Employer Branding

Mythos Millennials: So erreichen Sie die begehrten Fachkräfte

| Autor / Redakteur: Tina Schäfer / Annika Lutz

Als Millenials bezeichnet man junge und gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Sie sind in einer digitalisierten Welt aufgewachsen und verändern heute den Arbeitsmarkt.
Als Millenials bezeichnet man junge und gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Sie sind in einer digitalisierten Welt aufgewachsen und verändern heute den Arbeitsmarkt. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Bereits im Jahr 2020 werden Millennials mehr als ein Drittel der berufstätigen Bevölkerung stellen. In Zeiten akuten Fachkräftemangels ist der deutsche Mittelstand gefordert, sich auf die Kommunikationsgewohnheiten und Bedürfnisse dieser Generation mit einer zielgerichteten Employer Branding Strategie mit neuen Formaten und Tools einzustellen.

Mit einer authentischen und individuellen Arbeitgebermarke können sich KMU gegen das starke Image von Großkonzernen durchsetzen und die Generation der Millennials für sich gewinnen. Dafür sind Personalabteilungen und Management gefordert, sich mit den Bedürfnissen dieser neuen Bewerbergeneration auseinanderzusetzen.

Wer steht hinter der Generation Millennials?

Sie gelten als junge, gut ausgebildete Nachwuchskräfte, die mit digitaler Expertise und neuen Anforderungen den Arbeitsmarkt verändern. Um die Jahrtausendwende geboren, sind die Anfang 20- bis Mitte 30-Jährigen in einer zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt und mit uneingeschränkter Mobilität aufgewachsen. Ihr Alltag ist von digitalen Tools und Informationsformaten geprägt. Deshalb sollten Mittelständler ihre Vorteile als Arbeitgeber den über Jahre gewachsenen Charakter des Unternehmens wirkungsvoll über digitale Kanäle kommunizieren. Der entscheidende Faktor für die erfolgreiche Kommunikation der Arbeitgebermarke ist die Wahl der passenden Kanäle und Tools.

Die Unternehmenswebsite

Die Unternehmenswebsite ist das Herzstück des Employer Brandings. Der Besuch der Karriere-Seite ist häufig der Beginn und gleichzeitig die erste Klippe in der Candidate Journey. Wer als innovativer Arbeitgeber wahrgenommen werden möchten, sollte dies auch auf einer modernen Website zeigen. Hier geht es weniger um ein ausgefallenes Design. Wichtig ist, dass sich das Corporate Design, also das einheitliche visuelle Erscheinungsbild als Teil der Unternehmens-Identität, auch auf der Website zeigt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, sich konkurrierenden Arbeitgebern mit einer gelungenen Karriere-Seite abzugrenzen.

Usability
Eine hohe Benutzerfreundlichkeit hebt eine Website von anderen Unternehmen mit Standard-Stellenausschreibungen ab. Die Karriere-Seite sollte klar und selbsterklärend sein, damit Bewerber ihr intuitiv folgen können, ohne darüber nachzudenken, wo sie die gewünschten Informationen finden. Um bei den Bewerbern besonders zu punkten, ist die Nutzung von Chatbots empfehlenswert. Sie stehen als virtuelle Gesprächspartner zu jeder Tages- und Nachtzeit dauerhaft und unermüdlich zu Verfügung. Unternehmen gestalten so ein überzeugendes, unmittelbares und dialogorientiertes Bewerbererlebnis und heben sich von Wettbewerbern mit begrenzten personellen Ressourcen ab.

Mobile Optimierung
Die Generation der Millennials greift gerne zum Smartphone oder Tablet, um unterwegs nach neuen Jobausschreibungen zu suchen. Mobile Apps für die Jobsuche befeuern diesen Trend. Website und Stellenausschreibungen sollten deshalb für die Nutzung mit mobilen Endgeräten ausgerichtet sein.

Guter Content
Mit gutem Content auf der Website haben Unternehmen die Chance, den Mitbewerbern am Arbeitsmarkt ein Stück voraus zu sein. Auf textlastige und unübersichtliche Karriere- oder „Über uns-“ Seiten sollte dringend verzichtet werden. Viel interessanter sind beispielsweise Testimonial-Porträts bestehender Mitarbeiter in Form von kurzen Interviews.

Spielerische Ansprache: Gamification
Die Integration von Spielmechanismen und Spieldynamiken auf der Karriere-Seite spricht gezielt die Generation der Millennials an, denn sie sind mit Computerspielen und Mobile Games aufgewachsen. Begegnet ein Bewerber Gamification-Elementen auf einer Karriere-Seite, assoziiert er mit dem Unternehmen bereits zu Beginn des Bewerbungsprozesses eine bleibende angenehme Erfahrung. Gamification kann beispielsweise in Form von kreativen Orientierungsspielen oder Self-Assessment Tests im Design von Online-Spielen zum Einsatz kommen.

Social Media Kanäle

Private soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram bilden die Schnittstelle zwischen Employer Branding und Recruiting. In den privaten sozialen Netzwerken liegt der Fokus vor allem auf der persönlichen Interaktion zwischen potenziellen Bewerbern und dem Unternehmen sowie der Stärkung der Arbeitgebermarke.

Hier spielen insbesondere Video Formate für Millennials eine große Rolle. Sie verbinden Information und Unterhaltung auf einprägsame Weise. Die Möglichkeiten, Videos im Employer Branding einzusetzen, sind deshalb vielfältig. KMU sollten ihre Vorteile insbesondere ihren persönlichen Charakter ganz bewusst zum Einsatz bringen. Mit Einblicken in Teamevents und Unternehmensnews können Mittelständler kreativ werden und verdeutlichen, dass ihre Unternehmenswerte auch in der Realität gelebt werden. Besonders emotionale Blickwinkel, die über den Horizont des Arbeitsalltags hinausgehen, sind wertvoll. Sie transportieren authentische Botschaften und erreichen potentielle Talente auf einer tieferen Ebene, als Text es je ermöglichen könnte.

Soziale Business-Netzwerke wie LinkedIn, XING und auch Facebook als Mischform dienen wiederum mehr dem direkten Recruiting und eignen sich für das effiziente, sehr zielgruppenspezifische und kreative Inserieren offener Stellen.

Eine kanalübergreifende Content Strategie führt zum Erfolg

Um die Generation der Millennials im „War for Talents“ zu erreichen und zu überzeugen, ist die Entwicklung einer nachhaltigen Employer Branding Strategie notwendig. Es gilt, für jedes Unternehmen eine Zielsetzung zu definieren und zu entscheiden, welche neuen digitalen Formate und Tools im individuellen Fall sinnvoll sind. Um die Zielgruppen wirkungsvoll zu erreichen, benötigt jedes Unternehmen eine kanalübergreifende Content Strategie, mit den passenden Formaten für unterschiedliche Plattformen. Sie hilft dabei, die Kommunikation zu fokussieren und die Inhalte hinsichtlich Tonalität und Format für die verschiedenen Kanäle aufzubereiten.

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