Suchen

Registrierungspflichtiger Artikel

Emotion Tracking im Marketing Wo Interviews versagen, hilft Emotion Tracking

| Autor / Redakteur: Vera Pichardo * / Muteber Karacan

Emotionen leiten unsere Entscheidungen und unser Verhalten, lassen sich aber vom Bewusstsein nicht steuern. Emotionsforschung, auch als Emotion Tracking bekannt, hat in letzter Zeit große Bedeutung für Marketing-Experten gewonnen. Im Gegensatz zu verbalen Tiefeninterviews lassen sich damit unbewusste Bewertungsmechanismen potenzieller Kunden direkt sichtbar machen.

Firma zum Thema

Emotionen leiten unsere Entscheidungsfähigkeit und unser Verhalten. Gewollt oder ungewollt? Um das herauszufinden ist Emotion Tracking die Lösung.
Emotionen leiten unsere Entscheidungsfähigkeit und unser Verhalten. Gewollt oder ungewollt? Um das herauszufinden ist Emotion Tracking die Lösung.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Häufig wird der Begriff „Emotionen“ synonym für Gefühle benutzt. Allerdings ist das nicht ganz korrekt. Gefühle sind bewusste Interpretationen von Emotionen, die durch äußere und psychische Faktoren, wie etwa soziale Erwünschtheit, beeinflusst werden können. Das bedeutet, dass viele Informationen über das eigene Befinden auf dem Weg ins Bewusstsein verloren gehen. Bei Emotionen hingegen handelt es sich um automatische Bewertungsprozesse einer Situation, die uns eine korrekte Anpassung an unsere Umwelt ermöglichen. So sind wir in der Lage, „automatisch“ auf die unterschiedlichsten Gegebenheiten zu reagieren und zwar ohne, dass diese von uns bewusst verarbeitet werden, denn die emotionalen Reaktionen dringen häufig gar nicht zum Oberflächenbewusstsein durch.

Nichtsdestoweniger sind sie sehr real – und in ihrem körperlichen Ausdruck messbar: Bei emotionaler Erregung schlägt das Herz schneller, die Schweißdrüsen erhöhen ihre Aktivität, die Atemfrequenz steigt – und die Mimik verändert sich. All diese Phänomene lassen sich durch geeignetes Equipment – mit Hilfe von Messelektroden oder Sensoren – sichtbar machen. Die Experten setzen diese Beobachtungen in Bezug zu dem, was die Person sieht, hört, riecht oder fühlt. Sie beobachten wiederkehrende Muster und identifizieren am Ende, was die Menschen in positive und negative Erregung versetzt. Damit erlaubt Emotion Tracking auch ein ganzheitliches Verständnis des Menschen und seines Verhaltens.