Suchen

B2B Praxiscase Visuelle Datenanalyse – Capgemini beschleunigt Datenauswertung

| Redakteur: Georgina Bott

Datenerhebungen und deren Auswertung werden immer wichtiger für Unternehmen. Doch in der Flut an Daten ist wird es immer schwieriger sie richtig auszuwerten. Wie Capgemini durch visuelle Datenanalyse den Zeitaufwand seiner Reportings um bis zu 80 Prozent senken konnte.

Firmen zum Thema

Capgemini beschleunigt seine Datenauswertungen durch die Visuelle Datenanalyse mit Tableau. Das Unternehmen kann seinen Zeitaufwand so um bis zu 80 Prozent senken.
Capgemini beschleunigt seine Datenauswertungen durch die Visuelle Datenanalyse mit Tableau. Das Unternehmen kann seinen Zeitaufwand so um bis zu 80 Prozent senken.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Mitarbeiter des Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmens Capgemini hatten früher für ihre Analysen alle Hände voll zu tun: Mehr als 1.000 PowerPoint-Folien erstellten sie jedes Jahr allein im Rahmen der Auswertungen für die Studie „IT-Trends“. Die Arbeit galt einem wichtigen Zweck, denn die Studie gibt IT-Entscheidern im deutschsprachigen Raum einen Überblick über neueste Entwicklungen und dient ihnen als Grundlage für künftigen Investitionen in die Digitalisierung. „Wir haben ganz klassisch mit Excel-Tabellen gearbeitet, die Visualisierung erfolgte mit PowerPoint“, erklärt Georg Ogulin, Digital Marketing Manager DACH-Region bei Capgemini, das damalige Prozedere. „Man kann sich vorstellen, welcher Aufwand das war“, sagt er.

Datenerhebungen und deren Auswertung nehmen generell einen wichtigen Teil der Arbeit im Marketing von Capgemini ein. Das Unternehmen, das mit seinen rund 200.000 Mitarbeitern in 40 Ländern der Welt vertreten ist, verfolgt akribisch seine Online-Aktivitäten, um jederzeit über die aktuellen Interessen und Bedürfnisse seiner Besucher, Fans und Follower informiert zu sein. Nur so kann es Trends schnell erkennen und beispielweise die Inhalte auf der Website anpassen. Genau wie bei der Erstellung von Studien erfolgte die Analyse und Auswertung der gesammelten Daten der Social-Media-Kanäle wie Facebook und Twitter, der Länder-Websites sowie der Ergebnisse von Online Befragungen klassisch mit Excel.

Daten werden sichtbar

Mit Excel-Tabellen und Power-Point-Folien kamen die Mitarbeiter allerdings wegen der rasant wachsenden Datenmengen aus Quellen wie Google Analytics, Facebook oder Twitter schnell an ihre Grenzen. „Es wurde immer schwieriger, auf diese Weise aktuelle Erkenntnisse zu gewinnen“, erklärt Ogulin. Einfacher würde dies auch in Zukunft nicht werden: Experten zufolge steigt das allgemeine Datenvolumen auf der Welt bis zum Jahr 2025 auf 163 Zettabyte an, das ist bereits das Zehnfache des Volumens von 2016.

Um der eigenen Datenflut Herr zu werden und auch die Datenanalyse für die wiederkehrenden Studien möglichst effizient anzugehen, suchte die deutsche Marketing-Abteilung des Beratungsunternehmens ein Daten-Analyse-Tool, mit dem es eine schnelle, visuelle Auswertung erhält. Die zweite Anforderung: Mit Hilfe des Tools sollen die Ergebnisse einiger zentraler Studien leicht über interaktive Dashboards veröffentlicht werden können.

Deshalb startete Capgemini vor rund zwei Jahren mit der Implementierung von Tableau Desktop in der Marketing- und Kommunikationsabteilung. Für die „Power-User“, die täglich und interaktiv mit aktuellen Daten arbeiten müssen, schaffte Capgemini kurz danach Tableau Server-Lizenzen an.

Neue Erkenntnisse über Bewerber und Kunden

Capgemini versprach sich durch den Einsatz von Tableau neue Erkenntnisse durch die Kombination und Auswertung verschiedener Datenquellen. Für die Mitarbeiter der Marketingabteilung ist es beispielsweise interessant zu verfolgen, wie die User auf die Webseite kommen und was sie dort machen.

Die Kollegen der HR-Abteilung hingegen wollen wissen, welche Jobpostings die Bewerber besonders ansprechen. Blog-Owner wiederum interessiert, wie oft einzelne Blog-Beiträge gelesen oder bestimmte Themen gesucht werden und natürlich woher die User kommen – über Social Media oder über E-Mail-Marketing. Die Antworten auf diese Fragen sehen die Mitarbeiter dank der Datenvisualisierungen über die Desktop-Anwendung Tableau Reader. „Mit der sogenannten Drill-down-Funktion oder durch Filtern können wir auch tiefer in die Ergebnisse hineingehen und Fragen quasi aus dem Stand beantworten“, erklärt Ogulin.

Dank der mit Tableau gewonnenen Erkenntnisse konnte Capgemini seine Webseite in puncto Inhalte und Navigation verbessern. Seine Blog-Beiträge hat das Unternehmen an die aktuellen Interessen angepasst, Stellenausschreibungen auf höchsten Response getrimmt und besonders Business-relevante Inhalte schneller auffindbar gemacht.

Mehr Reichweite für Studienveröffentlichungen

Für die Veröffentlichung seiner Studien wie die „IT-Trends“ für IT-Entscheidern nutzt Capgemini heute das kostenlose Tool Tableau Public. Damit kann die Unternehmensberatung ihre Datenvisualisierungen per E-Mail, Twitter, Facebook, LinkedIn oder Google+ freigeben oder in ihre Website einbetten. „So erhalten wir eine sehr hohe Reichweite und können Interessenten die Möglichkeit bieten, unsere Studienergebnisse interaktiv zu erforschen“, erklärt der Digital Marketing Manager.

Der Aufwand für die Mitarbeiter ist mit dem Datenvisualisierungstool drastisch gesunken. „Wenn ich die Zeitersparnis bei der Analyse der Website- und Social-Media-Daten beziffern sollte, dann würde ich sagen, dass sie etwa 80 Prozent beträgt“, sagt Georg Ogulin. Die gesparte Zeit nutzen er und seine Kollegen nun unter anderem für eine intensivere Auswertung.

(ID:45306659)