Besucher sollen möglichst viel Zeit auf Ihrer Website verbringen und nicht nach dem ersten Klick gleich wieder umkehren. Welchen Stellenwert hat hier die Absprungrate und wie können Sie diese optimieren?
Eine hohe Absprungrate auf Ihrer Website? Mit diesen Tipps wirken Sie dem entgegen!
Die Absprungrate (engl. Bounce Rate) ist ein Indikator dafür, wie viele Besucher im Durchschnitt mit Ihrer Website interagieren und somit ein wichtiges Tool, um die Effektivität Ihrer Website oder einzelner Webpages zu analysieren.
Sie gibt an, wie viele Besucher Ihre Website durchschnittlich nach nur einem Seitenaufruf wieder verlassen. Eine höhere Bounce Rate deutet also an, dass viele User sich bereits nach einem kurzen Blick auf Ihr Angebot wieder zurück zur SERP (Search Engine Result Page) begeben.
Was eine hohe Absprungrate bedeutet
Weist Ihre Website eine höhere Bounce Rate auf, müssen die Gründe dafür nicht zwingend negativ sein. So könnte es beispielsweise sein, dass Besucher schon nach nur einem Klick auf Ihrer Website alles finden, nach dem sie gesucht haben. Dieser Grund – guter Content, der seinen Zweck erfüllt hat – ist an sich nicht negativ. Doch das erwünschtere Ergebnis ist es natürlich, Besucher länger auf Ihrer Website zu halten.
Was genau ist eine gute Bounce Rate? Die durchschnittliche Website weist eine Absprungrate zwischen 41 und 55 Prozentauf. Im Durchschnitt verlassen also 41 bis 55 Prozent der Besucher Websites nach nur einem Klick. Erstrebenswert wäre dagegen ein Wert zwischen 26 und 40 Prozent.
Eine hohe Absprungrate kann unterschiedliche Gründe haben, wobei zumeist eine Verknüpfung mehrerer vorliegt.
5 Tipps für die Optimierung der Absprungrate auf Ihrer Website
Da eine hohe Absprungrate durch verschiedene Faktoren begünstigt wird, gibt es auch mehrere Ansätze, um sie zu optimieren. In Folge finden Sie fünf Tipps, mit denen Sie Ihre Bounce Rate senken können.
1. Benutzerfreundliche Gestaltung des Layouts
Das Layout einer Website sollte so gestaltet sein, dass Benutzer den Weg zum gewünschten Ziel so schnell wie möglich finden. Der erste Eindruck zählt hier. Denn wenn User sich nicht innerhalb weniger Sekunden auf Ihrer Website orientieren können, verlassen sie sie meist einfach wieder. Je benutzerfreundlicher das Layout Ihrer Website also gestaltet ist, desto mehr erhöht sich Ihre Chance auf eine längere Verweildauer und mehr Interaktion Ihrer Besucher.
Best Practice für eine benutzerfreundliche Gestaltung des Headers.
(Bild: Carbone – hoststar)
Scheuen Sie nicht davor zurück, sich altbekannte Muster zunutze zu machen. So ist es beispielsweise empfehlenswert, Ihr Logo im Header der Website als Link zur Startseite einzubauen. Die meisten Besucher halten sich beim Besuch neuer Websites an gewohnte Muster, eine Verlinkung Ihres Logos mit anderen, ungewohnten Inhalten könnte somit Verwirrung zur Folge haben.
2. Benutzerfreundliche Gestaltung der Inhalte
Das übersichtlichste Layout bringt nichts, wenn die Inhalte darin nicht gut lesbar dargestellt sind. Schlechte Lesbarkeit führt bei Besuchern schnell zu Frustration und damit zurück zur SERP. Achten Sie also stets darauf, eine möglichst gute Lesbarkeit zu gewährleisten.
Scheinbare Kleinigkeiten wie das Hervorheben von Headlines oder die Wahl einer angemessenen Schriftart und -größe erhöhen die Usability Ihrer Website und damit die Chance auf eine längere Verweildauer und mehr Interaktion.
3. Mobile User Experience optimieren
Der Begriff Mobile Friendly bezeichnet den Zustand von Websites, die sich auf Geräten wie Smartphones oder Tablets ebenso problemlos anzeigen lassen wie auf PCs oder Laptops. Wird Ihre Website bei der Anzeige auf einem mobilen Endgerät weniger benutzerfreundlich, führt das in der Regel zu einer höheren Bounce Rate.
Faktoren, welche die Mobile User Experience erschweren, sind unter anderem folgende:
Texte werden durch die automatische Verkleinerung auf mobilen Geräten zu klein angezeigt, was die Lesbarkeit erschwert.
Inhaltselemente wie Grafiken werden trotz der Anzeige auf kleineren Bildschirmen in ihrer Originalgröße angezeigt, was die Orientierung erschwert.
Integrierte Links stehen in der mobilen Version zu dicht nebeneinander, um sich auf dem Touchscreen gut öffnen zu lassen.
Google bietet mit dem Mobile Friendly Test eine einfache Option, um die mobile Usability Ihrer Website zu testen. Dieses kostenlose Tool ist ein guter Startpunkt für die Optimierung der Mobile User Experience Ihrer Website.
4. Lange Ladezeiten vermeiden
Um Ihre Absprungrate zu optimieren, dürfen Sie keinesfalls die Aufmerksamkeitsspanne Ihrer User mit langen Ladezeiten überstrapazieren. Die durchschnittliche Ladezeit einer Website liegt bei einer Sekunde. Alles, was diese Ladezeit übersteigt, geht Hand in Hand mit einem gesteigerten Bounce-Risiko.
Obwohl es im Regelfall „nur“ um Sekunden geht, ist die Wirkung längerer Ladezeiten nicht zu unterschätzen. Denn die prozentuelle Wahrscheinlichkeit eines Absprungs steigt von Sekunde zu Sekunde exorbitant an, wie Studien bewiesen haben. Folgende Zahlen zeigen, wie sich das Risiko eines Absprungs ändert, wenn die Ladezeit zunimmt.
Anstieg von 1 auf 3 Sekunden: 32 Prozent
Anstieg von 1 auf 5 Sekunden: 90 Prozent
Anstieg von 1 auf 6 Sekunden: 106 Prozent
Anstieg von 1 auf 10 Sekunden: 123 Prozent
Um die Ladezeit Ihrer Website zu verkürzen, können Sie verschiedene Maßnahmen wie die Optimierung der Bildgrößen und -formate oder Browser Caching ergreifen.
Stand: 08.12.2025
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5. Qualität über Quantität: Fokus auf hochwertigen Content
Alle oben genannten Faktoren bringen nichts, wenn der für Besucher wichtigste Aspekt zu wünschen übriglässt: der Content. Hier gilt stets die Regel „Qualität über Quantität“, denn nur so setzen Sie den Grundbaustein für eine langfristige Beziehung zu Ihrem Zielpublikum.
Beim Erstellen von Inhalten sollten Sie zunächst stets darauf achten, dass diese auf Ihre potenziellen Kunden zugeschnitten sind. Erwägen Sie die Erstellung eines an Ihre Zielgruppe angepassten Content-Konzepts als Leitfaden für die Content-Erstellung.
Generell gilt: Wichtige Kennzahlen im Auge behalten
Obwohl dies immer wieder behauptet wird, handelt es sich bei der Absprungrate nicht um einen Google-Ranking-Faktor. Doch sie ist dennoch eine der wichtigsten Kennzahlen, um wertvolle Einblicke in das Verhalten der Besucher Ihrer Website zu bekommen.
Lassen Sie sich jedoch nicht von „perfekten“ Prozentsätzen in die Irre führen. Schlussendlich hängt die optimale Bounce Rate davon ab, was genau das Ziel Ihrer Website und deren einzelner Webpages ist. Die „perfekte“ Absprungrate ist somit ein Richtwert, den Sie für sich selbst und Ihre eigenen Ziele definieren und verfolgen müssen.