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Corporate Publishing im B2B SHIFT: Interne Kommunikation in sieben Sprachen

| Autor: Dr. Gesine Herzberger

Eine effiziente und wertschätzende interne Kommunikation ist für den nachhaltigen Geschäftserfolg extrem wichtig. Aber wie erreichen global agierende Konzerne ihre Mitarbeiter über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg?

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Silvio Sommer
Silvio Sommer
(Bildquelle: Getrag)

Jeder freut sich, wenn sein Unternehmen wächst – am besten international. Mit dieser Entwicklung gehen allerdings auch wachsende Anforderungen an Strukturen und Abteilungen einher. Denn globales Wachstum bedeutet, dass Unternehmen vielschichtiger und multikulturell werden – eine Tatsache, die bei Entscheidern nicht selten für Fragezeichen sorgt: Was müssen wir in den neuen Märkten beachten? Wie transportieren wir unsere Werte, unsere Ziele und unsere Unternehmenskultur in die verschiedenen Standorte? Und vor allem: Wie holen wir unsere Mitarbeiter weltweit mit ins Boot?

Vor genau diesen Fragen stand auch Getrag. Der Getriebehersteller ist mit 23 Produktions- und Entwicklungsstandorten in neun Ländern auf drei Kontinenten aktiv. Drei Geschäftseinheiten decken die verschiedenen Märkte ab, drei Joint Ventures bringen das Knowhow eines führenden amerikanischen und zweier großer chinesischer Automobilhersteller in den Unternehmensalltag ein. 13.250 Mitarbeiter tragen zum Erfolg des Unternehmens bei. Unter diesen Voraussetzungen bekommen interne und externe Kommunikation eine völlig neue Dimension.

„Der Schlüssel liegt in einer konsequent globalen Ausrichtung der Kommunikation. Und konsequent heißt: nicht nur global reden, sondern auch global zuhören“, weiß Silvio Sommer. Der 33-Jährige ist Teamleiter Corporate Design, Publishing & Online Media bei Getrag. Er hat uns einen Einblick in seine Arbeit gegeben und erklärt, warum das mit dem globalen Zuhören bei Getrag so gut funktioniert.

Abteilungen und Standorte kommunikativ vernetzen

Das Zuhören hat bei Getrag Tradition: Unternehmensgründer Hermann Hagenmeyer kannte jeden seiner Mitarbeiter persönlich, er schenkte ihnen Aufmerksamkeit und hatte immer ein offenes Ohr für sie. Gleiches galt für Kunden, die sich auf Hagenmeyers persönliches Wort verlassen konnten. Seine Mitarbeiter dankten ihm durch Vertrauen, Leistung und Treue zum Unternehmen, seine Kunden in Form von Aufträgen.

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Jedem einzelnen zuzuhören, ist für einen Geschäftsführer im Zeitalter der Globalisierung nicht mehr so einfach. Selbst wenn ein CEO die Zeit hätte, 40 Stunden in der Woche E-Mails, Anrufe oder Tweets zu beantworten, er müsste doch kommunikativ außergewöhnlich begabt sein, um mit tausenden Geschäftspartnern und Mitarbeitern in verschiedenen Sprachen glaubwürdig interagieren zu können. Vom Faktor Zeitverschiebung einmal ganz zu schweigen.

Was es heute braucht, ist ein Filter, der die Vielfalt im Unternehmen übersichtlich und greifbar macht. In der Organisation selbst schafft diesen Filter die Struktur: Geschäftseinheiten, Hierarchieebenen und Abteilungen sortieren den Arbeitsalltag in großen Unternehmen wie Getrag. Die Anordnung in einer Matrix sorgt dabei für Vernetzung zwischen den Bereichen und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit.

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Zur Person:

Silvio Sommer
Silvio Sommer
( Bildquelle: Getrag )

Silvio Sommer ist Teamleiter Corporate Design, Publishing & Online Media bei Getrag. Er steuert unter anderem als Chefredakteur die globale Themensetzung des Unternehmens für die internen und externen Print- und Onlinemedien. Als Projektleiter hat er zuvor die interne Publikationsstruktur des Getriebeherstellers sowie einzelne Medien wie Mitarbeiterzeitschrift und Imagebroschüre neu aufgelegt. Herr Sommer hat an der Freien Universität Berlin Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studiert.

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Über den Autor

Dr. Gesine Herzberger

Dr. Gesine Herzberger

Leitende Redakteurin & Head of Happiness, marconomy