KI-Systeme wie ChatGPT haben die gesamte Kommunikationsbranche grundlegend verändert. Die Möglichkeiten, die sie bieten, sind enorm, aber sie bringen auch neue Fragestellungen mit sich, die wichtigste: Wie lässt sich KI sinnvoll und gewinnbringend in die Kommunikationsarbeit integrieren?
Die Geschwindigkeit und Masse an Inhalten, die durch KI produziert werden können, steigt täglich. Damit einher geht austauschbarer und wenig relevanter Content auf nahezu allen Kanälen. Ist es das, was die KI-Assistenten wollen?
(Bild: THAWEERAT)
Künstliche Intelligenz (KI) erzeugt auf Basis bestehender Daten neue Inhalte – etwa Texte, Bilder, Videos oder Quellcodes. Für PR- und Marketingabteilungen, auch im B2B Bereich, eröffnen sich hierdurch große Chancen: KI steigert die Effizienz und kann zu kreativen Ideen anregen. Doch mit der zunehmenden Menge an automatisiert generierten Inhalten ist es besonders wichtig, auf deren Qualität zu achten. Im Marketingumfeld gilt mehr denn je: Statt großer Mengen suchmaschinenoptimierter, aber im Kern wenig relevanter Beiträge, zählen passgenaue Inhalte mit echtem Mehrwert.
Warum ist das so essenziell?
Grund 1: Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchsystemen
Neben klassischen Suchmaschinen gewinnen KI-basierte Plattformen wie Perplexity oder ChatGPT Search immer mehr an Bedeutung. Dort stehen Inhalte im Vordergrund, die Tiefgang und praktischen Nutzen bieten. Beliebig zusammengesetzte Texte haben es schwer, sich zu behaupten. Statt ständig „Hier“ zu schreien, um Suchmaschinen wie Google auf das eigene Unternehmen und Angebot aufmerksam zu machen, drehen die neuen KI-Findemaschinen das Spiel also um.
Grund 2: Vertrauen durch Fachkompetenz
Wer regelmäßig fundierte, hochwertige Inhalte teilt – sei es durch Fachartikel oder Blogbeiträge –, baut im B2B Bereich einen Expertenstatus auf. Das ist ein Schlüssel, um im Inbound Marketing erfolgreich zu sein, besonders bei anspruchsvollen Zielgruppen.
Grund 3: Personalisierte Erlebnisse als Wettbewerbsvorteil
KI-Tools analysieren Nutzerdaten und spielen vermehrt personalisierte Inhalte aus. Kommunikatoren, die ihren Zielgruppen maßgeschneiderte Mehrwerte liefern, erhöhen nicht nur die Interaktionsraten, sondern stärken langfristig auch ihre Marktposition.
Wie KI die PR- und Kommunikationsarbeit voranbringt
Obwohl das Potenzial von KI in vielen Bereichen bereits sichtbar ist, wird in vielen Unternehmen noch experimentiert. Aber auch in den verschiedenen Testphasen wird deutlich, dass KI dabei hilft, Aufgaben zu automatisieren, Inhalte zu personalisieren und datengestützte Entscheidungen zu treffen. Dass KI aber mehr als ein reiner Effizienztreiber ist, verdeutlichen die drei Beispiele:
Beispiel 1: Themen-Recherche – Schneller zu relevanten Inhalten
KI-gestützte Tools durchforsten riesige Datenmengen und filtern relevante Fakten und Trends heraus – eine ideale Grundlage für Kampagnen und Strategieplanungen. Wer etwa eine PR-Kampagne zu „Nachhaltigkeitstrends 2025“ vorbereitet, kann ein KI-Tool nutzen, um aktuelle Studien und Diskussionen in sozialen Netzwerken auszuwerten und die Maßnahmen auf Top-Trends auszurichten. Darüber hinaus lassen sich repetitive Tätigkeiten auch in eigenen GPTs oder KI-Agenten abbilden, so haben wir als PR-Agentur beispielsweise einen eigenen Themen-Agenten erstellt, der uns über geplante Veröffentlichungen und passende Events informiert.
Beispiel 2: Text- und Bildgenerierung – Inhalte effizient erstellen
Ob Blogartikel oder Social-Media-Visuals – KI-Systeme erleichtern die rasche Produktion neuer Inhalte. Ein Unternehmen, das kurzfristig einen Social-Media-Beitrag zum Launch eines Produkts benötigt, kann mithilfe eines KI-Tools schnell einen ersten Textentwurf und ein passendes Bild erstellen lassen. Aber: Die KI ersetzt nicht die Unternehmensidentität oder den Markenkern. Sie reproduziert nur Muster aus Trainingsdaten. Wer also austauschbare Inhalte vermeiden möchte, muss KI-Ergebnisse sorgfältig prüfen und mit kreativen Impulsen sowie harten Fakten anreichern.
Beispiel 3: Strategische PR-Planung – Datenorientiert handeln
KI hilft PR-Verantwortlichen nicht nur, den optimalen Veröffentlichungszeitpunkt zu finden, sondern auch die passenden Kanäle und Zielgruppen zu identifizieren. Wenn eine PR-Abteilung ein Whitepaper verbreiten möchte, kann das KI-Tool Vorschläge zu geeigneten Medien, Zeitfenstern und Leserkreisen machen. So wird das Timing datenbasiert optimiert.
Neben den Vorteilen bringt der KI-Einsatz in der B2B Kommunikation auch einige Herausforderungen mit sich. Ein wesentlicher Faktor ist die Datensicherheit. Werden sensible Informationen zu Produktionsabläufen oder Kundenbeziehungen genutzt, muss gewährleistet sein, dass keine personenbezogenen Daten in unkontrollierbare Modelle einfließen. Strenge interne Richtlinien und eine DSGVO-konforme Nutzung von KI sind hier unerlässlich.
Zudem stellt sich die Glaubwürdigkeitsfrage: Wer KI-generierte Inhalte veröffentlicht, sollte deutlich machen, dass Teile davon automatisiert erstellt wurden, um keine falschen Erwartungen zu wecken. Gleichzeitig erfordert die Einführung von KI in vielen Unternehmen einen Kulturwandel. Mitarbeitende müssen die Vorteile von KI kennen, aber auch genügend Skepsis aufbringen, um unrealistische oder fehlerhafte Ergebnisse zu erkennen. Nur so wird KI zum sinnvollen Assistenten, der kreative Freiräume ermöglicht, anstatt sie zu blockieren.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Ein verbindlicher Code of Conduct kann helfen, diese Balance zu wahren. Darin ließe sich unter anderem regeln, in welchen Bereichen KI eingesetzt wird, wie datenschutzrechtliche Aspekte geprüft werden und wer letztlich die Verantwortung für veröffentlichte Inhalte übernimmt. Vor allem in B2B Branchen, die auf langfristige Partnerschaften setzen, sind solche Leitlinien entscheidend für vertrauensvolle Beziehungen zwischen Agenturen, Unternehmen und ihren Stakeholdern.
Fazit: KI als guter Helfer – mit klaren Vorgaben
Der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz verändert die B2B Kommunikation grundlegend. Richtig genutzt beschleunigt KI den Rechercheprozess, automatisiert Routineaufgaben und liefert kreative Impulse für Texte und Bilder. Damit sie allerdings zum wertvollen Teamplayer wird, braucht es klare Regeln, Transparenz und eine vorausschauende Arbeitskultur. Wer das automatisierte Potenzial mit echtem Fachwissen und kreativer Energie kombiniert, hebt Kampagnen und Markenauftritte auf ein neues Niveau.
Organisationen profitieren von einer Strategie, die auf Mehrwert, Authentizität und Differenzierung basiert – und so den oft langwierigen Kaufentscheidungsprozess verkürzt. Daran ändert auch die Künstliche Intelligenz so schnell nichts.
*Linus Kurtenbach ist Seniorberater bei der B2B-Kommunikationsberatung Primus Inter Pares.