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Expertenbeitrag

 Hermann Wala

Hermann Wala

Founder & CEO Wala Strategy & Brand Consultants, WALA Strategy & Brand Consultants

Covid-19 5 Dinge, die wir aus der Corona-Krise lernen können

| Autor / Redakteur: Hermann Wala / Lena Müller

„Die Lage ist ernst“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer historischen Ansprache an die Nation. Und in der Tat, wirft das Corona-Virus seit Wochen seinen Schatten über uns und unseren Alltag. Wie lange dieser Zustand noch anhalten wird, ist unklar. Das schürt Ängste und Sorgen. Doch viel wichtiger: Wir können aus dieser beispiellosen Zeit auch viele Dinge lernen – Unternehmer, Marken, Selbstständige, Top-Manager. Das sind meine Top 5 Learnings.

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Vertrauen ist die wichtigste Währung: Wer in Krisenzeiten zu dir hält, wird es nach der Krise erst recht tun.
Vertrauen ist die wichtigste Währung: Wer in Krisenzeiten zu dir hält, wird es nach der Krise erst recht tun.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash )

1) Niemand ist vor allen Krisen geschützt. Wir brauchen mehr Demut und Weitsicht.

Egal ob der nette Friseur von Nebenan oder das Industriekonglomerat aus dem Dax – Corona trifft jeden. Nicht einmal der Fußball wird von dieser Krise verschont. So etwas gab es noch nie. Aber es zeigt: Keiner von uns ist gegen jedes Risiko auf der Welt geschützt. Banken können Stresstests durchführen, Unternehmen können Notfallpläne aufstellen, aber am Ende wird es immer ein Risiko geben, welches jeden von uns treffen kann.

Das Resultat: Es geht nicht darum, nun mit Angst durch die Welt zu laufen, sondern sich dieser Verwundbarkeit erstmal bewusst werden. Erst wer das versteht, wird in guten Zeiten die Vorkehrungen treffen können, die ihn und sein Unternehmen in der Krise helfen können. Was es dafür braucht: Demut und Weitsicht. Keine Boom-Phase geht ewig. Keine Krise überdauert die Ewigkeit.

2) Menschen brauchen Halt. Starke Marken können genau diesen Halt geben.

Billy Ocean landete 1985 mit dem Song „When the Going Gets Tough, the Tough Get Going” einen Nummer-1-Hit. Und der Song hat bis heute seine Aktualität nicht verloren. Übersetzt bedeutet er nämlich so viel wie: „Wenn die Zeiten hart werden, kommen die harten Jungs erst so richtig in Schwung (Gerhard Schröder).

Diese Beobachtung ist wahr: Immer dann, wenn Unsicherheit aufkommt, braucht es jemanden, der Sicherheit ausstrahlt. In erster Linie sollten das in Zeiten von Corona Politiker sein. Aber auch Marken können Halt geben. Mehr noch, starke Marken macht genau das aus – sie geben Halt, weil sie Haltung zeigen.

Das beste Anti-Beispiel derzeit: Adidas und die angekündigten Mietaussetzungen. Denn gerade in Krisenzeiten entwickeln Menschen ein feines Gespür für Solidarität und Mitgefühl.

3) Vertrauen ist die wichtigste Währung.

Loyalität kann man nicht kaufen. Aber Loyalität bringt Umsatz. In guten Zeiten bringt eine loyale Kundschaft kontinuierliche Umsätze. Und in Zeiten wie diese, kann eben jene Loyalität dafür sorgen, unternehmerisch zu überleben.

Und wer in Krisenzeiten zu dir hält, wird es nach der Krise erst recht tun.

4) Wer im Internet nicht existiert, wird mittelfristig nicht überleben.

Der stationäre Einzelhandel hat eine Zwangspause. Das einzige was als Revenue-Stream bleibt: Der Online-Versandhandel. Spätestens Corona zeigt also: Wer im Internet nicht sichtbar ist, wird nicht lange überleben können. Noch heißen die großen Gewinner Amazon und Co., doch es zeigt sich, dass die Menschen bereit für lokale Alternativen im WWW sind. Wer also im Bereich E-Commerce noch nicht gut aufgestellt ist, sollte diese Zeit nutzen, um aufzuholen.

5) Home Office funktioniert. Und wird vermutlich bleiben.

Viele machen es schon seit Jahren erfolgreich, andere haben sich lange Zeit dagegen gewehrt – jetzt ist es alternativlos. Das Home Office hat jetzt auch endgültig ganz Deutschland erreicht. Das Feedback, welches ich bis jetzt mitbekommen habe: Positiv!

Home Office funktioniert: Erstens, weil es mittlerweile eine Vielzahl von Tools gibt, die das Arbeiten und Konferieren von zuhause ermöglichen. Zweitens, weil die technische Infrastruktur immer mehr gegeben ist. Und drittens (und das ist der vielleicht wichtigste Grund), weil mit der Generation Y und Z eine Generation in den Arbeitsmarkt eingetreten ist, für die ein digitales Arbeiten vollkommen normal ist.

Heißt im Klartext: Vielleicht ist Corona der Start eines Umdenkens auch in vielen Chefetagen. Der Trend hin zum Home Office wird sicherlich dynamischer werden.

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