomy nur unterstreichen. Die Marketing-Community war nach zwei Jahren hungrig auf ein Event solchen Ausmaßes. Auch wenn es augenscheinlich oft nur um Buzzwords ging, so konnten wir doch einige spannende Insights finden. Jedoch zeigt sich, dass B2B auf dem OMR weiterhin noch größtenteils unterrepräsentiert ist. Aber wie heißt es so schön: Inspiration liegt meist außerhalb der eigenen Komfortzone. So konnte sicher auch der ein oder andere B2B Marketer von großen B2C Brands Impulse bekommen.

Wir jedenfalls freuen uns schon sehr auf den OMR 2023, der am 9. + 10 Mai 2023 stattfinden soll.

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