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Social Media Atlas 2017/2018 Social Media lockt Onliner genau so stark wie klassische Werbung

| Redakteur: Lena Höhn

Animieren Social-Media-Kommunikation und Werbung im Web 2.0 genauso zum Kauf wie die Reklame in klassischen Medien, wie TV oder Print? Dieser Frage geht der Social Media Atlas 2017/2018 auf den Grund. Demnach spielen Facebook und YouTube sogar in der gleichen Liga wie TV- und Radio-Reklame.

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24 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland haben schon einmal ein Produkt gekauft, weil ein Unternehmen auf Facebook dafür geworben hat.
24 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland haben schon einmal ein Produkt gekauft, weil ein Unternehmen auf Facebook dafür geworben hat.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

YouTube, Facebook und WhatsApp wsind die beliebtesten Social-Media-Plattformen der Deutschen und mehr als sieben von zehn Onlinern nutzen diese von unterwegs aus: das zeigt der Social Media Atlas 2017/2018. Aber auch in Sachen E-Commerce ist Social Media ein Umsatzbringer. Denn die Studie fand auch heraus, dass Kommunikation und Werbung auf Social-Media-Plattformen genau so zum Kauf anregen, wie die in klassischen Medien.

Facebook ist der Spitzenreiter

Unangefochtener Spitzenreiter ist Facebook, denn 24 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland haben schon einmal ein Produkt gekauft oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen, weil ein Unternehmen auf Facebook dafür geworben hat. Damit ist das Schalten von Anzeigen bei Facebook und die Kommunikation über eigenen Seiten für Unternehmen erfolgreicher als klassische TV-Reklame, die bisher 23 Prozent der Onliner in Deutschland zu einem Einkauf bewegt hat.

Doch Facebook ist nicht die einzige Social-Media-Plattform, die den Absatz fördert: Bei 20 Prozent der Befragten führten Werbespots und eigene Unternehmens-Kanäle bei YouTube Jahren zu einer Entscheidung für ein Produkt oder eine Dienstleistung.

Das reichweitenstarke Video-Portal liegt damit zwischen den klassischen Medien Print und Radio: Aufgrund von Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften trafen 22 Prozent Kaufentscheidungen, durch Radio-Spots 14 Prozent.

Mit geringem Abstand folgen auf Radiowerbung kommerzielle Inhalte bei Instagram (12 Prozent), WhatsApp (11 Prozent) und dem oft belächelten Google+ (10 Prozent).

Facebook animiert Onliner stärker als klassische Medien.
Facebook animiert Onliner stärker als klassische Medien.
(Bild: Social Media Atlas 2017/2018 )

Mehrfachkäufer setzen weiter auf TV Werbung

Die Rangfolge verschiebt sich etwas, wenn man nur Verbraucher betrachtet, die innerhalb eines Jahres mehrere Produkte oder Dienstleistungen aufgrund von Werbung und Social-Media-Kommunikation von Unternehmen eingekauft haben: Jeder zehnte Internet-Nutzer in Deutschland tat dies aufgrund von Fernsehwerbung. Je neun Prozent sind es bei Zeitungen / Zeitschriften und YouTube. Facebook liegt bei diesen "Power-Shoppern" mit sieben Prozent gleichauf mit Radiowerbung.

Über die Studie

Der Social-Media-Atlas erfasst seit 2011 jährlich auf Basis einer repräsentativen Umfrage die Nutzung Sozialer Medien in Deutschland und dient Unternehmen als unverzichtbare Grundlage zur strategischen Planung ihrer Social-Media-Aktivitäten. Die Studie liefert unter anderem belastbare Fakten darüber, welche Dienste im Web 2.0 von wem wie intensiv genutzt werden, welche Themen auf welchen Kanälen diskutiert werden und inwieweit Soziale Medien Kaufentscheidungen beeinflussen. Der Social-Media-Atlas wird von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung herausgegeben.

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