Datenintegration

Warum Unternehmen jetzt auf Datenvirtualisierung setzen müssen

| Redakteur: Saskia Semik

Datenvirtualisierung geht einen anderen Weg: Es wird eine Abstraktionsschicht zwischen den vorhandenen Datenquellen und Reporting-Tools geschaffen.
Datenvirtualisierung geht einen anderen Weg: Es wird eine Abstraktionsschicht zwischen den vorhandenen Datenquellen und Reporting-Tools geschaffen. (Bild: gemeinfrei / Pexels)

Die voranschreitende Digitalisierung hat zu einem enormen Wachstum der weltweit verfügbaren Daten geführt. Während datengetriebene Innovationen in Industrieländern rasant voranschreiten, kämpfen Unternehmen im deutschsprachigen Raum nach wie vor mit technischen und organisatorischen Problemen.

Die aktuelle biMa-Studie liefert alarmierende Ergebnisse: Nahezu die Hälfte aller Unternehmen (49 Prozent) gibt an, dass ihre Daten für Analysen unvollständig, veraltet oder widersprüchlich sind. Neben der mangelhaften Datenqualität ist laut der Studie auch die fehlende Integration von Daten aus unterschiedlichsten Datenquellen eine Hürde. Unternehmen drohen aufgrund der Widrigkeiten im globalen Wettbewerb den Anschluss zu verlieren. Ohne Datenvirtualisierung ist es kaum möglich, fatale Entwicklungen dieser Art abzuwenden.

Leistungsfähige Abstraktionsschicht vereinfacht Datenzugriff signifikant

Die voranschreitende Digitalisierung hat zu einem enormen Wachstum der weltweit verfügbaren Daten geführt. Traditionelle Ansätze wie ETL (Extract-Transform-Load), bei denen Daten für Analysen zunächst gespeichert und transformiert werden müssen, reichen nicht mehr aus, um Schritt zu halten.

Datenvirtualisierung geht einen anderen Weg: Es wird eine Abstraktionsschicht zwischen den vorhandenen Datenquellen und Reporting-Tools geschaffen. Hierbei ist es unwesentlich, um welche Art von Daten-Quelle und Daten-Format es sich handelt. Eine Speicherung der Daten ist nicht zwingend erforderlich, wodurch sich auch äußerst schlanke Integrationslösungen umsetzen lassen. Zudem kann der Datenzugriff in Echtzeit erfolgen. Die Konsistenz und Korrektheit der Informationen kann über Transformations-Funktionen implementiert werden. Darüber hinaus können bestehende Reporting-Werkzeuge wie BI-Lösungen, Portale, Dashboards, Apps und Unternehmenssoftware weiter genutzt werden, da die Abstraktionsschicht für eine Aufbereitung im notwendigen Zielformat sorgt.

Erheblicher Mehrwert durch Integrität, Konsistenz und Aktualität

Dank moderner Technologie ist Datenvirtualisierung nicht nur leistungsfähiger als die klassische Datenintegration, sondern auch agiler und wirtschaftlicher. Hierfür sorgt zunächst der hohe Automatisierungsgrad. Virtualisierungslösungen führen die Bereinigung, Korrektur, Standardisierung, Aggregation und Transformation von Daten völlig entkoppelt von der Datenquelle und dem Datenformat durch, ohne die Daten mehrfach zu speichern. Aus technischer Sicht übernimmt ein Virtualisierungsserver die Datenbereitstellung. Er hat die Kernaufgabe, gespeicherte Daten aus nahezu allen On-Premise und Cloud-Quellen zu integrieren. Business-Anwender arbeiten dank dieses Ansatzes nur noch mit einer zentralen, logischen Datenbank. Verteilte Systeme und Cloud-Migrationen sind somit nicht mehr wahrnehmbar. Nicht zuletzt gewährleistet der Server ein hohes Maß an Datenschutz und Datensicherheit.

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In zunehmend schnelllebigen Märkten sind Ad-hoc-Analysen ein weiterer wichtiger Faktor. Unternehmen können es sich schlicht nicht mehr leisten, mehrere Wochen auf die Umsetzung neuer Reports zu warten. Auch hier spielt Datenvirtualisierung ihre Stärken aus. Sie ermöglicht den Echtzeit-Zugriff auf qualitativ hochwertige Daten im notwendigen Format. Dies wiederum führt zu einer schnelleren Reaktionsfähigkeit bei Marktveränderungen und zu einer verkürzten Time-to-Market bei neuen Produkten oder Services.

Verlässliche, nachvollziehbare und anpassbare Daten

Bei Bedarf haben Unternehmen mithilfe der Datenvirtualisierung die Möglichkeit, sämtliche Datenelemente zu dokumentieren. Zudem lassen sich Schlagwörter vergeben, nach denen die Endanwender suchen können. Weiterhin können die Beziehungen zwischen den Datenelementen visualisiert werden. Aufgrund der zentralen Definition und Speicherung wird außerdem der Transformationsprozess von der Quelle bis zum Zielformat transparent. Dies stärkt das Vertrauen in Analyse-Ergebnisse zusätzlich.

Als weiterer Vorteil sei die Anpassbarkeit der Daten genannt. Aufgrund der zentralen Verfügbarkeit sämtlicher Transformationsspezifikationen und dem reduzierten Bedarf an physischen Datenbankkomponenten lassen sich Umgebungen wesentlich einfacher an neue, individuelle Erfordernisse anpassen. Datenvirtualisierung fördert also die Informationsagilität und -flexibilität.

Intelligente Lösung für den Zugriff auf Unternehmensdaten

Datenvirtualisierung ermöglicht es Unternehmen, den Mehrwert von Unternehmensdaten auf intelligente und wirtschaftliche Weise zu erschließen. Vorteilhaft ist insbesondere der parallele Echtzeit-Zugriff auf unterschiedlichste, unternehmensweit genutzte Datenhaltungssysteme. Die hierdurch entstehende Reaktionsfähigkeit ist als klarer Geschäftsvorteil zu werten.

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* Quelle: Denodo

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