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Messekommunikation „Komm zum Punkt!“ – Warum punktgenaue Kommunikation gerade jetzt Sinn macht

| Autor / Redakteur: Gregor Bruchmann* / Julia Krause

Diejenigen, die die Dinge auf den Punkt bringen, hatten es ja schon immer leichter. Denn was ist anstrengender als Menschen, die lange um den heißen Brei reden. Die Werbung hat sich das natürlich schon immer zu Herzen genommen. Die einen mehr – die anderen weniger. Jetzt ist es an der Zeit, punktgenau zu kommunizieren.

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Das punktgenaue Platzieren von Botschaften ist heute der springende Punkt in der Kommunikation.
Das punktgenaue Platzieren von Botschaften ist heute der springende Punkt in der Kommunikation.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Das punktgenaue Platzieren von Botschaften ist heute der springende Punkt in der Kommunikation. Zum einen, weil die Kunden danach verlangen. Zum anderen, weil sich die Rahmenbedingungen der Industrie geändert haben. Denn wie man es auch nennen mag: wirtschaftlicher Umschwung, Konjunktur-Turbulenzen oder gar Vorbote einer Wirtschaftskrise. Es gibt genügend Anhaltspunkte, die manch einen denken lassen:

„Die schillernden Zeiten des breit angelegten, bombastischen Maßnahmenfeuerwerks sind vorerst vorbei.“

Kann sein. Fakt ist jedoch: Kommunikation von heute muss erst Recht spitz und zielgerichtet sein. Sie muss auffallen. Und sie muss das Maximum erreichen – selbst wenn die Rahmenbedingungen limitiert sind. Geht. Finden meine Kollegen und ich. Mit Eckpunkten wie diesen:

Punkt 1: Rund kommunizieren

Eine runde Kampagnenidee erzählen, ohne dabei permanent die gesamte Klaviatur der 360°-Kommunikation fahren zu müssen. Darin liegt die Kunst – und die Kraft der guten Idee. Dass man richtig gute Ideen zum Beispiel auch auf der Wortschiene transportieren kann – mit Bühnenvorträgen, die den Zuhörer abholen und Schritt für Schritt eintauchen lassen. Oder dass Ideen auch weit über den Messeschauplatz hinaus Bestand haben. So der Fall bei der Messeinszenierung „PlantSight“ von Siemens und Bentley Systems. Hier sind das Modell und die Sales-App Komponenten einer in sich runden, langfristigen Kampagne inklusive Kampagnenidee.

Punkt 2: Flexibel bleiben

Vor allem im Messeumfeld ist wichtig, dass die Kommunikationsmaßnahmen skalierbar sind. Dass sie von Grund auf schlank und platzsparend konzipiert sind – aber bei Bedarf ausgebaut werden können. Denn wo die eine Messe in Ausstellungsmöglichkeiten und -umfang limitiert ist, bietet die nächste vielleicht wieder mehr Spielraum. Deshalb macht es Sinn, Messeinszenierungen und -modelle von Grund auf flexibel und modular zu konzipieren. Das demonstriert die Touchtable-Anwendung zu den SIMATIC Controllern von Siemens. Da die Anwendung bereits in ihrer „Erstauflage“ mitwachsend konzipiert war, konnte die Screen-Animation für die SPS 2019 inhaltlich erweitert und ein neues Produkt integriert werden. Ohne die Anwendung neu aufsetzen zu müssen.

Punkt 3: Nachhaltig denken

Die Welt denkt immer nachhaltiger. Auch in der Marketingkommunikation. Was früher eher unangenehm war und als Zeichen für schmale Budgets interpretiert wurde, wird jetzt ganz bewusst getan: Nachhaltigkeit demonstrieren – durch gezieltes Wiederverwenden von Messemodellen und -inszenierungen. Entweder „pure“, so wie sie sind. Oder mit inhaltlicher oder baulicher Erweiterung. So begeistert das Messemodell zum Echtzeit-Funkortungssystem SIMATIC RTLS von Siemens immer wieder – auf Grund von Design, Funktion und Inhalten.

Punkt 4: Emotionen zeigen

Je rationaler und faktenorientierter die Industriewelt um uns herum ist, desto näher liegt es, auf das Gegenteil zu setzen. Die Kraft der Emotionen bewusst zu nutzen. Denn das fällt auf. Und ermöglicht Individualität. Um auch hier am Schauplatz Messe zu bleiben: Kleine, feine, emotionale Komponenten können Inszenierungen eine ganz persönliche Handschrift verleihen. So wie bei der Messeinszenierung zu Industrial Security von Siemens. Ein sehr digitallastiges Thema erhält hier durch einen menschlichen Avatar die Emotionalität, die es benötigt.

Punkt 5: Daten nutzen

Genauso wichtig wie punktgenaues Kommunizieren: punktgenaues Messen. Nichts geht mehr ohne. Auch im Messeumfeld kann dieses Potenzial genutzt und ausgebaut werden, da Messeinszenierung jede Menge Daten bereitstellen. Und das nicht erst bei der Auswertung. Sondern bei Bedarf auch in Echtzeit, direkt am Messestand.

* Gregor Bruchmann ist Strategie- und Messeexperte bei hl-studios.

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