Content Marketing So steigern KI-basierte Content Workflows die Marketingeffizienz

Ein Gastbeitrag von Ali Hart* 4 min Lesedauer

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Automatisierte Prozesse steigern die Effizienz in der Content Erstellung. Dieser Artikel enthält Tipps zum Aufbau eines Content Workflows mit Künstlicher Intelligenz (KI) und beantwortet die Frage, wie sich die Erstellung von zielgruppenspezifischen Inhalten optimieren lässt.

Vorbei ist das Zettelchaos: Mit KI-gestützten Content Workflow beginnt eines neues Zeitalter.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Vorbei ist das Zettelchaos: Mit KI-gestützten Content Workflow beginnt eines neues Zeitalter.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Hinter einem Content Workflow verbergen sich ein oder mehrere vordefinierte digitale Prozesse, die es ermöglichen, Aufgaben strukturiert abzuarbeiten. Die notwendigen Produktionsschritte helfen bei der effizienten Erstellung von beispielsweise einem Text für eine Werbeanzeige, einem Artikel, einem Bild, einem Video Clip oder einer Omnichannel Kampagne.

Höchstmaß an Prozess-Effizienz und Content Qualität

Der wesentliche Vorteil: Content Workflows sind skalierbar. Unabhängig von der Unternehmensgröße lässt sich die Produktion von Inhalten durch ein zentralisiertes Content Management jedoch wesentlich effizienter gestalten. Das spart Zeit spart und steigert die Qualität. Fakt ist aber: Laut einer Sirkin-Research-Studie verfügen 69 Prozent der Marketer immer noch nicht über eine adäquate Lösung, mittels der sich Inhalte von einem zentralen Ort aus erzeugen lassen. Stattdessen greifen 78 Prozent tatsächlich immer noch auf mehrere Werkzeuge zurück. Mit einem gut funktionierenden Content Workflow wären sie jedoch in der Lage, eine Content- und Marketingstrategie selbst unter volatilen Marktbedingungen innerhalb kürzester Zeit mit zielgruppenspezifischen Inhalten zu flankieren.

Einführung eines Content Workflows

Bei der Implementierung eines Content Workflows sollten folgende Schritte berücksichtigt werden:

1. Strategie und Ziele

Bei welchen Inhaltsarten soll der Content Workflow Anwendungen finden? Soll ein Blogpost, ein Newsletter oder der Text für eine Out-of-Home-Kampagne optimiert werden? Mit der Definition einer Content Marketing Strategie legen Marketer fest, welcher Art von Content sie erstellen möchten und warum. Dabei kommen konkreten Zielen, Zielgruppen und Botschaften eine zentrale Bedeutung zu.

2. Transparente Rollenverteilung

Die an einem Content Workflow beteiligten Akteure, ihre Aufgaben und Rollen sollten ebenso klar definiert sein.

Ein Content Team besteht in Regel aus folgenden Personen:

  • Marketing Manager
  • Content Strategist
  • Editor / Redakteur / Copywriter/ Content Creator
  • Graphic Designer
  • Social Media Manager
  • SEO Specialist
  • Web Developer

Allen Beteiligten sollte klar sein, welche Person für welche Aufgaben verantwortlich ist.

3. Erforderliche Ressourcen definieren

Ein Content Workflow funktioniert nur mit entsprechenden Ressourcen. Damit Marketingteams einen Content Workflow mit maximaler Effizienz umsetzen können, sind bestimmte Hilfsmittel erforderlich.

Dazu zählen zum Beispiel

  • eine Content Marketing Plattform (CMP),
  • ein Content Management System (CMS),
  • Kalender-Funktion sowie
  • Design-, SEO- und KI-Tools, die bestenfalls in den Content Workflow integriert sind.

4. Detailliertes Briefing

Unerlässlich für einen guten Content Workflow ist das Briefing. Es besteht in der Regel aus einer Zielgruppen-Definition sowie einer Auflistung aller Ziele, damit alle Beteiligten wissen, auf welche KPIs sie ihre Inhalte optimieren. Gute Briefings enthalten auch grafische Beispiele. Sie machen einen oft abstrakten Sachverhalt greifbarer, schaffen Praxisnähe und inspirieren das Grafikteam. Editoren und Copywriter orientieren sich dagegen eher am Unternehmensschreibstil und den dazugehörigen Stilvorgaben. Ideen für die Veröffentlichung und Wiederverwertung, etwa in den sozialen Medien und anderen Kanälen, sollten ebenfalls per Briefing mit den Teammitgliedern geteilt werden.

5. Hochwertige Content Creation

Um eine hochwertige Content Creation zu gewährleisten, sollten sich Marketingteams an folgende Schritte halten:

  • Ideenfindung: Dazu zählen unter anderem News- und Themen-Jacking – also das Einbeziehen aktueller News, Marktforschung oder eine Analyse der Darstellungsformen. Anschließend entwickelt das Team erste Content Ideen.
  • Recherche und Text: In der Recherche lassen sich Themen und Ideen unter anderem auf Relevanz und Korrektheit überprüfen. Erst danach beginnt das Texten von Content.
  • Design: die Erstellung von Grafiken, Bildern und Videoinhalten
  • Lektorat, Freigabe und Publishing: Content auf Richtigkeit, Grammatik und Stil überprüfen, gegebenenfalls korrigieren, erst danach erfolgen Freigabe und Veröffentlichung.
  • Multiplikation: Auf die Veröffentlichung folgt die Weiterverbreitung des Contents, etwa in den sozialen Medien, per E-Mail Marketing oder über bezahlte Werbung.

Da sich die Erstellung von Inhalten in Unternehmen oft auf ähnliche Weise abspielt, empfiehlt es sich, die dazugehörigen Content Workflows an zentralen Bibliotheken zu sammeln. Dadurch können sie für zukünftige Projekte herangezogen werden. Die vollständige Neuentwicklung eines Content Workflows entfällt somit. Das spart Zeit. Gute CMP Lösungen verfügen bereits über reichhaltige Content Workflow-Bibliotheken, die sich innerhalb kürzester Zeit anpassen lassen.

Content Workflow mit KI kombinieren

Bei der Bearbeitung unterschiedlicher Content Workflow-Aufgaben leistet KI vor allem bei der Content Erzeugung sowie der Datenanalyse wertvolle Unterstützung. So eignet sich generative KI, wie sie beispielsweise bei ChatGPT Anwendung findet, zur Content Inspiration, Ideenfindung oder zur Erstellung eines Briefings. Damit lassen sich sogar kontextbezogene Inhalte im Einklang einer spezifischen Markentonalität erstellen. Außerdem ermöglicht KI automatisierte Datenanalysen, aus der sich nicht nur Trendprognosen ableiten. Sie versorgt Marketingteams auch mit Branchen-Insights zu Zielgruppen oder Wettbewerbern und optimiert dadurch die gesamte Content Strategie.

Use Case: Bestehenden Content mit AI „umschreiben“

In der Praxis stehen viele Marketingteams vor der Herausforderung, bereits bestehenden Content „umzuschreiben“. Texte neu zu formulieren und in anderen Worten wiederzugeben, ist eine Aufgabe, die KI gut übernehmen kann. Prompts spielen dabei eine elementare Rolle. Dahinter stecken Texte oder Fragen, die Nutzer eingeben, um eine Interaktion mit dem KI-Modell zu beginnen. Je präziser die Prompts, desto besser ist das Endergebnis.

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KI-Tools gewinnen in beängstigender Geschwindigkeit an Qualität. Dennoch bleibt die menschliche Komponente beim Einsatz von KI-Werkzeugen wesentlich. Unternehmen sollten deshalb in spezielle KI-Trainings investieren, die Marketingteams beim Einsatz von KI-Tools schulen. Das versetzt sie in die Lage, vollumfänglich von den Vorteilen zu profitieren, die KI-Tools innerhalb eines Content Workflows heute bieten.

Fazit

Marketingteams, die qualitativ hochwertige Inhalte erstellen wollen, kommen an Content Workflows nicht vorbei. In Kombination mit KI lassen sich zahlreiche Aufgaben, die zuvor noch manuell erledigt wurden, zum Teil vollständig automatisieren.

Agile, KI-basierte Content Workflows passen sich an volatile Märkte an. Sie sind skalierbar und in der Lage, die Produktion von hochwertigem Content konsequent zu optimieren, was gerade in einem aktuell schwierigen Marktumfeld über den Unternehmenserfolg entscheidet. Entsprechend automatisierte Prozesse steigern die Effizienz, sparen Zeit und Kosten und reduzieren zudem den Druck auf das Marketing-Team. Dadurch entstehen Freiräume, die die Mitarbeitenden für strategische und/oder konzeptionelle Aufgaben nutzen können.

*Ali Hart ist Product Marketing Manager bei Optimizely.

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