Glück im Job

Sieben Tipps für mehr Zufriedenheit im Job

| Autor / Redakteur: Antje Heimsoeth / Annika Lutz

Meist liegt es an uns selbst, ob wir in unserem Job zufrieden sind oder nicht.
Meist liegt es an uns selbst, ob wir in unserem Job zufrieden sind oder nicht. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Ob wir Glück zur Kenntnis nehmen, sich bietende Chancen zum Glücklichsein ergreifen oder sie ungenutzt vorüberziehen lassen, liegt weder am Chef noch an Kollegen oder Mitarbeitern, sondern alleine an uns selbst. Hier finden Sie Tipps, wie Sie in Ihrem Job zufriedener werden.

Wir brauchen dem Glück nicht mit langem Atem nachzujagen. Manchmal sitzt es uns direkt gegenüber oder scheint uns mittags direkt ins Gesicht. Wir reden von Life-Balance, einer erfüllenden, sinnstiftenden Arbeit, stets auf der Suche nach dem Glück – doch was macht Glück im Job eigentlich aus und wer ist verantwortlich dafür?

Die Zahlen sprechen für sich – oder auch nicht

Fast die Hälfte der Deutschen (45 Prozent) ist unglücklich im Job (Quelle: ManpowerGroup Deutschland, Jobzufriedenheit 2017). Entscheidend für ihre Jobzufriedenheit ist für 49 Prozent das Verhalten des Vorgesetzten. Zugegeben, wer die Verantwortung für sein Glück bei anderen sucht, findet immer einen Sündenbock, wenn sich die Dinge mal nicht so entwickeln, wie wir es uns wünschen. Doch das persönliche Glück lässt sich auf diese Weise kaum finden. Denn Zufriedenheit im Job beginnt nicht mit äußeren Einflüssen, sondern mit unserer eigenen inneren Haltung.

1. Glück ist eine bewusste Entscheidung

Manchmal verbauen wir uns selbst den Weg zum Glück durch übersteigerte Erwartungen oder das Problem, Komplimente von anderen nicht annehmen zu können. Und während der eine vor allem dann glücklich im Job ist, wenn er eigenverantwortlich Entscheidungen treffen kann, ist für den anderen das Lob vom Chef essentiell für das Wohlbefinden. Fakt ist: Jobzufriedenheit ist kein Zustand, der sich einmalig erreichen und „einfrieren“ lässt, sondern immer wieder eine bewusste Entscheidung.

2. Das kleine Glück

Meist sind es kleine, alltägliche Begebenheiten, die uns glücklich machen. Die Mittagspause im strahlenden Sonnenschein, der Kaffee, den uns ein Kollege an den Schreibtisch bringt, die freundliche Dankesmail eines Kunden, … Doch würdigen wir solche Augenblicke wirklich bewusst als Glücksmoment? Zeit für die Glückslupe! Nehmen wir diese künftig öfter einmal in die Hand, werden wir staunen, wie oft am Tag wir uns glücklich schätzen können.

3. Glück zum Sammeln

Glück kann man zwar nicht festhalten, aber schöne Momente im Job und/oder im Team lassen sich sammeln. Auf Zetteln schriftlich festgehalten, in einem schönen Glas oder einer schmucken Box aufbewahrt, laden sie jeden dazu ein, seine Glücksmomente beizusteuern. Nach drei oder sechs Monaten kann das Glas mit Kollegen und/oder Mitarbeitern geleert und gemeinsam Zettel für Zettel gelesen werden. Damit lassen sich die schön(st)en Momente im Job erneut bewusst erleben und das Glücksempfinden aller steigern.

4. Das Glück liegt vor der Tür

Entspannung und Regeneration sind entscheidende Faktoren fürs eigene Wohlbefinden. Wir leben nicht nur, um zu arbeiten. Jede Anstrengung braucht auch einen Ausgleich. Deshalb müssen wir unseren Energietank regelmäßig wieder auffüllen. Schon 20 Minuten Aufenthalt im Freien heben die Stimmung – und steigern Kreativität und Denkvermögen. Also einfach öfter die Mittagspause in die Natur verlegen – das reduziert unseren Stress und schenkt Ruhe. Wenn das kein Glück ist…

5. Glück im Hier und Jetzt

Wir neigen dazu, erst im Nachhinein zu erkennen, was oder wer uns glücklich gemacht hat. Dann geht unser Blick wehmütig zurück und wir sehnen alte Zeiten herbei. Genauso dominiert uns die Vergangenheit, wenn wir uns über Niederlagen, begangene Fehler oder erfahrene Ungerechtigkeit ärgern. Doch wer den Blick nur zurück richtet, läuft Gefahr, das Glück, das vor ihm liegt, glatt über den Haufen zu fahren. Lassen wir die Vergangenheit ruhen, haken wir Geschehenes ab. Schauen wir nach vorn und entdecken neue Ziele, Perspektiven und Gelegenheiten, glücklich zu werden.

6. Das Glück herbeilächeln

Es macht einen großen Unterschied, ob wir mit gesenktem Blick, hängenden Schultern und Mundwinkeln vorm PC sitzen oder einem Kunden gegenübertreten oder ob wir dies mit einem Lächeln im Gesicht, aufrechter Haltung und geradem Blick tun. Die Psychologie nennt es Facial Feedback. Wer in stressigen Zeiten lächelt, setzt positive Energie frei. Damit erhöhen wir unsere Kreativität, steigern unsere körperliche Leistungsfähigkeit und Informationsaufnahme und verbessern das Miteinander im Team – gute Voraussetzungen für Glück im Job.

7. Glück im menschlichen Miteinander

40 Prozent unseres individuellen Glückslevels hängen davon ab, ob wir gute Beziehungen zu anderen Menschen pflegen (Quelle: Studie „Happy DB: A Corpus of 100.000 Crowdsourced Happy Moments“, 2018). Echtes Interesse am Kollegen, offene Fragen stellen und bei den Antworten aktiv zuhören, ihr oder ihm entgegenzukommen bei einem Anliegen, aufmerksame Gesten wie persönliche Begrüßung und Verabschiedung, ein mitgebrachter Kuchen oder die Frage nach einem gemeinsamen Mittagessen – alles, was hilft, eine gute Beziehung zu den Mitmenschen am Arbeitsplatz aufzubauen, zahlt auf das persönliche Glückskonto ein.

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